Parodontologie

In der Werbung wird Mundspülung meist mit Frische und reinem Atem gleichgesetzt. Die Produkte im Regal unterscheiden sich jedoch in Inhaltsstoffen und Zweck erheblich – was dem einen hilft, bringt dem anderen womöglich nichts. Die Wahl der Mundspülung sollte sich daher nicht nach Marke oder Geschmack richten, sondern nach dem Bedarf im Mund. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul erklären wir unseren Patientinnen und Patienten klar, wann und wie sie Mundspülungen als unterstützendes Hilfsmittel einsetzen sollten.

Was kann eine Mundspülung – und was nicht?

Eine Mundspülung kann die Bakterienlast im Mund vorübergehend senken, dank bestimmter Inhaltsstoffe den Zahnschmelz unterstützen oder Empfindlichkeiten lindern. Fest an den Zähnen haftende bakterielle Plaque kann sie jedoch nicht mechanisch entfernen. Anders gesagt: Mundspülung ersetzt weder Zähneputzen noch Zwischenraumreinigung, sondern ergänzt diese Schritte. Genau deshalb kehrt Mundgeruch bei Menschen, die statt zu putzen nur spülen, schnell zurück.

Die wichtigsten Arten von Mundspülungen

Fluoridhaltige Mundspülungen

Sie enthalten Fluorid, das die Schmelzoberfläche stärken hilft. Bei hohem Kariesrisiko, fester Zahnspange oder Mundtrockenheit können sie zahnärztlich empfohlen werden – als Ergänzung zur fluoridhaltigen Zahnpasta.

Chlorhexidinhaltige (antiseptische) Mundspülungen

Wegen ihrer starken antibakteriellen Wirkung werden sie meist für einen begrenzten Zeitraum empfohlen – etwa während einer Zahnfleischbehandlung, nach chirurgischen Eingriffen oder wenn die Mundpflege vorübergehend erschwert ist. Bei langer, unkontrollierter Anwendung können bräunliche Verfärbungen an Zähnen und Zunge sowie vorübergehende Geschmacksveränderungen auftreten. Deshalb sollte die Anwendungsdauer zahnärztlich festgelegt werden.

Mit Cetylpyridiniumchlorid und ätherischen Ölen

Diese Inhaltsstoffe finden sich häufig in antibakteriellen Spülungen für den täglichen Gebrauch. Sie können helfen, Plaque und Zahnfleischentzündung unterstützend zu verringern. Ihre Wirkung entfaltet sich in Kombination mit regelmäßigem Zähneputzen und Zwischenraumreinigung.

Spülungen gegen Empfindlichkeit und Mundtrockenheit

Diese Produkte sollen mit Inhaltsstoffen wie Kaliumnitrat Empfindlichkeiten verringern oder mit feuchtigkeitsspendenden Bestandteilen Mundtrockenheit lindern. Bei Mundtrockenheit können alkoholhaltige Spülungen Brennen und Trockenheitsgefühl verstärken; alkoholfreie Varianten sind dann meist angenehmer.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?

  • Zweck: Kariesvorbeugung, Zahnfleischunterstützung oder Empfindlichkeit? Klären Sie zuerst den Bedarf.
  • Alkoholgehalt: Bei Mundtrockenheit, empfindlicher Schleimhaut oder wenn Alkohol gemieden werden sollte, sind alkoholfreie Produkte vorzuziehen.
  • Dauer: Antiseptische Spülungen sind meist für die kurzfristige Anwendung gedacht; eine Daueranwendung sollte nur auf zahnärztliche Empfehlung erfolgen.
  • Alter: Kleinen Kindern, deren Schluckreflex noch nicht ausgereift ist, wird Mundspülung in der Regel nicht empfohlen.
  • Allgemeingesundheit: Ihre Medikamente und Allgemeinerkrankungen können die Produktwahl beeinflussen.

Wie wendet man sie richtig an?

