Bei Stress denkt man meist an Schlafprobleme, Verdauung oder Kopfschmerzen – kaum an die Mundgesundheit.
Zahnfleischgesundheit in der Schwangerschaft: Pflege, die nicht aufgeschoben werden sollte – mit DijiDent in der Türkei
Die Mundgesundheit wird in der Schwangerschaft häufig hintangestellt. Dabei machen hormonelle Veränderungen das Zahnfleisch gerade in dieser Zeit empfindlicher, und die Pflege wird wichtiger. Werden Zahnfleischbeschwerden in der Schwangerschaft vernachlässigt, kann das sowohl das Wohlbefinden der werdenden Mutter als auch die Mundgesundheit beeinträchtigen. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul begleiten wir schwangere Patientinnen auch in dieser Phase.
Warum nehmen die Beschwerden zu?
Die in der Schwangerschaft steigenden Hormonspiegel verstärken die Entzündungsreaktion des Zahnfleischs auf Plaque. Dieselbe Plaquemenge kann eine stärkere Reaktion hervorrufen als vor der Schwangerschaft. Dieses Bild heißt Schwangerschaftsgingivitis und ist sehr häufig.
Anzeichen sind Rötung, Schwellung und Bluten beim Putzen – meist im Frontzahnbereich ausgeprägter. Wichtig ist, es nicht mit „Das ist in der Schwangerschaft normal“ abzutun, denn bei guter Plaquekontrolle bessert sich das Bild deutlich.
Zahnfleischwucherung in der Schwangerschaft
Bei manchen Schwangeren bildet sich – meist zwischen den Zähnen – eine rote, leicht blutende Wucherung am Zahnfleisch. Diese im Volksmund auch „Schwangerschaftstumor“ genannte Veränderung (Epulis gravidarum) ist eine gutartige, entzündlich bedingte Gewebereaktion und hat nichts mit Krebs zu tun.
In den meisten Fällen bildet sie sich nach der Geburt von selbst zurück. Behindert sie beim Essen oder blutet ständig, sollte sie untersucht werden. Wenn Sie eine solche Veränderung bemerken, kommen Sie einfach ohne Sorge zur Kontrolle.
Die Auswirkungen von Übelkeit und Erbrechen
Häufiges Erbrechen bringt Magensäure in Kontakt mit den Zahnoberflächen und kann den Zahnschmelz schwächen. Dabei gilt ein wichtiger Hinweis: Wer direkt nach dem Erbrechen die Zähne putzt, kann den durch Säure aufgeweichten Schmelz abtragen.
Spülen Sie stattdessen zunächst mit Wasser oder einer zahnärztlich empfohlenen Lösung und putzen Sie erst nach einer Weile. Fällt das Putzen wegen der Übelkeit schwer, können eine Bürste mit kleinem Kopf und eine geschmacksneutralere Zahnpasta helfen.
Ist eine Behandlung möglich?
Ja. Die Mundgesundheit sollte in der Schwangerschaft nicht aufgeschoben, sondern im Gegenteil gezielt begleitet werden. Routineuntersuchungen, professionelle Zahnreinigung und dringend notwendige Behandlungen sind in dieser Zeit möglich.
Der allgemeine Grundsatz: Nicht dringliche, aufschiebbare ästhetische Behandlungen werden auf die Zeit nach der Geburt verlegt; bei Entzündung, Schmerzen oder Infektion wird die Behandlung jedoch nicht aufgeschoben. Eine unbehandelte Infektion birgt mehr Risiken als ein Aufschub.
Teilen Sie Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt unbedingt mit, dass Sie schwanger sind, in welcher Woche Sie sich befinden und ob Besonderheiten bestehen. Bei Bedarf wird die Planung mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt abgestimmt.
Bildgebung und Medikamente
Sind Röntgenaufnahmen nötig, werden sie mit Schutzmaßnahmen und nur bei echter Notwendigkeit angefertigt. Moderne Geräte arbeiten mit deutlich geringerer Dosis. Dennoch wird die Notwendigkeit in jedem Fall gesondert geprüft.
Treffen Sie bei Medikamenten keine eigenen Entscheidungen. Schmerzmittel und Antibiotika werden unter Berücksichtigung der Schwangerschaft zahnärztlich geplant.
Ernährung und Zahngesundheit
Häufigeres Naschen in der Schwangerschaft kann dazu führen, dass das Mundmilieu lange sauer bleibt, und erhöht das Kariesrisiko. Bei Zwischenmahlzeiten neutralere Lebensmittel statt Süßem zu wählen und danach mit Wasser zu spülen, ist eine schützende Gewohnheit. Ausreichendes Trinken hilft zudem gegen Mundtrockenheit.
