Parodontologie

Zahnfleischerkrankungen gelten oft als typisch für Erwachsene – dabei treten Zahnfleischentzündungen und andere Zahnfleischprobleme auch bei Kindern recht häufig auf. Zum Glück lassen sich die meisten bei früher Erkennung leicht in den Griff bekommen. Wer über Zahnfleischprobleme bei Kindern Bescheid weiß, kann als Elternteil besser unterscheiden, wann man abwarten kann und wann ein Termin nötig ist. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul begleiten wir Familien dabei, die Mundgesundheit ihrer Kinder schon früh abzusichern.

Wie sieht gesundes Kinderzahnfleisch aus?

Gesundes Zahnfleisch ist hellrosa, fest und umschließt die Zähne in einer gleichmäßigen Linie. Es blutet beim Putzen nicht, ist weder geschwollen noch schmerzhaft. Rötung, Schwellung, ein glänzendes Aussehen und Bluten beim Putzen sind dagegen die häufigsten Anzeichen einer Entzündung.

Häufige Zahnfleischprobleme bei Kindern

Gingivitis (Zahnfleischentzündung)

Sie ist das häufigste Zahnfleischproblem bei Kindern. Durch bakterielle Plaque auf den Zähnen entstehen Rötung, Schwellung und Bluten beim Putzen. Hört das Kind aus Angst vor der Blutung mit dem Putzen auf, kann sich das Bild verstärken. Mit regelmäßigem, richtigem Putzen ist es in der Regel umkehrbar.

Das Zahnen

Bei Babys und beim Wechsel von Milchzähnen zu bleibenden Zähnen können am Durchbruchsort Schwellung, Empfindlichkeit und Unruhe auftreten. Das ist meist vorübergehend. Hohes Fieber, anhaltender Durchfall oder deutliche Abgeschlagenheit sollten jedoch nicht dem Zahnen zugeschrieben werden – hier ist die Kinderärztin oder der Kinderarzt gefragt.

Virusinfektionen

Vor allem bei kleinen Kindern können manche Virusinfektionen mit Fieber, gerötetem Zahnfleisch und schmerzhaften Bläschen oder wunden Stellen im Mund einhergehen. Das Kind will dann womöglich weder essen noch trinken. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr; zur Abklärung sollten Kinderarztpraxis und Zahnarztpraxis aufgesucht werden.

Veränderungen in der Pubertät

In der Pubertät können hormonelle Veränderungen die Reaktion des Zahnfleischs auf Plaque verstärken. Schon wenig Plaque kann dann deutliche Rötung und Blutung verursachen. Lässt die Sorgfalt bei der Mundpflege nach, wird dieses Bild zusätzlich begünstigt.

Während einer kieferorthopädischen Behandlung

Brackets und Drähte erleichtern die Plaqueansammlung und erschweren die Reinigung. Zahnfleischwucherungen und Entzündungen sind während der Behandlung daher häufig. Spezielle KFO-Zahnbürsten, Interdentalbürsten und weitere zahnärztlich empfohlene Hilfsmittel sind hilfreich.

Gemeinsam ist vielen dieser Probleme, dass bakterielle Plaque nicht regelmäßig entfernt wird. Altersgerechte tägliche Pflege mit Unterstützung der Eltern ist deshalb der stärkste Schutz für die Zahnfleischgesundheit von Kindern.

Wann sollten Sie zur Zahnärztin oder zum Zahnarzt?

  • Anhaltende Blutung: Zahnfleischbluten, das trotz richtigen Putzens länger als ein bis zwei Wochen anhält.
  • Schwellung und Abszess: Schwellung um einen Zahn, eine pickelartige Erhebung oder Eiteraustritt.
  • Fieber und wunde Stellen: wunde Stellen im Mund mit Fieber, die das Essen verhindern.
  • Lockerer bleibender Zahn: Beweglichkeit bleibender Zähne ist bei Kindern selten und sollte unbedingt abgeklärt werden.
  • Anhaltender Mundgeruch: Geruch, der trotz Mundpflege nicht verschwindet.

Vorbeugung zu Hause: Tipps für Eltern

  • Früh beginnen: Reinigen Sie die Zähne ab dem ersten Zahn mit einer altersgerechten Bürste und fluoridhaltiger Zahnpasta in der zahnärztlich empfohlenen Menge.
  • Begleiten: Kinder können ihre Zähne bis zu einem gewissen Alter meist nicht allein gründlich reinigen – putzen Sie gemeinsam und putzen Sie nach.
  • Zwischenräume: Beginnen Sie im passenden Alter mit Zahnseide an den Stellen, an denen sich die Zähne berühren.
  • Ernährung: Geben Sie zuckerhaltige Speisen und Getränke nicht den ganzen Tag über, sondern nur zu festen Zeiten.
  • Vorbild sein: Kinder lernen Mundpflege am besten, indem sie ihren Eltern zuschauen.

Warum sind gesunde Milchzähne wichtig?

Milchzähne werden oft mit dem Gedanken vernachlässigt, sie fielen ja ohnehin aus. Dabei übernehmen sie wichtige Aufgaben beim Kauen, bei der Sprachentwicklung und als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Karies und Zahnfleischentzündung an Milchzähnen können Schmerzen und Infektionen verursachen und so Ernährung, Schlaf und Schulalltag des Kindes beeinträchtigen. Früh erworbene Pflegegewohnheiten werden zudem meist ins Erwachsenenalter mitgenommen. Die Kindheit ist also die Zeit, in der das Fundament für ein Leben lang gesundes Zahnfleisch gelegt wird.

Die Bedeutung regelmäßiger Kontrollen

Der erste Zahnarztbesuch wird früh empfohlen – bald nachdem der erste Zahn durchgebrochen ist. Regelmäßige Kontrollen sorgen dafür, dass Zahnfleischprobleme und Karies im Frühstadium erkannt werden. Bei DijiDent legen wir Wert darauf, mit unseren jungen Patientinnen und Patienten eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und die Untersuchung zu einer vertrauten statt beängstigenden Erfahrung zu machen.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Bluten ist meist ein Zeichen einer Entzündung und lässt bei sanftem, aber regelmäßigem Putzen in der Regel nach. Hält es an, gehen Sie zum Zahnarzt.

Leichte Unruhe und ein empfindliches Zahnfleisch können vorkommen; hohes Fieber sollte jedoch nicht dem Zahnen zugeschrieben werden – wenden Sie sich an den Kinderarzt.

Die bei Kindern häufigste Gingivitis verursacht keinen Knochenabbau und ist behandelbar. Seltene fortgeschrittene Formen erfordern eine fachärztliche Beurteilung.

Sobald sich die Zähne berühren, wird die Reinigung der Zahnzwischenräume empfohlen. Anfangs sollten die Eltern das übernehmen.

Bei kleinen Kindern wird sie wegen der Gefahr des Verschluckens meist nicht empfohlen. Bei älteren Kindern kann sie auf zahnärztliche Empfehlung infrage kommen.

Ein gesundes Lächeln beginnt im frühen Alter.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um die Zahnfleisch- und Zahngesundheit Ihres Kindes beurteilen zu lassen. In der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik bieten wir Ihrem Kind eine kindgerechte und vertrauensvolle Untersuchung.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Bei Fieber und allgemeinen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.