Parodontologie

Was sind Zahnfleischerkrankungen? Das Fundament Ihrer Zähne schützen mit DijiDent in der Türkei

Zähne gehen nicht so oft durch Karies verloren, wie man denkt; bei Erwachsenen ist ein großer Teil auf den Verlust des Halteapparats zurückzuführen. Ein gesund wirkender Zahn kann zu wackeln beginnen, weil der Knochen darunter abgebaut wurde. Eine Zahnfleischerkrankung wird oft spät erkannt, weil sie meist schmerzfrei verläuft – und das ist ihre gefährlichste Eigenschaft. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul gehört die Früherkennung dieser Erkrankung zu unseren Prioritäten.

Was hält den Zahn?

Ein Zahn steht nicht für sich allein im Knochen. Ihn hält ein Stützsystem: das Zahnfleisch, die Fasern, die den Zahn mit dem Knochen verbinden, die Zementschicht auf der Wurzeloberfläche und der umgebende Alveolarknochen. Diese Strukturen zusammen nennt man Parodontium, und das Fachgebiet, das sich damit befasst, ist die Parodontologie.

Die Erkrankung schreitet in diesem Stützsystem fort. Das Problem liegt also nicht im Zahn selbst, sondern im Fundament, das ihn trägt.

Wie beginnt sie?

Der Prozess beginnt mit bakterieller Plaque. Wird diese weiche Schicht, die sich ständig auf den Zähnen bildet, nicht regelmäßig entfernt, entsteht am Zahnfleischrand eine Entzündungsreaktion. Dieses erste Stadium ist die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und ist umkehrbar.

Mit der Zeit mineralisiert die Plaque zu Zahnstein. Zahnstein bildet eine harte, raue Oberfläche, lässt sich nicht wegputzen und begünstigt neue Plaque. Geht der Prozess weiter, dringt die Entzündung in die Tiefe vor; die Fasern, die den Zahn mit dem Knochen verbinden, und der Knochen selbst gehen verloren. In diesem Stadium – der Parodontitis – ist die Erkrankung nicht mehr umkehrbar, sondern lässt sich nur noch stoppen.

Anzeichen

  • Bluten beim Zähneputzen oder bei der Benutzung von Zahnseide
  • Rötung, Schwellung und Empfindlichkeit des Zahnfleischs
  • Anhaltender Mundgeruch oder schlechter Geschmack
  • Zahnfleischrückgang und länger wirkende Zähne
  • Neue Lücken zwischen den Zähnen
  • Eiter, der bei Druck aus dem Zahnfleisch austritt
  • Zahnlockerung oder Veränderungen des Bisses

Zahnfleischbluten ist das am häufigsten ignorierte Anzeichen. Gesundes Zahnfleisch blutet beim Putzen nicht; Bluten ist ein Zeichen von Entzündung und sollte nicht als normal gelten.

Warum verläuft sie schmerzfrei?

Der Verlust des Halteapparats reizt die Nervenenden meist nicht direkt. Deshalb kann ein Patient jahrelang beschwerdefrei sein und erst kommen, wenn die Zähne wackeln. In diesem Stadium lässt sich verlorener Knochen nur begrenzt zurückgewinnen. Der Unterschied zwischen einem einfachen Eingriff im Frühstadium und einer umfassenden Behandlung im fortgeschrittenen Stadium ist deshalb sehr groß.

Risikofaktoren

  • Unzureichende Mundhygiene: Der Hauptfaktor.
  • Rauchen: Beeinträchtigt die Gewebereaktion und kann Blutungen verschleiern.
  • Genetische Veranlagung: Früher Zahnverlust in der Familie ist ein wichtiger Hinweis.
  • Diabetes: Ein schlecht eingestellter Blutzucker und Parodontitis werden wechselseitig in Verbindung gebracht.
  • Stress und Immunlage: Können die Gewebereaktion beeinflussen.
  • Hormonelle Phasen: Schwangerschaft und Pubertät können das Gewebe empfindlicher machen.
  • Bestimmte Medikamente: Können Zahnfleischwucherungen oder Mundtrockenheit verursachen.
  • Schiefe Zähne und ungenaue Versorgungen: Erschweren die Reinigung.

Zusammenhang mit der allgemeinen Gesundheit

Zwischen Parodontitis und manchen Allgemeinerkrankungen werden Zusammenhänge beschrieben. Vor allem bei Diabetes ist von einer Wechselwirkung in beide Richtungen die Rede: Ein schlecht eingestellter Diabetes kann die Zahnfleischgesundheit beeinträchtigen, und eine fortgeschrittene parodontale Entzündung kann die Blutzuckereinstellung erschweren. Auch Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Gesundheit und Schwangerschaftsverlauf werden erforscht. Es handelt sich um Befunde auf Ebene von Zusammenhängen; sie sollten nicht als direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung dargestellt werden.

Behandlung

Grundlage der Behandlung ist die Entfernung der Ablagerungen, die die Entzündung verursachen. Im ersten Schritt erfolgen eine professionelle Reinigung und bei Bedarf eine Glättung der Wurzeloberflächen. Danach wird die Gewebereaktion beurteilt. In fortgeschrittenen Fällen kommen chirurgische Ansätze und Verfahren zur Geweberegeneration infrage.

Entscheidend ist aber die Erhaltungsphase. Wird die häusliche Pflege nicht regelmäßig fortgeführt und werden Kontrollen ausgelassen, schreitet die Erkrankung wieder fort. Eine Parodontitistherapie ist daher kein einmaliger Eingriff, sondern ein langfristiges Programm.

Häufig gestellte Fragen

Sie können in jedem Alter auftreten; mit zunehmendem Alter werden sie häufiger. Auch bei Kindern und Jugendlichen kann sich eine Zahnfleischentzündung entwickeln.

Nein. Gesundes Zahnfleisch blutet beim Zähneputzen nicht; eine Untersuchung ist erforderlich.

Von selbst wächst er nicht nach. In manchen Fällen kommen Maßnahmen zur Regeneration in Betracht.

Bakterien können durch engen Kontakt übertragen werden; die Entstehung der Erkrankung hängt jedoch von der persönlichen Veranlagung und der Pflege ab.

Bei Bedarf wird eine örtliche Betäubung durchgeführt; eine kurzzeitige Empfindlichkeit nach dem Eingriff ist normal.

Das legt Ihr Zahnarzt entsprechend Ihrem Risiko fest; nach einer Parodontalbehandlung sind die Abstände kürzer.

Vernachlässigen Sie nicht das Fundament, das Ihre Zähne hält.

Wenn Sie Bluten, Druckempfindlichkeit oder Zahnfleischrückgang bemerkt haben, lassen Sie sich frühzeitig untersuchen. Kontaktieren Sie uns für einen Termin; lassen Sie uns Ihren parodontalen Zustand in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik untersuchen.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Diagnose und Behandlung werden nach der klinischen Beurteilung festgelegt.