Implantologie

Implantatbehandlungen haben hohe Erfolgsraten – eines der wichtigsten langfristigen Probleme ist jedoch die Entzündung des Gewebes um das Implantat. Erreicht diese Entzündung den Knochen, spricht man von Periimplantitis; unbehandelt kann sie den Halt des Implantats gefährden. Wer weiß, was Periimplantitis ist, woran man sie erkennt und wie man vorbeugt, kann sein Implantat viele Jahre schützen. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul setzen wir auf Früherkennung und präventive Nachsorge.

Was ist Periimplantitis?

Bei der Periimplantitis breitet sich eine im Weichgewebe um das Implantat beginnende Entzündung auf den tragenden Knochen aus und führt zu fortschreitendem Knochenabbau. Meist gibt es eine Vorstufe: die periimplantäre Mukositis, die nur das Weichgewebe betrifft und ohne Knochenverlust verläuft. Früh erkannt, ist die Mukositis meist umkehrbar; die Periimplantitis erfordert dagegen eine umfangreichere Behandlung.

Anzeichen

  • Blutung: Blutung am Implantat beim Putzen oder bei der Sondierung.
  • Rötung und Schwellung: veränderte Farbe und Konsistenz des Zahnfleischs um das Implantat.
  • Eiteraustritt: Eiter oder schlechter Geschmack am Zahnfleischrand.
  • Zahnfleischrückgang: Implantatoberfläche oder Verbindungsteil werden sichtbar.
  • Tiefere Taschen: bei Kontrollen gemessene zunehmende Taschentiefe.
  • Knochenverlust: im Röntgenbild sinkendes Knochenniveau um das Implantat.
  • Beweglichkeit im fortgeschrittenen Stadium: Ein wackelndes Implantat weist auf erheblichen Haltverlust hin.

Anfangs verursacht Periimplantitis meist keine Schmerzen. Viele Fälle werden daher erst bei regelmäßigen Kontrollen entdeckt.

Ursachen und Risikofaktoren

Hauptursache ist bakterielle Plaque um das Implantat. Folgende Faktoren können das Risiko erhöhen:

  • Unzureichende Mundpflege und versäumte Kontrollen
  • Parodontitis in der Vorgeschichte
  • Rauchen
  • Schlecht eingestellter Diabetes
  • Schwer zu reinigender Zahnersatz
  • Unter dem Zahnfleisch verbliebene Zementreste
  • Nicht ideale Implantatposition und Überlastung

Bei zementierten Implantatkronen können unter dem Zahnfleisch verbliebene Zementreste eine schwer erkennbare Entzündungsquelle sein. Gestaltung des Zahnersatzes und Befestigungstechnik spielen daher für die Vorbeugung eine wichtige Rolle. Bei Parodontitis in der Vorgeschichte ist zudem eine regelmäßige parodontale Nachsorge wichtig, da die Bakterienflora im Mund auch das Implantatumfeld beeinflussen kann.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Bei Kontrollen werden die Taschentiefen um das Implantat gemessen sowie Blutungen und Entzündungszeichen dokumentiert. Röntgenbilder werden mit früheren Aufnahmen verglichen, um Veränderungen des Knochenniveaus zu beurteilen. Die bei Abschluss der Implantatbehandlung erhobenen Ausgangsbefunde sind daher für spätere Vergleiche sehr wertvoll.

Behandlungsoptionen

Nicht-chirurgische Behandlung

Zunächst werden Implantatoberfläche und Umgebung mit speziellen, das Implantat schonenden Instrumenten gereinigt. Antiseptische Maßnahmen und bei Bedarf unterstützende medikamentöse Therapien können geplant werden. Die häusliche Pflege wird überprüft, und ein schwer zu reinigender Zahnersatz wird angepasst. Bei Mukositis und früher Periimplantitis ist dieses Vorgehen oft wirksam.

Chirurgische Behandlung

Spricht die nicht-chirurgische Behandlung nicht ausreichend an oder besteht ein starker Knochenverlust, kann das Zahnfleisch geöffnet und die Implantatoberfläche unter direkter Sicht gereinigt werden. Je nach Form des Knochenverlusts kann das Gewebe umgeformt oder in geeigneten Fällen regenerativ mit Knochenersatzmaterial behandelt werden.

Entfernung des Implantats

Bei Implantaten mit starkem Knochenverlust und Beweglichkeit kann eine Entfernung nötig sein. Nach Abheilung des Bereichs und erneuter Bewertung der Risikofaktoren kann in geeigneten Fällen eine neue Behandlung geplant werden.

Der Behandlungsplan richtet sich individuell nach der Form des Knochenverlusts und der Position des Implantats.

Vorbeugung: die wirksamste Behandlung

  • Zahnfleischbehandlung vor dem Implantat: Eine aktive Parodontitis sollte vorher unter Kontrolle gebracht werden.
  • Richtige Planung: Implantat und Zahnersatz mithilfe digitaler Planung reinigungsfähig gestalten.
  • Tägliche Pflege: jeden Tag Reinigung um das Implantat mit passenden Hilfsmitteln.
  • Regelmäßige Kontrollen: professionelle Beurteilung und Reinigung in risikoabhängigen Abständen.
  • Risikofaktoren steuern: mit dem Rauchen aufhören und den Blutzucker gut einstellen.

Warum der Unterschied zwischen Mukositis und Periimplantitis wichtig ist

Bei der periimplantären Mukositis beschränkt sich die Entzündung auf das Weichgewebe, Knochen ist nicht verloren. In diesem Stadium kann das Gewebe durch professionelle Reinigung und verbesserte häusliche Pflege meist wieder gesund werden. Bei der Periimplantitis wächst verlorener Knochen dagegen in der Regel nicht von selbst nach, und die Behandlung wird aufwendiger. Frühe Anzeichen wie Blutungen ernst zu nehmen und Kontrollen wahrzunehmen, ist daher der wirksamste Schutz für das Implantat.

Nachsorge nach der Behandlung

Wegen Periimplantitis behandelte Implantate werden engmaschiger kontrolliert, damit die Erkrankung nicht zurückkehrt. Der Behandlungserfolg hängt maßgeblich von der anschließenden Pflege und den Kontrollen ab. Bei DijiDent nehmen wir unsere Implantatpatientinnen und -patienten auch nach Abschluss der Behandlung in ein individuelles Nachsorgeprogramm auf.

Häufig gestellte Fragen

Die Ausbreitung einer Entzündung um das Implantat auf den Knochen, die zu fortschreitendem Knochenabbau führt.

Anfangs meist nicht; deshalb sind regelmäßige Kontrollen wichtig.

Bei frühzeitigem Eingreifen ist das Ziel, die Entzündung unter Kontrolle zu bringen. Das Ergebnis hängt vom Ausmaß des Knochenabbaus ab.

Gute Mundpflege, regelmäßige Kontrollen, ein Rauchstopp und gesundes Zahnfleisch können das Risiko senken.

In geeigneten Fällen kann nach der Heilung des Bereichs eine neue Behandlung geplant werden.

Der Schutz Ihres Implantats beginnt damit, Probleme früh zu erkennen.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um das Gewebe um Ihre Implantate kontrollieren zu lassen. Lassen Sie uns Ihre Implantate gemeinsam in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik regelmäßig nachsorgen.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Behandlungsoptionen und Ergebnisse sind individuell verschieden; die Entscheidung fällt nach der klinischen Beurteilung.