Implantologie

Eine der häufigsten Fragen zur Implantatbehandlung ist, ob es eine Altersgrenze gibt. Auf der einen Seite stehen junge Menschen mit Zahnverlust, auf der anderen ältere, die wissen möchten, ob ein Implantat im höheren Alter noch möglich ist. Entscheidend für die Eignung ist tatsächlich nicht das kalendarische Alter, sondern bei jungen Menschen der Abschluss des Kieferwachstums und bei älteren der Allgemeinzustand und die Knochenstruktur. Wer die Frage nach der Altersgrenze für Implantate richtig einordnet, vermeidet unnötige Sorgen und handelt zum richtigen Zeitpunkt. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul beurteilen wir Patientinnen und Patienten jeden Alters individuell.

Implantate bei jungen Menschen: Warum warten?

Ein Implantat verwächst mit dem Knochen und bleibt fest an seinem Platz; es kann nicht wie ein natürlicher Zahn durchbrechen oder wandern. Kieferknochen und Nachbarzähne entwickeln sich in der Wachstumsphase jedoch weiter und verändern ihre Position. Ein vor Wachstumsabschluss gesetztes Implantat kann daher mit der Zeit gegenüber den Nachbarzähnen zurückbleiben oder höher liegen – mit ästhetischen und funktionellen Folgen. Deshalb wird vor einer Implantation der Abschluss des Kieferwachstums abgewartet.

Wie erkennt man den Wachstumsabschluss?

Wann das Wachstum abgeschlossen ist, ist individuell verschieden; bei Mädchen meist früher als bei Jungen. Statt einer festen Altersgrenze wird das Wachstum zahnärztlich beurteilt. Dabei können berücksichtigt werden, ob das Längenwachstum abgeschlossen ist, bei Bedarf Wachstumsindikatoren wie ein Handröntgenbild und in Abständen angefertigte Befunde. Bei vielen ist dieser Prozess nach der Pubertät, meist bis Anfang zwanzig, abgeschlossen.

Was kann man bis dahin tun?

  • Platzhalter und Provisorien: herausnehmbare oder geklebte Übergangslösungen, um die Lücke zu erhalten und für Ästhetik zu sorgen.
  • Klebebrücken: minimalinvasiv an den Nachbarzähnen befestigte Brücken können eine vorübergehende oder mittelfristige Lösung sein.
  • Kieferorthopädische Behandlung: Bei angeborenem Zahnmangel lässt sich die Lücke kieferorthopädisch offen halten oder schließen.
  • Knochenerhalt: Bei unfallbedingtem Zahnverlust können Maßnahmen zum Erhalt des Knochenvolumens erwogen werden.

Implantate im höheren Alter: Das Alter allein ist kein Hindernis

Ein hohes Alter ist für sich genommen kein Hindernis für eine Implantatbehandlung. Bei älteren Menschen mit geeignetem Gesundheitszustand und ausreichender – oder durch Knochenaufbau herstellbarer – Knochenstruktur lässt sich eine Implantatbehandlung planen. Gerade bei zahnlosen älteren Menschen können Prothesen auf wenigen Implantaten Kauleistung und Ernährungsqualität deutlich verbessern.

Worauf bei älteren Menschen geachtet wird

  • Allgemeinzustand: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und andere chronische Erkrankungen sollten gut eingestellt sein.
  • Medikamente: Blutverdünner, Osteoporosemedikamente mit Wirkung auf den Knochenstoffwechsel und weitere Medikamente.
  • Knochenqualität: Knochendichte und -volumen werden mit der DVT beurteilt.
  • Heilungsfähigkeit: Die Gewebeheilung kann im Alter langsamer sein; die Planung berücksichtigt das.
  • Fingerfertigkeit und Pflege: Die Gestaltung des Zahnersatzes richtet sich danach, wie gut die Reinigung gelingt.
  • Kognitive Situation und Unterstützung: Bei Bedarf wird die Einbindung von Angehörigen in die Pflege geplant. Diese Informationen sind für eine sichere Planung nötig.

Den Behandlungsplan an das Alter anpassen

Bei älteren Menschen kann die Behandlung so geplant werden, dass weniger chirurgische Eingriffe nötig sind und die Pflege einfach ist. So kann bei Zahnlosigkeit statt festsitzendem Zahnersatz eine leicht herausnehmbare und zu reinigende implantatgetragene Prothese gewählt werden. Mit kurzen Implantaten oder angulierter Positionierung lässt sich ein umfangreicher Knochenaufbau oft vermeiden. Die Sitzungen können kurz gehalten werden, und der Komfort steht im Vordergrund.

Was Implantate im Alter für die Lebensqualität bedeuten

Wackelnde Vollprothesen können bei zahnlosen älteren Menschen dazu führen, dass sie Speisen meiden, sich einseitig ernähren und in Gesellschaft zurückhaltender werden. Implantatgetragene Prothesen verbessern den Halt, ermöglichen eine vielfältigere Ernährung und mehr Sicherheit beim Sprechen. Implantate im Alter sollten daher nicht nur unter ästhetischen Gesichtspunkten, sondern auch im Hinblick auf die Lebensqualität betrachtet werden.

Zusammenarbeit mit anderen Ärztinnen und Ärzten

Bei chronischen Erkrankungen oder vielen Medikamenten wird vor der Implantatbehandlung in Abstimmung mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten ein gemeinsamer Plan erstellt. Entscheidungen wie das Absetzen oder Ändern der Dosis von Blutverdünnern dürfen niemals eigenmächtig getroffen werden – sie liegen bei der zuständigen Ärztin oder dem zuständigen Arzt.

Die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit

Bei jungen Menschen ist Abwarten, bei älteren ein Vorgehen mit sorgfältiger Planung oft der beste Weg. Bei DijiDent beurteilen wir nicht das Alter, sondern den Gesundheitszustand, die Knochenstruktur und die Lebensumstände des einzelnen Menschen.

Häufig gestellte Fragen

Das Kieferwachstum muss abgeschlossen sein. Der Zeitpunkt ist individuell verschieden und wird vom Zahnarzt beurteilt.

In der Regel wird abgewartet, bis das Wachstum abgeschlossen ist. In dieser Zeit können provisorische Lösungen eingesetzt werden.

Wenn Allgemeinzustand und Knochenstruktur es zulassen, ist das Alter allein kein Hindernis.

Die Risiken hängen nicht vom Alter, sondern vom allgemeinen Gesundheitszustand ab. Die Planung erfolgt nach einer ausführlichen Untersuchung.

In vielen Fällen ja; eine Anpassung der Medikamente darf nur der zuständige Arzt vornehmen.

In jedem Alter kann es eine passende Lösung für Sie geben.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um die für Ihr Alter und Ihren Gesundheitszustand passenden Implantatoptionen kennenzulernen. Lassen Sie sich individuell in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik beraten.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Ändern Sie Ihre Medikation nicht ohne Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.