Parodontologie

Zahnfleischrückgang: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten – mit DijiDent in der Türkei

Wenn das Zahnfleisch sich von der Wurzeloberfläche zurückzieht, hat das ästhetische wie funktionelle Folgen. Die Zähne wirken länger, die Wurzel liegt frei, und Empfindlichkeiten beginnen. Zahnfleischrückgang lässt sich nicht auf eine einzige Ursache zurückführen – eine wirksame Behandlung ist nur möglich, wenn die Ursache bekannt ist. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul steht bei diesen Fällen deshalb zuerst die Ursachenanalyse.

Ursachen

  • Parodontitis: Rückgang infolge des Verlusts von Haltegewebe.
  • Zu starkes Putzen: falsche Technik und zu harte Bürsten.
  • Dünner Zahnfleischtyp: erblich bedingt dünnes, empfindliches Gewebe.
  • Dünner Knochen: Der Zahn steht außerhalb seiner knöchernen Hülle.
  • Zähnepressen und -knirschen: kann zu Defekten am Zahnhals beitragen.
  • Kieferorthopädische Bewegungen: Bewegungen, die an die Knochengrenzen gehen.
  • Lippen- oder Zungenbändchen: Gewebebänder, die am Zahnfleisch ziehen.
  • Piercings und Gewohnheiten: ständige mechanische Reizung.
  • Schlecht sitzende Restaurationen: überstehende Ränder sammeln Plaque.

Das Thema „zu starkes Putzen“

Viele unserer Patientinnen und Patienten putzen in bester Absicht zu fest und mit zu viel Druck – die Vorstellung „Dann wird es sauberer“ ist weit verbreitet. Entscheidend für die Reinigung sind jedoch nicht Druck, sondern Technik und Dauer. Zu viel Druck kann bei dünnem Gewebe Rückgang und Abrieb an der Wurzeloberfläche verursachen. Eine weiche Bürste und sanfte, kreisende Bewegungen sind wirksamer und schonender.

Folgen

Die freiliegende Wurzeloberfläche ist nicht von Zahnschmelz bedeckt, daher empfindlicher und anfälliger für Karies. Häufige Folgen sind Empfindlichkeit gegenüber Kälte und Süßem, ein erhöhtes Risiko für Wurzelkaries, ästhetische Bedenken, „schwarze Dreiecke“ zwischen den Zähnen und eine erschwerte Reinigung.

Zudem verringert sich mit fortschreitendem Rückgang die Haltefläche des Zahns, was langfristig zu Zahnlockerung beitragen kann.

Behandlungsmöglichkeiten

1. Ursache beseitigen

Das ist der erste Schritt jeder Behandlung. Die Putztechnik wird korrigiert, eine vorhandene Parodontitis behandelt, bei Pressen oder Knirschen eine Aufbissschiene geplant und schlecht sitzende Restaurationen werden korrigiert. Solange die Ursache fortbesteht, ist kein Eingriff von Dauer.

2. Beobachtung

Bestehen weder Empfindlichkeit noch ästhetische Bedenken, kann bei begrenztem Rückgang zunächst beobachtet werden. Mit Fotos und Messungen wird geprüft, ob der Rückgang fortschreitet. Nicht jeder Zahnfleischrückgang erfordert einen chirurgischen Eingriff.

3. Behandlung der Empfindlichkeit

Desensibilisierende Maßnahmen, geeignete Zahnpasten und schützende Versiegelungen können helfen, die Empfindlichkeit zu verringern.

4. Restaurativer Ansatz

Ist an der Wurzeloberfläche bereits Zahnsubstanz verloren gegangen, kann sie mit Komposit abgedeckt werden. Das bringt das Zahnfleisch nicht zurück, schützt aber die Oberfläche und mindert die Empfindlichkeit.

5. Zahnfleischtransplantat

Um die freiliegende Wurzel abzudecken, wird Gewebe aus dem Gaumen oder geeignetes Ersatzmaterial an der betroffenen Stelle eingesetzt. Bei richtiger Indikation sind gute Ergebnisse möglich, eine vollständige Abdeckung lässt sich jedoch nicht in jedem Fall erreichen. Der Zustand des Knochens zwischen den Zähnen beeinflusst das zu erwartende Ergebnis unmittelbar.

Messung und Verlaufskontrolle

Um festzustellen, ob der Rückgang fortschreitet, wird er in Millimetern gemessen, dokumentiert und fotografiert. Auch digitale Aufnahmen mit dem Intraoralscanner können Veränderungen über die Zeit vergleichend darstellen. So lässt sich die Frage „Schreitet es fort oder bleibt es gleich?“ nicht mit Schätzungen, sondern mit Daten beantworten.

Kommt das Zahnfleisch von selbst zurück?

Nein. Verlorenes Zahnfleischgewebe wächst nicht von selbst nach. Das eigentliche Ziel ist daher, den bestehenden Zustand zu erhalten und ein Fortschreiten zu verhindern. Frühzeitiges Handeln kann den späteren Bedarf an chirurgischen Eingriffen verringern.

Erwartungen nach einem chirurgischen Eingriff

Das Ergebnis eines Transplantats hängt von der Lage der Stelle, dem Knochenhalt, der Gewebedicke und der Pflege durch die Patientin oder den Patienten ab. In der Heilungsphase darf die Stelle nicht geputzt werden, und die zahnärztlichen Anweisungen sind unbedingt einzuhalten. Rauchen beeinträchtigt die Wundheilung; ein Rauchstopp wird daher ausdrücklich empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Bei Bewegungen, die unter Berücksichtigung der knöchernen Grenzen geplant werden, ist dies nicht zu erwarten; bei grenzüberschreitenden Bewegungen steigt das Risiko.

Nicht von selbst. In geeigneten Fällen kommen Zahnfleischtransplantationen in Betracht.

Nein. Wenn keine Beschwerden bestehen und kein Fortschreiten vorliegt, kann eine Beobachtung ausreichen.

Eine geeignete Zahnpasta, desensibilisierende Anwendungen und bei Bedarf eine restaurative Abdeckung kommen in Betracht.

Empfohlen wird eine weiche Bürste; auch elektrische Modelle mit Andruckkontrolle können helfen.

Wenn die Ursache nicht beseitigt wird, kann es fortschreiten; deshalb ist die Verlaufskontrolle wichtig.

Den Rückgang zu stoppen ist leichter, als Verlorenes zurückzugewinnen.

Lassen Sie uns die Ursache ermitteln und den für Sie passenden Ansatz planen. Kontaktieren Sie uns für einen Termin; lassen Sie Ihre Zahnfleischgesundheit in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik untersuchen.

Termin vereinbaren

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Behandlungsoption und zu erwartendes Ergebnis werden nach der klinischen Beurteilung von Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt festgelegt.