Messen Sie die empfohlene Menge ab und spülen Sie in der Regel 30 Sekunden bis 1 Minute. Schlucken Sie die Spülung nicht und verzichten Sie danach eine Weile auf Essen und Trinken. Wer direkt nach dem Putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta gründlich mit Wasser oder Mundspülung nachspült, kann die Fluoridwirkung der Zahnpasta abschwächen. Manche Zahnärztinnen und Zahnärzte empfehlen deshalb, die Mundspülung zu einer anderen Tageszeit zu verwenden.

Chlorhexidinhaltige Spülungen können mit einigen Zahnpasta-Bestandteilen wechselwirken. Wird Ihnen eine solche Spülung empfohlen, fragen Sie am besten nach, wie viel Zeit zwischen Putzen und Spülen liegen sollte.

Häufige Fehler

  • Zähneputzen auslassen: Wer die Spülung als Abkürzung betrachtet, lässt Plaque weiter an den Zähnen wachsen.
  • Verdünnen oder kürzer spülen: Die Wirkung entsteht bei empfohlener Menge und Dauer; Verdünnen mit Wasser stört dieses Gleichgewicht.
  • Antiseptische Spülung unbegrenzt verwenden: Therapeutisch empfohlene Spülungen sollten nach Ablauf der festgelegten Zeit abgesetzt oder zahnärztlich besprochen werden.
  • Nach Geschmack auswählen: Aroma und Frischegefühl sagen nichts darüber aus, ob das Produkt zu Ihrem Bedarf passt.
  • Symptome aufschieben: Wer bei nachlassender Blutung oder Geruch den Untersuchungstermin verschiebt, lässt die zugrunde liegende Ursache fortschreiten.

Die Wahl der Mundspülung ist auch keine Entscheidung, die man einmal trifft und dann vergisst. Ändern sich Behandlungsphase, Zahnspange oder Allgemeingesundheit, kann sich auch der Bedarf ändern. Wenn Sie bei Kontrollterminen das verwendete Produkt nennen, bleibt Ihre Routine auf Ihren aktuellen Bedarf abgestimmt.

Kann eine Mundspülung ein Symptom überdecken?

Greifen Sie wegen anhaltenden Mundgeruchs, Zahnfleischblutens oder Empfindlichkeit zur Mundspülung, kann diese das Symptom vorübergehend lindern und die eigentliche Ursache verschleiern. Zahnfleischerkrankungen, Karies, Zahnstein oder Beläge auf der Zunge sind häufige Ursachen dieser Beschwerden. Bei DijiDent ermitteln wir zuerst die Ursache und empfehlen eine Mundspülung bei Bedarf als Teil des Behandlungsplans.

Häufig gestellte Fragen

Nicht für jeden ist das notwendig. Bei Menschen, die regelmäßig putzen, ihre Zahnzwischenräume reinigen und kein zusätzliches Risiko haben, gilt sie nicht als zwingend. Der Bedarf wird nach der Untersuchung beurteilt.

Chlorhexidinhaltige Mundspülungen können bei längerer Anwendung Verfärbungen an den Zähnen verursachen. Diese lassen sich in der Regel durch eine professionelle Zahnreinigung entfernen.

Für kleine Kinder wird sie wegen der Gefahr des Verschluckens meist nicht empfohlen. Ältere Kinder können sie auf Empfehlung des Zahnarztes, unter Aufsicht eines Erwachsenen und mit einem geeigneten Produkt verwenden.

Die Wirksamkeit hängt mehr von den enthaltenen Wirkstoffen ab als vom Alkohol. Alkoholfreie Produkte können vor allem bei Mundtrockenheit angenehmer sein.

Sie sorgt meist für vorübergehende Frische. Wird die Ursache von anhaltendem Mundgeruch nicht ermittelt und behandelt, kann der Geruch wiederkehren.

Die richtige Mundspülung ergibt erst mit der richtigen Diagnose Sinn.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um zu erfahren, ob Ihre Mundpflege eine Mundspülung erfordert und welcher Wirkstoff zu Ihnen passt. Lassen Sie uns Ihre Pflegeroutine gemeinsam in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik planen.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Anwendungsdauer und -art therapeutischer Mundspülungen werden zahnärztlich festgelegt.