Zahnentfernung und Oralchirurgie

Operative und einfache Zahnentfernung: Der Unterschied – Methoden der Zahnextraktion – mit DijiDent in der Türkei

Bei „Zahn ziehen“ denken die meisten an einen einzigen Eingriff – tatsächlich werden Zähne je nach Zustand mit unterschiedlichen Methoden entfernt. Vollständig sichtbare Zähne mit intakten Wurzeln lassen sich meist einfach extrahieren, während verlagerte, gebrochene Zähne oder solche mit komplexer Wurzelform ein chirurgisches Vorgehen erfordern können. Wer den Unterschied zwischen operativer und einfacher Zahnentfernung kennt, versteht die empfohlene Methode besser und ist auf die Heilung vorbereitet. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul erläutern wir vor der Extraktion Methode und Gründe.

Einfache (normale) Zahnentfernung

Die einfache Extraktion wird bei Zähnen angewendet, die vollständig sichtbar und mit speziellen Instrumenten direkt erreichbar sind. Nach der örtlichen Betäubung wird der Zahn mit sogenannten Hebeln (Elevatoren) in seinem Fach leicht gelockert und anschließend mit einer Extraktionszange behutsam entfernt. Ein Schnitt im Zahnfleisch oder das Abtragen von Knochen ist nicht nötig.

Wann wird einfach extrahiert?

  • Vollständig durchgebrochene Zähne
  • Zähne mit geraden, intakten Wurzeln
  • Durch fortgeschrittene Parodontitis gelockerte Zähne
  • Ein großer Teil der kieferorthopädisch bedingten Extraktionen
  • Nicht rechtzeitig ausgefallene Milchzähne

Operative Zahnentfernung

Die operative Entfernung wird gewählt, wenn der Zahn nicht direkt erreichbar ist oder sich nicht sicher in einem Stück entfernen lässt. Unter örtlicher Betäubung wird das Zahnfleisch geöffnet, bei Bedarf Knochen um den Zahn kontrolliert abgetragen und der Zahn gegebenenfalls zerteilt entfernt. Am Ende wird der Bereich vernäht.

Wann ist eine operative Entfernung nötig?

  • Verlagerte oder teilweise durchgebrochene Zähne: vor allem Weisheitszähne und verlagerte Eckzähne.
  • Gebrochene Zähne und Wurzelreste: unter dem Zahnfleischrand abgebrochene Zähne oder im Knochen verbliebene Wurzeln.
  • Gekrümmte oder gespreizte Wurzeln: Wurzeln, die bei einfacher Extraktion abbrechen könnten.
  • Mit dem Knochen verwachsene Wurzeln: kommt besonders bei wurzelbehandelten Zähnen vor.
  • Dicker, dichter Knochen: erschwert das Lockern des Zahns.
  • Nähe zu anatomischen Strukturen: Wurzeln sehr nah an Nervkanal oder Kieferhöhle.

Vergleich

Dauer des Eingriffs

Einfache Extraktionen dauern meist nur kurz. Die Dauer operativer Entfernungen hängt von Lage und Schwierigkeit des Zahns ab und ist meist länger.

Betäubung und Komfort

Beide Methoden erfolgen meist unter örtlicher Betäubung; Schmerzen sind währenddessen nicht zu erwarten. Bei operativen Entfernungen kann das Druck- und Vibrationsgefühl ausgeprägter sein. Bei ängstlichen Patientinnen und Patienten oder umfangreichen Eingriffen können Sedierungsoptionen erwogen werden.

Heilungsverlauf

Nach einfachen Extraktionen verläuft die Heilung meist schneller und angenehmer. Nach operativen Entfernungen können Schwellung, Schmerzen und eingeschränkte Mundöffnung ausgeprägter sein und einige Tage anhalten. Die Fäden werden meist nach etwa einer Woche entfernt oder lösen sich von selbst auf.

Wie wird die Methode festgelegt?

Klinische Untersuchung und Röntgenbilder geben Aufschluss über Lage des Zahns, Zahl und Form der Wurzeln, Knochendichte und die Beziehung zu benachbarten Strukturen. Bei komplexen Fällen hilft eine DVT bei Planung und Risikobewertung. Mitunter muss bei einer als einfach geplanten Extraktion – etwa weil eine Wurzel abbricht – zu einem chirurgischen Vorgehen gewechselt werden; diese Möglichkeit wird vorab besprochen.

Das ist keine Komplikation, sondern ein geplanter Methodenwechsel, um den Zahn sicher zu entfernen.

Gewebeschonende Extraktion

In Bereichen, in denen später ein Implantat geplant ist, ist es wichtig, Knochen und Zahnfleisch bei der Extraktion möglichst zu erhalten. Mit speziellen Instrumenten und Techniken wie dem Zerteilen des Zahns sollen die Knochenwände geschont werden. In geeigneten Fällen kann Knochenersatzmaterial in die Alveole eingebracht (Socket Preservation) oder in derselben Sitzung implantiert werden.

Empfehlungen nach der Extraktion

  • Tupfer: Beißen Sie für die angegebene Zeit leicht auf den Gazetupfer.
  • Kühlen: Kühlen Sie am ersten Tag immer wieder die Wange.
  • Ernährung: Nach Abklingen der Betäubung lauwarme, weiche Kost bevorzugen.
  • Spülen und Ausspucken: Am ersten Tag nicht kräftig spülen oder ausspucken.
  • Rauchen: Verzichten Sie darauf, da es das Risiko einer trockenen Alveole erhöht.
  • Medikamente: Nehmen Sie die empfohlenen Medikamente wie angegeben ein.

Besondere Situationen

Bei Einnahme von Blutverdünnern, Herzerkrankungen, Diabetes oder Erkrankungen des Immunsystems kann vor der Extraktion eine zusätzliche Beurteilung nötig sein. Bestimmte Osteoporose- und Krebsmedikamente mit Wirkung auf den Knochenstoffwechsel können das Risiko von Heilungsstörungen im Kieferknochen erhöhen und werden bei der Planung besonders berücksichtigt. Nehmen Sie solche Medikamente ein, informieren Sie bitte unbedingt Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt; Änderungen der Medikation darf nur die zuständige Ärztin oder der zuständige Arzt vornehmen.

Warnzeichen

Bei nicht stillbarer Blutung, nach einigen Tagen zunehmenden starken Schmerzen, hohem Fieber, wachsender Schwellung oder anhaltendem Taubheitsgefühl wenden Sie sich bitte an Ihre Klinik.

Häufig gestellte Fragen

Es ist eine Extraktionsmethode, bei der der Zahn durch Eröffnen des Zahnfleischs und, falls nötig, durch Abtragen von Knochen entfernt wird.

Dank der örtlichen Betäubung sind während des Eingriffs keine Schmerzen zu spüren; danach können Schwellungen und Schmerzen ausgeprägter sein als bei einer einfachen Extraktion.

Wurzeln, die unterhalb des Zahnfleischniveaus verblieben sind, werden in der Regel chirurgisch entfernt.

Manche Fäden lösen sich von selbst auf; andere werden in der Regel nach etwa einer Woche entfernt.

Gewebeschonende Extraktionstechniken können dazu beitragen, den Knochen für ein späteres Implantat zu erhalten.

Die richtige Methode ist der Anfang einer angenehmen Heilung.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um die für Ihren Zahn geeignete Extraktionsmethode und den Ablauf kennenzulernen. Planen wir Ihre Behandlung gemeinsam mithilfe bildgebender Verfahren in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Die Extraktionsmethode wird nach klinischer und radiologischer Beurteilung zahnärztlich festgelegt.