Der in der Praxis abgeschlossene Teil der Zahnfleischbehandlung ist nur ein Teil des Prozesses. Ob die erreichte Besserung erhalten bleibt, hängt maßgeblich davon ab, was danach geschieht.
Behandlung von Zahnfleischtaschen: Wozu dient die Tiefenreinigung? – mit DijiDent in der Türkei
Schreitet eine Zahnfleischerkrankung fort, vertieft sich der Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch, und die dort angesammelten Ablagerungen lassen sich mit normalen Reinigungsmethoden nicht mehr entfernen. Die Maßnahme, die dann zum Einsatz kommt, unterscheidet sich von einer oberflächlichen Reinigung. Die Behandlung von Zahnfleischtaschen entfernt die Entzündungsquelle aus der Tiefe und ermöglicht so die Heilung des Gewebes. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul führen wir diese Behandlung nach einem messungsbasierten Programm durch.
Der Unterschied zur normalen Reinigung
Die routinemäßige Zahnsteinentfernung zielt vor allem auf Ablagerungen oberhalb des Zahnfleischs. Bei der Taschenbehandlung werden dagegen die unter dem Zahnfleisch an der Wurzeloberfläche haftenden Ablagerungen entfernt und die Wurzeloberfläche geglättet.
Diese Unterscheidung ist wichtig, denn auf einer rauen Wurzeloberfläche haften Bakterien leichter. Wird die Oberfläche nicht geglättet, flammt die Entzündung trotz Reinigung bald wieder auf.
Wie läuft die Behandlung ab?
Zunächst werden im gesamten Mund die Taschentiefen gemessen und die Blutungspunkte dokumentiert. Dieser Befund ist sowohl für die Planung als auch für die spätere Erfolgskontrolle notwendig.
Bei der Behandlung werden Ultraschall- und Handinstrumente kombiniert. Bei tiefen Taschen und empfindlichen Patientinnen und Patienten erfolgt eine örtliche Betäubung, sodass die Behandlung schmerzfrei ist. Es wird abschnittsweise gearbeitet, da die Behandlung des gesamten Mundes in einer einzigen Sitzung unter Betäubung weder für den Komfort noch für die Qualität ideal sein muss.
Deshalb wird die Behandlung meist auf mehrere Sitzungen verteilt. Das bedeutet keine unnötige Verlängerung, sondern dass jedem Bereich ausreichend Zeit gewidmet wird.
Was ist danach zu erwarten?
- In den ersten Tagen kann Kälteempfindlichkeit auftreten, die meist mit der Zeit nachlässt.
- Leichte Empfindlichkeit und geringe Blutungen des Zahnfleischs sind normal.
- Wenn die Entzündung abklingt und das Gewebe sich strafft, kann das Zahnfleisch etwas zurückgehen.
- Zuvor unbemerkte Lücken zwischen den Zähnen können sichtbar werden.
- Vorübergehend kann ein Gefühl leichter Zahnbeweglichkeit auftreten.
Die beiden letzten Punkte beunruhigen Patientinnen und Patienten am meisten. Diese Veränderungen bedeuten nicht, dass die Behandlung geschadet hat – sondern dass das geschwollene, entzündete Gewebe abschwillt und den tatsächlichen Zustand sichtbar macht. Es ist wichtig, diese Möglichkeit schon vor der Behandlung zu besprechen.
Die Heilungsphase
Nach der Behandlung empfehlen wir für einige Tage weiche Kost und den Verzicht auf sehr heiße, sehr kalte, säurehaltige und scharfe Speisen. Mit dem Putzen sollten Sie nicht aufhören; reinigen Sie sanft mit einer weichen Bürste weiter. Bei Bedarf empfiehlt Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt unterstützende Maßnahmen.
Rauchen beeinträchtigt die Heilungsreaktion des Gewebes. Bei Patientinnen und Patienten in Parodontitisbehandlung wird dieses Thema eigens angesprochen: Ein Rauchstopp ist der wichtigste veränderbare Faktor, der das Behandlungsergebnis deutlich beeinflussen kann.
Wie wird das Ergebnis beurteilt?
Nach einer gewissen Zeit erfolgt eine Nachuntersuchung. Die Taschentiefen werden erneut gemessen und die Blutungspunkte dokumentiert. Der Vergleich mit dem Ausgangsbefund macht das Ansprechen objektiv sichtbar.
Ziel ist, dass die Taschentiefen abnehmen und die Blutungen aufhören. In manchen Bereichen kann das Ansprechen unzureichend sein; dann werden chirurgische Verfahren erwogen. Diese Behandlung ist also zugleich die Phase, in der sich entscheidet, ob ein chirurgischer Eingriff nötig ist.
Schließt sich die Tasche vollständig?
Klingt die Entzündung ab, strafft sich das Gewebe und die Taschentiefe nimmt ab. Da verlorener Knochen und verlorenes Halteapparatgewebe jedoch nicht nachwachsen, kann an manchen Stellen eine gewisse Tiefe bestehen bleiben. Entscheidend ist, dass diese Stellen blutungsfrei und stabil sind.
Antibiotika und unterstützende Maßnahmen
Grundlage der Parodontitisbehandlung ist die mechanische Reinigung; Antibiotika ersetzen sie nicht. In bestimmten Fällen – etwa bei rasch fortschreitenden Formen oder Bereichen, die nicht ansprechen – kann ein unterstützender Einsatz erwogen werden. Auch lokal in die Tasche eingebrachte antimikrobielle Präparate kommen in manchen Fällen infrage. Diese Entscheidungen trifft Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt; eine eigenmächtige Antibiotikaeinnahme kann mehr schaden als nützen.
Nachsorgesitzungen
Sie sind die wichtigste Fortsetzung dieser Behandlung. Die Parodontitis wird unter Kontrolle gebracht, die Neigung zum Wiederauftreten bleibt jedoch. Deshalb werden regelmäßige Nachsorgesitzungen geplant, die sich von einer Routinereinigung unterscheiden: In jeder Sitzung werden die Messungen wiederholt und es wird überwacht, ob die Erkrankung wieder aktiv wird.
Häufig gestellte Fragen
Unter örtlicher Betäubung sind keine Schmerzen zu erwarten; danach kann eine kurzzeitige Empfindlichkeit auftreten.
Das hängt von Anzahl und Tiefe der Taschen ab; meist wird die Behandlung auf mehrere Sitzungen verteilt.
Es kann vorübergehend ein Lockerheitsgefühl auftreten; es lässt meist nach, wenn das Gewebe heilt.
Nicht in jedem Fall. Über den Einsatz entscheidet Ihr Zahnarzt.
Werden Pflege und Nachsorgetermine vernachlässigt, kann die Erkrankung fortschreiten; deshalb ist die Verlaufskontrolle wichtig.
Die Tiefenreinigung ist einer der wirksamsten Schritte zum Schutz Ihrer Zähne.
Ihre Taschentiefen werden gemessen und ein individuelles Behandlungsprogramm wird erstellt. Kontaktieren Sie uns für einen Termin; lassen Sie sich in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik untersuchen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Behandlungsplan und Anzahl der Sitzungen werden nach klinischer und radiologischer Beurteilung festgelegt.