Kontrolle vor der Schwangerschaft
Am besten lassen Sie bei geplanter Schwangerschaft vorher Ihre Mundgesundheit überprüfen. Werden vorhandene Karies und Zahnfleischprobleme in dieser Zeit behoben, sinkt der Behandlungsbedarf während der Schwangerschaft erheblich – das ist der bequemste Weg, sowohl für das Wohlbefinden als auch für die Planung.
Nach der Geburt
Ein Teil der Beschwerden bildet sich nach der Geburt zurück; eine vollständige Selbstheilung sollte man jedoch nicht erwarten. Wir empfehlen in dieser Zeit eine Kontrolluntersuchung und gegebenenfalls die Behandlung einer verbliebenen Entzündung.
Häufig gestellte Fragen
Notfälle werden nicht aufgeschoben. Den geeigneten Zeitraum für Routinebehandlungen planen Sie mit Ihrem Zahnarzt.
In der Regel ja, und sie ist für die Zahnfleischgesundheit von Vorteil.
Die Wahl des geeigneten Mittels und der Dosis trifft Ihr Zahnarzt; es ist wichtig, dass Sie Ihre Schwangerschaft erwähnen.
Nein. Es handelt sich um eine gutartige, entzündlich bedingte Veränderung; sie sollte dennoch untersucht werden.
Ja. Wenn Sie Ihre Situation mitteilen, wird die Planung entsprechend angepasst.
Die Mundgesundheit sollte in der Schwangerschaft nicht aufgeschoben werden.
Wenn Sie Blutungen, Schwellungen oder Schmerzen haben, lassen Sie sich untersuchen. Kontaktieren Sie uns für einen Termin; lassen Sie sich in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik dabei helfen, diese Zeit beschwerdefrei zu erleben.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Behandlungen und Medikamente in der Schwangerschaft werden in Abstimmung zwischen Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt und Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt geplant.
Was sind Zahnfleischerkrankungen? Das Fundament Ihrer Zähne schützen mit DijiDent in der Türkei
Zähne gehen nicht so oft durch Karies verloren, wie man denkt; bei Erwachsenen ist ein großer Teil auf den Verlust des Halteapparats zurückzuführen. Ein gesund wirkender Zahn kann zu wackeln beginnen, weil der Knochen darunter abgebaut wurde. Eine Zahnfleischerkrankung wird oft spät erkannt, weil sie meist schmerzfrei verläuft – und das ist ihre gefährlichste Eigenschaft. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul gehört die Früherkennung dieser Erkrankung zu unseren Prioritäten.
Was hält den Zahn?
Ein Zahn steht nicht für sich allein im Knochen. Ihn hält ein Stützsystem: das Zahnfleisch, die Fasern, die den Zahn mit dem Knochen verbinden, die Zementschicht auf der Wurzeloberfläche und der umgebende Alveolarknochen. Diese Strukturen zusammen nennt man Parodontium, und das Fachgebiet, das sich damit befasst, ist die Parodontologie.
Die Erkrankung schreitet in diesem Stützsystem fort. Das Problem liegt also nicht im Zahn selbst, sondern im Fundament, das ihn trägt.
Wie beginnt sie?
Der Prozess beginnt mit bakterieller Plaque. Wird diese weiche Schicht, die sich ständig auf den Zähnen bildet, nicht regelmäßig entfernt, entsteht am Zahnfleischrand eine Entzündungsreaktion. Dieses erste Stadium ist die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und ist umkehrbar.
Mit der Zeit mineralisiert die Plaque zu Zahnstein. Zahnstein bildet eine harte, raue Oberfläche, lässt sich nicht wegputzen und begünstigt neue Plaque. Geht der Prozess weiter, dringt die Entzündung in die Tiefe vor; die Fasern, die den Zahn mit dem Knochen verbinden, und der Knochen selbst gehen verloren. In diesem Stadium – der Parodontitis – ist die Erkrankung nicht mehr umkehrbar, sondern lässt sich nur noch stoppen.
