Implantologie

Ein großer Teil des Erfolgs einer Implantatbehandlung entscheidet sich in der Planung vor dem Eingriff. In welcher Position, in welchem Winkel und in welcher Tiefe das Implantat gesetzt wird, sollte unter gemeinsamer Berücksichtigung von Knochenvolumen, anatomischen Strukturen wie Nerv und Kieferhöhle und der idealen Position des späteren Zahns festgelegt werden. Digitale Technologien ermöglichen diese Beurteilung dreidimensional und detailliert. Die Implantation mit digitaler Planung erlaubt es, den Plan über Bohrschablonen in den Mund zu übertragen. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul steht der digitale Workflow im Zentrum unserer Implantatbehandlungen.

Wie läuft die digitale Implantatplanung ab?

Dreidimensionale Bildgebung

Mit der DVT wird ein dreidimensionales Bild des Kieferknochens erstellt. Knochenhöhe, -breite und -dichte, Nervkanal, Kieferhöhle und benachbarte Zahnwurzeln werden millimetergenau dargestellt.

Digitaler Intraoralscan

Mit dem Intraoralscanner wird ein digitales Modell von Zähnen und Zahnfleisch erstellt. Zusammen mit den DVT-Daten lassen sich Knochen und Weichgewebe in derselben Umgebung betrachten.

Prothetisch orientierte Planung

Zuerst werden die ideale Position und Form des fehlenden Zahns virtuell gestaltet. Dann wird das Implantat innerhalb der vom Knochen gesetzten Grenzen so positioniert, dass es diesen Zahn bestmöglich trägt. So wird das Implantat nicht nur nach dem Knochen, sondern nach dem späteren Zahn geplant – das unterstützt das ästhetische und funktionelle Ergebnis.

Herstellung der Bohrschablone

Die geplanten Implantatpositionen werden auf eine individuelle Bohrschablone übertragen, die auf Zähnen, Zahnfleisch oder Knochen aufliegt. Die Schablone wird im 3D-Druck gefertigt und enthält Führungen, die die Aufbereitung des Implantatbetts lenken.

Wie läuft die schablonengeführte Chirurgie ab?

Während des Eingriffs wird die Schablone in den Mund gesetzt, und das Implantatbett wird über deren Führungen in der geplanten Position, im geplanten Winkel und in der geplanten Tiefe aufbereitet. Anschließend wird das Implantat gesetzt. Die Schablone hilft, den virtuell erstellten Plan im Mund umzusetzen.

Ist eine Implantation ohne Öffnen des Zahnfleischs möglich?

In geeigneten Fällen mit ausreichendem Knochen und befestigter Gingiva kann das Implantat gesetzt werden, indem nur ein kleiner runder Bereich des Zahnfleischs geöffnet wird. Dieser Ansatz kann zu weniger Schwellung und einer angenehmeren Heilung führen. Er eignet sich jedoch nicht für jeden Fall; bei notwendigem Knochenaufbau muss das Zahnfleisch geöffnet werden.

Vorteile der digitalen Planung

  • Schutz anatomischer Strukturen: Der Abstand zu Nervkanal und Kieferhöhle wird im Voraus geplant.
  • Prothetische Passung: Das Implantat wird nach der idealen Position des späteren Zahns gesetzt.
  • Weniger invasive Chirurgie: In geeigneten Fällen ist die Arbeit über kleine Zugänge möglich.
  • Vorhersagbarkeit: Bedarf an Knochenaufbau und Behandlungsdauer lassen sich vorab klarer einschätzen.
  • Kommunikation: Planungsbilder erleichtern es, die Behandlung anschaulich zu erklären.
  • Sofortbelastung: In geeigneten Fällen können provisorische Zähne vor dem Eingriff angefertigt werden.

Diese Vorteile gewinnen besonders in Bereichen nahe anatomischer Strukturen oder in ästhetisch sensiblen Regionen an Bedeutung.

Grenzen

Digitale Planung und schablonengeführte Chirurgie sind wertvolle Hilfsmittel, ersetzen aber nicht die klinische Erfahrung und das Urteilsvermögen der Zahnärztin oder des Zahnarztes. Die Schablone muss korrekt sitzen, die Mundöffnung muss ausreichen, und die Planung muss auf korrekten Daten beruhen. Bei eingeschränkter Mundöffnung kann der Einsatz einer Schablone vor allem im Seitenzahnbereich schwierig sein. Klinische Befunde während des Eingriffs können eine Änderung des Plans erfordern. Digitale Planung erhöht die Vorhersagbarkeit der Behandlung, garantiert aber nicht in jedem Fall dasselbe Ergebnis.

Patientinnen und Patienten einbeziehen

Einer der wertvollsten Aspekte der digitalen Planung ist, dass man vorab sieht, wie die Behandlung ablaufen wird. Patientinnen und Patienten sehen auf dem Bildschirm, wo die Implantate gesetzt werden, wie der Knochen beschaffen ist und ob ein Knochenaufbau nötig sein könnte – und können gezielter nachfragen. Diese Transparenz erleichtert gemeinsame Behandlungsentscheidungen und verringert die Angst vor dem Ungewissen.

Digitale Planung bei Versorgungen des ganzen Kiefers

Bei zahnlosen Patientinnen und Patienten oder wenn alle Zähne entfernt werden sollen, ist die digitale Planung besonders hilfreich. Ästhetische Zahnposition, Lippenstütze und Biss werden zuerst gestaltet; die Implantate werden nach diesem Entwurf positioniert. In geeigneten Fällen können mit Bohrschablone und vorab angefertigtem provisorischem Zahnersatz noch am selben Tag feste provisorische Zähne eingesetzt werden.

Digitaler Workflow: vom Eingriff bis zum Zahnersatz

Bei DijiDent endet der digitale Workflow nicht mit dem Eingriff. Nach abgeschlossener Einheilung werden die Suprakonstruktionen anhand digitaler Abformungen mit dem Intraoralscanner und CAD/CAM-Technologie konstruiert und gefertigt. Die in der Planung gestaltete Zahnform kann auch als Referenz für die definitive Suprakonstruktion dienen. Dieser ganzheitliche Ansatz soll einen durchgängigen Prozess von der Planung bis zu den definitiven Zähnen gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen

Dabei wird die Implantatposition anhand von Tomographie- und Intraoralscan-Daten virtuell geplant, ausgerichtet auf den späteren Zahn.

Eine individuell angefertigte Schablone, die die geplanten Implantatpositionen in den Mund überträgt.

In geeigneten Fällen kann ein Implantat über einen kleinen Zugang gesetzt werden; wenn ein Knochenaufbau nötig ist, muss das Zahnfleisch geöffnet werden.

Nein. Sie erhöht die Vorhersagbarkeit; der Erfolg hängt jedoch von vielen Faktoren ab.

Ob sie nötig ist, wird je nach Fall beurteilt; besonders hilfreich ist sie in komplexen Fällen und im ästhetischen Bereich.

Lassen Sie uns Ihr Implantat zuerst gemeinsam virtuell planen.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um Ihre digitale Implantatplanung zu sehen und Ihre Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen. Lassen Sie uns Ihre Behandlung gemeinsam dreidimensional in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik betrachten.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Eingesetzte Technologie und chirurgisches Verfahren werden je nach Fall zahnärztlich festgelegt.