3D-Bildgebung (DVT)

Der hintere Oberkiefer gehört zu den Bereichen, die bei der Implantatplanung besondere Sorgfalt erfordern. Nach Zahnverlust verliert der Knochen hier an Höhe, und die Kieferhöhle kann sich im Laufe der Zeit nach unten ausdehnen. Am Ende reicht die Knochenmenge für ein Implantat nicht mehr aus. Die Sinuslift-Planung zielt darauf ab, das Knochenvolumen zu vergrößern, damit in diesem Bereich sicher implantiert werden kann – und diese Entscheidung lässt sich ohne dreidimensionale Bildgebung nicht treffen. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul stützen wir die Planung in solchen Fällen auf Messungen.

Warum ist der hintere Oberkiefer anders?

Die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) ist ein luftgefüllter Hohlraum im Oberkieferknochen. Nach Zahnverlust laufen zwei Prozesse gleichzeitig ab: Die Knochenhöhe nimmt ab, und der Kieferhöhlenboden senkt sich. Zusammen führen sie dazu, dass der Knochenstreifen, in den ein Implantat gesetzt werden könnte, dünner wird. Zudem ist der Knochen hier weicher als im Unterkiefer – auch das wird bei der Planung berücksichtigt.

Was legt das DVT bei der Planung fest?

  • Vorhandene Knochenhöhe: Der tatsächliche Abstand zwischen Kieferhöhlenboden und Kieferkamm wird gemessen.
  • Ob ein Sinuslift nötig ist: In manchen Fällen reicht der vorhandene Knochen aus, und ein zusätzlicher Eingriff entfällt.
  • Wahl der Methode: Je nach Knochenmenge wird beurteilt, ob ein interner (krestaler) oder ein externer Sinuslift (laterales Fenster) geeignet ist.
  • Gesundheit der Kieferhöhle: Es wird geprüft, ob Schleimhautverdickungen, Zysten oder Entzündungszeichen vorliegen; bei Bedarf wird ein HNO-Facharzt hinzugezogen.
  • Anatomische Varianten: In der Kieferhöhle können Scheidewände (Septen) vorhanden sein, die das chirurgische Vorgehen direkt beeinflussen.

Keine dieser Informationen lässt sich auf einem zweidimensionalen Panoramaröntgen zuverlässig messen. Geht es um die Kieferhöhle, ist die dreidimensionale Bildgebung deshalb keine Option, sondern die Grundlage der Planung.

Der Unterschied zwischen internem und externem Sinuslift

Ist die vorhandene Knochenhöhe relativ ausreichend, kann eine schonendere Technik angewendet werden, bei der der Kieferhöhlenboden über das Implantatbett kontrolliert angehoben wird. Ist die Knochenmenge deutlich reduziert, kommt das umfangreichere Verfahren infrage, bei dem seitlich ein Fenster geöffnet und Knochenersatzmaterial eingebracht wird. Welche Methode geeignet ist, richtet sich nach den Messergebnissen und der klinischen Beurteilung.

Ein Messergebnis bedeutet nicht immer einen zusätzlichen Eingriff

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass jeder mit fehlenden Zähnen im hinteren Oberkiefer einen Sinuslift braucht. Tatsächlich unterscheiden sich Geschwindigkeit und Ausmaß des Knochenabbaus von Mensch zu Mensch erheblich. Zeigt die Messung eine ausreichende Höhe, wird direkt ein Implantat geplant. Entschieden wird deshalb nicht nach allgemeinen Annahmen, sondern anhand Ihrer Aufnahmen.

Ablauf und zu erwartende Heilung

In manchen Fällen können Sinuslift und Implantation in einer Sitzung erfolgen; in anderen wird zunächst die Reifung des Knochens abgewartet und das Implantat später gesetzt. Das hängt von der vorhandenen Knochenmenge ab. Einige Tage Schwellung und Empfindlichkeit nach dem Eingriff sind normal. In dieser Zeit sollten Sie kräftiges Naseputzen, heftiges Niesen und Trinken mit dem Strohhalm vermeiden – so werden Druckveränderungen im Bereich verhindert.

Für Patienten aus dem Ausland wirkt sich ein zusätzlicher Eingriff direkt auf den Zeitplan aus. Deshalb teilen wir bei DijiDent nach der Bildgebung von Anfang an die möglichen Szenarien und die Gesamtdauer mit; wir halten es nicht für richtig, dass Sie mitten im Ablauf von einer unerwarteten Entscheidung überrascht werden.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Er kommt nur in Betracht, wenn die Knochenhöhe im hinteren Oberkiefer nicht ausreicht. Ist die Messung ausreichend, kann direkt ein Implantat geplant werden.

Bei Eingriffen mit geeigneter Planung und Technik ist das kein zu erwartendes Ergebnis. Bestehende Probleme der Kieferhöhle sollten jedoch vorher abgeklärt werden; bei Bedarf wird mit einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt zusammengearbeitet.

Die Ausreifung des Knochenersatzmaterials benötigt eine Zeit, die von Fall zu Fall unterschiedlich ist. Die genaue Dauer nennt Ihnen Ihr Zahnarzt entsprechend der angewandten Methode und Ihrer persönlichen Heilungsgeschwindigkeit.

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung; während des Eingriffs sind keine Schmerzen zu erwarten. Die anschließenden Schwellungen und Empfindlichkeiten werden nach den Empfehlungen Ihres Zahnarztes behandelt.

Rauchen ist ein wichtiger Faktor, der die Einheilung von Knochenersatzmaterial und Implantat negativ beeinflussen kann. Es wird empfohlen, während des gesamten Prozesses aufzuhören oder das Rauchen so weit wie möglich zu reduzieren.

Je nach Fall werden verschiedene Optionen für Knochenersatzmaterial geprüft. Welches Material verwendet wird, erklärt Ihnen Ihr Zahnarzt entsprechend der klinischen Situation.

Der Satz „Ihr Knochen reicht nicht aus“ ist nicht immer das letzte Wort.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um die Knochensituation in Ihrem Oberkiefer messen und einen passenden Fahrplan für ein Implantat erstellen zu lassen. Lassen Sie uns Ihre durch dreidimensionale Bildgebung gestützte Untersuchung in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik durchführen.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Chirurgische Eignung, Methode und Dauer sind individuell verschieden; die Entscheidung fällt nach zahnärztlicher Untersuchung und radiologischer Beurteilung.