Anzeichen
- Bluten beim Zähneputzen oder bei der Benutzung von Zahnseide
- Rötung, Schwellung und Empfindlichkeit des Zahnfleischs
- Anhaltender Mundgeruch oder schlechter Geschmack
- Zahnfleischrückgang und länger wirkende Zähne
- Neue Lücken zwischen den Zähnen
- Eiter, der bei Druck aus dem Zahnfleisch austritt
- Zahnlockerung oder Veränderungen des Bisses
Zahnfleischbluten ist das am häufigsten ignorierte Anzeichen. Gesundes Zahnfleisch blutet beim Putzen nicht; Bluten ist ein Zeichen von Entzündung und sollte nicht als normal gelten.
Warum verläuft sie schmerzfrei?
Der Verlust des Halteapparats reizt die Nervenenden meist nicht direkt. Deshalb kann ein Patient jahrelang beschwerdefrei sein und erst kommen, wenn die Zähne wackeln. In diesem Stadium lässt sich verlorener Knochen nur begrenzt zurückgewinnen. Der Unterschied zwischen einem einfachen Eingriff im Frühstadium und einer umfassenden Behandlung im fortgeschrittenen Stadium ist deshalb sehr groß.
Risikofaktoren
- Unzureichende Mundhygiene: Der Hauptfaktor.
- Rauchen: Beeinträchtigt die Gewebereaktion und kann Blutungen verschleiern.
- Genetische Veranlagung: Früher Zahnverlust in der Familie ist ein wichtiger Hinweis.
- Diabetes: Ein schlecht eingestellter Blutzucker und Parodontitis werden wechselseitig in Verbindung gebracht.
- Stress und Immunlage: Können die Gewebereaktion beeinflussen.
- Hormonelle Phasen: Schwangerschaft und Pubertät können das Gewebe empfindlicher machen.
- Bestimmte Medikamente: Können Zahnfleischwucherungen oder Mundtrockenheit verursachen.
- Schiefe Zähne und ungenaue Versorgungen: Erschweren die Reinigung.
Zusammenhang mit der allgemeinen Gesundheit
Zwischen Parodontitis und manchen Allgemeinerkrankungen werden Zusammenhänge beschrieben. Vor allem bei Diabetes ist von einer Wechselwirkung in beide Richtungen die Rede: Ein schlecht eingestellter Diabetes kann die Zahnfleischgesundheit beeinträchtigen, und eine fortgeschrittene parodontale Entzündung kann die Blutzuckereinstellung erschweren. Auch Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Gesundheit und Schwangerschaftsverlauf werden erforscht. Es handelt sich um Befunde auf Ebene von Zusammenhängen; sie sollten nicht als direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung dargestellt werden.
Behandlung
Grundlage der Behandlung ist die Entfernung der Ablagerungen, die die Entzündung verursachen. Im ersten Schritt erfolgen eine professionelle Reinigung und bei Bedarf eine Glättung der Wurzeloberflächen. Danach wird die Gewebereaktion beurteilt. In fortgeschrittenen Fällen kommen chirurgische Ansätze und Verfahren zur Geweberegeneration infrage.
Entscheidend ist aber die Erhaltungsphase. Wird die häusliche Pflege nicht regelmäßig fortgeführt und werden Kontrollen ausgelassen, schreitet die Erkrankung wieder fort. Eine Parodontitistherapie ist daher kein einmaliger Eingriff, sondern ein langfristiges Programm.
Häufig gestellte Fragen
Sie können in jedem Alter auftreten; mit zunehmendem Alter werden sie häufiger. Auch bei Kindern und Jugendlichen kann sich eine Zahnfleischentzündung entwickeln.
Nein. Gesundes Zahnfleisch blutet beim Zähneputzen nicht; eine Untersuchung ist erforderlich.
Von selbst wächst er nicht nach. In manchen Fällen kommen Maßnahmen zur Regeneration in Betracht.
Bakterien können durch engen Kontakt übertragen werden; die Entstehung der Erkrankung hängt jedoch von der persönlichen Veranlagung und der Pflege ab.
Bei Bedarf wird eine örtliche Betäubung durchgeführt; eine kurzzeitige Empfindlichkeit nach dem Eingriff ist normal.
Das legt Ihr Zahnarzt entsprechend Ihrem Risiko fest; nach einer Parodontalbehandlung sind die Abstände kürzer.
Vernachlässigen Sie nicht das Fundament, das Ihre Zähne hält.
Wenn Sie Bluten, Druckempfindlichkeit oder Zahnfleischrückgang bemerkt haben, lassen Sie sich frühzeitig untersuchen. Kontaktieren Sie uns für einen Termin; lassen Sie uns Ihren parodontalen Zustand in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik untersuchen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Diagnose und Behandlung werden nach der klinischen Beurteilung festgelegt.

