Nach einer Zahnentfernung – besonders nach operativen Eingriffen – sind Schmerzen und Empfindlichkeit für eine gewisse Zeit zu erwarten. Einer der wichtigsten Wege, diese Zeit angenehm zu überstehen, ist die richtige Einnahme von Schmerzmitteln. Doch auch Schmerzmittel können wie jedes Medikament Nebenwirkungen haben und müssen bei manchen Erkrankungen vorsichtig eingesetzt werden. Wer die Grundprinzipien für Schmerzmittel nach dem Zahnziehen kennt, kann Schmerzen wirksam kontrollieren und unnötige Risiken vermeiden. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul haben wir dazu einen allgemeinen Leitfaden erstellt. Er ersetzt nicht die individuellen Empfehlungen Ihrer Zahnärztin oder Ihres Zahnarztes.
Wie verlaufen die Schmerzen nach dem Zahnziehen?
Die Schmerzen beginnen meist, wenn die Betäubung nachlässt, und sind in den ersten ein bis zwei Tagen am stärksten. In den folgenden Tagen nehmen sie allmählich ab. Nach einfachen Extraktionen bleiben sie oft gering, nach chirurgischen Eingriffen wie der Entfernung verlagerter Zähne können sie ausgeprägter sein. Nehmen die Schmerzen am zweiten bis vierten Tag zu statt ab, sollte auf eine trockene Alveole oder Infektion untersucht werden.
Grundprinzipien der Schmerzmitteleinnahme
Halten Sie sich an die zahnärztliche Empfehlung
Nach der Extraktion empfiehlt Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt je nach Umfang des Eingriffs und Ihrem Gesundheitszustand ein geeignetes Schmerzmittel und dessen Einnahme. Diese Empfehlungen mit Dosis und Abständen einzuhalten, ist die wichtigste Regel. Überschreiten Sie die empfohlene Dosis nicht und wechseln Sie Medikamente nicht eigenmächtig.
Der Zeitpunkt ist wichtig
Schmerzmittel wirken meist besser, wenn sie eingenommen werden, bevor die Schmerzen stark werden. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt kann empfehlen, die erste Dosis noch vor dem Nachlassen der Betäubung zu nehmen und in den ersten ein bis zwei Tagen in regelmäßigen Abständen. Wer wartet, bis die Schmerzen unerträglich sind, kann sie schwerer kontrollieren.
Kombinieren Sie Medikamente nicht eigenmächtig
In manchen Fällen empfehlen Zahnärztinnen und Zahnärzte Schmerzmittel mit unterschiedlichen Wirkmechanismen nach einem bestimmten Schema gemeinsam oder im Wechsel. Zwei Mittel derselben Gruppe gleichzeitig einzunehmen oder Medikamente eigenmächtig zu kombinieren, kann jedoch das Nebenwirkungsrisiko erhöhen. Fragen Sie vor der Einnahme mehrerer Medikamente unbedingt zahnärztlich oder in der Apotheke nach.
Situationen, die besondere Vorsicht erfordern
Trifft eine der folgenden Situationen auf Sie zu, erfordert die Wahl des Schmerzmittels besondere Sorgfalt. Teilen Sie diese Informationen vor der Extraktion unbedingt mit:
- Magen-Darm-Probleme: Geschwüre, Gastritis oder Magenblutungen in der Vorgeschichte; manche Schmerzmittel können den Magen reizen.
- Einnahme von Blutverdünnern: Manche Schmerzmittel können das Blutungsrisiko erhöhen.
- Nieren- und Lebererkrankungen: können die Ausscheidung von Medikamenten beeinflussen.
- Herzerkrankungen und Bluthochdruck: Manche Medikamente können diese ungünstig beeinflussen.
- Asthma: Bestimmte Schmerzmittel können bei manchen Menschen Asthmaanfälle auslösen.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Manche Schmerzmittel werden in dieser Zeit nicht empfohlen.
- Arzneimittelallergien: Geben Sie frühere allergische Reaktionen auf Medikamente unbedingt an.
- Alkoholkonsum: Alkohol zusammen mit manchen Schmerzmitteln kann Leber und Magen belasten.
Schmerzmittel bei Kindern
Bei Kindern richten sich Art und Dosis des Schmerzmittels nach Alter und Gewicht. Verwenden Sie keine für Erwachsene bestimmten Medikamente bei Kindern und bedenken Sie, dass manche Schmerzmittel für Kinder nicht empfohlen werden. Fragen Sie zur Auswahl unbedingt in der Zahnarzt- oder Kinderarztpraxis oder in der Apotheke nach.
Medikamente sicher aufbewahren
Bewahren Sie Schmerzmittel für Kinder unerreichbar auf. Sammeln Sie nach der Behandlung übrig gebliebene Medikamente nicht, um sie später eigenmächtig bei anderen Beschwerden einzunehmen; abgelaufene Medikamente können Sie in vielen Apotheken oder über den Hausmüll bzw. Schadstoffsammelstellen nach örtlichen Vorgaben entsorgen.
Antibiotika sind keine Schmerzmittel
Zur Linderung von Schmerzen nach einer Extraktion werden keine Antibiotika eingesetzt. Antibiotika werden nur verordnet, wenn die Zahnärztin oder der Zahnarzt sie wegen eines Infektionsrisikos für nötig hält. Nehmen Sie zu Hause übrig gebliebene Antibiotika nicht eigenmächtig ein.
Schmerzlinderung ohne Medikamente
- Kühlen: Am ersten Tag wiederholtes Kühlen der Wange kann Schmerzen und Schwellung verringern.
- Kopf hochlagern: im Liegen ein zusätzliches Kissen verwenden.
- Ruhe: in den ersten Tagen körperliche Anstrengung vermeiden.
- Passende Ernährung: Lauwarme, weiche Speisen verhindern eine Reizung des Bereichs.
- Nicht rauchen: Rauchen erhöht das Risiko einer trockenen Alveole, die die Schmerzen verstärken kann.
Wenn sich die Schmerzen nicht kontrollieren lassen
Lassen sich die Schmerzen trotz der empfohlenen Medikamente nicht kontrollieren, nehmen sie mit den Tagen zu oder kommen Fieber, zunehmende Schwellung, übler Geruch und Ausfluss hinzu, wenden Sie sich an Ihre Klinik. Diese Anzeichen können auf einen behandlungsbedürftigen Zustand wie eine trockene Alveole oder Infektion hinweisen. Versuchen Sie nicht, die Schmerzen allein durch Erhöhen der Dosis in den Griff zu bekommen.
Auf Nebenwirkungen achten
Bemerken Sie während der Einnahme Magenschmerzen, schwarzen Stuhl, Ausschlag, Juckreiz, Atemnot oder eine Gesichtsschwellung, setzen Sie das Medikament ab und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf.
Häufig gestellte Fragen
Nehmen Sie das Mittel, das Ihr Zahnarzt passend zu Ihrem Gesundheitszustand empfiehlt; wählen Sie Medikamente nicht selbst aus.
Meist wirkt es besser, wenn es eingenommen wird, bevor die Schmerzen stark werden; halten Sie sich an den empfohlenen Zeitpunkt.
Nur wenn Ihr Arzt oder Apotheker es empfiehlt. Kombinieren Sie Medikamente nicht auf eigene Faust.
Meist sind sie am ersten und zweiten Tag am stärksten und lassen dann allmählich nach.
Erhöhen Sie nicht die Dosis, sondern wenden Sie sich an Ihre Praxis; eine Abklärung auf trockene Alveole oder Infektion kann nötig sein.
Die richtige Begleitung für eine schmerzfreie Heilung.
Kontaktieren Sie uns bei Fragen zur Schmerzbehandlung oder Medikamenteneinnahme nach dem Zahnziehen. Begleiten wir Ihre Heilung eng in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche, zahnärztliche oder pharmazeutische Beratung. Wahl und Dosis von Medikamenten sollten nur zahnärztlich bzw. ärztlich festgelegt werden.


