Die richtige Ernährung nach einer Implantation erhöht in den ersten Tagen den Komfort und unterstützt eine gesunde Heilung von Gewebe und Knochen. Dabei ist nicht nur wichtig, was Sie essen, sondern auch wie und wann – denn übermäßige Kräfte auf den Implantatbereich in der Frühphase können die Einheilung beeinträchtigen. Wer bei der Ernährung nach der Implantation einem stufenweisen Plan folgt, übersteht die Heilungsphase angenehmer. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul haben wir dafür einen Ernährungsleitfaden vom ersten Tag bis zu den definitiven Zähnen zusammengestellt.
Phase 1: die ersten 24–48 Stunden
Essen Sie nichts, solange die Betäubung wirkt – Sie könnten sich unbemerkt auf Lippe, Wange oder Zunge beißen oder verbrennen. Danach bevorzugen Sie kalte oder lauwarme, flüssige und breiige Speisen.
- Geeignet: Joghurt, Buttermilch, lauwarme Suppen, Milch, Pudding, Obstmus und Smoothies (ohne Strohhalm).
- Zu meiden: heiße Speisen und Getränke, scharfe Speisen, Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke und Strohhalme.
Ein Strohhalm kann durch den Sog das Blutgerinnsel lösen; daher sollte man in den ersten Tagen darauf verzichten.
Phase 2: die erste Woche
Mit nachlassender Schwellung und Empfindlichkeit können Sie zu weichen Speisen übergehen, die kein oder nur wenig Kauen erfordern. Kauen Sie auf der dem Implantat gegenüberliegenden Seite.
- Eiweißquellen: Eier, gedünsteter oder gebackener Fisch, gut gegarte Hackfleischgerichte, Quark und weicher Käse, Linsensuppe.
- Kohlenhydrate: Reis, Nudeln, Kartoffelpüree, Haferbrei.
- Gemüse und Obst: gut gegartes Gemüse, Bananen, reife Pfirsiche, Avocado und Obstmus.
Phase 3: die Einheilphase
In den Monaten, in denen das Implantat mit dem Knochen verwächst, sollte der Implantatbereich keinen direkten, starken Kräften ausgesetzt werden. Ihre Ernährung normalisiert sich in dieser Zeit allmählich; harte und klebrige Speisen sollten Sie jedoch weiterhin nicht auf der Implantatseite kauen. Wurde bei einer Sofortbelastung ein provisorischer Zahn eingesetzt, darf mit diesem Zahn weder abgebissen noch Hartes gekaut werden.
- Zu meiden: Nüsse, geröstete Kichererbsen, Eis, harte Bonbons, Brot mit harter Kruste, Abbeißen von rohen Karotten und Äpfeln, Karamell und Kaugummi.
- Geeignetes Vorgehen: Speisen in kleine Stücke schneiden und auf der Gegenseite kauen.
Phase 4: nach dem Einsetzen der definitiven Zähne
Ist die definitive Suprakonstruktion eingegliedert, können Sie entsprechend den zahnärztlichen Empfehlungen zur normalen Ernährung zurückkehren. Implantatgetragene Zähne ermöglichen vielen eine größere Auswahl an Speisen. Dennoch schützt es Implantat und Suprakonstruktion, nicht auf sehr harte Dinge wie Eis, Knochen oder Nussschalen zu beißen.
Pressen Sie mit den Zähnen, sollten Sie das in dieser Phase unbedingt mitteilen.
Nährstoffe, die die Heilung unterstützen
- Eiweiß: der Grundbaustein der Geweberegeneration; gute Quellen sind Eier, Fisch, Milchprodukte und Hülsenfrüchte.
- Vitamin C: für Kollagenbildung und Wundheilung nötig; weiches Obstmus und gegartes Gemüse eignen sich gut.
- Kalzium und Vitamin D: wichtig für die Knochengesundheit; Quellen sind Milchprodukte und grünes Blattgemüse.
- Zink: trägt zur Geweberegeneration bei; Quellen sind unter anderem Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.
- Wasser: Ausreichendes Trinken unterstützt Heilung und Mundhygiene.
Bei ausgewogener Ernährung sind Nahrungsergänzungsmittel meist nicht nötig. Wenn Sie welche einnehmen möchten, fragen Sie vorher nach.
Besondere Situationen
Diabetes
Beim Umstieg auf weiche Kost ist es wichtig, nicht zu zuckerhaltigen Speisen zu greifen, die den Blutzucker rasch ansteigen lassen. Bevorzugen Sie weiche Optionen mit Eiweiß und Ballaststoffen und kontrollieren Sie Ihren Blutzucker häufiger.
Vegetarische Ernährung
Ihren Eiweißbedarf können Sie mit Eiern, Milchprodukten, Linsensuppe, Hummus und weichem Tofu decken.
Getränke, Alkohol und Rauchen
Verzichten Sie am ersten Tag auf heiße Getränke; danach können Sie sie lauwarm trinken. Alkohol wird in den ersten Tagen nicht empfohlen, da er mit Medikamenten wechselwirken und die Heilung beeinträchtigen kann. Rauchen ist ein wichtiger Risikofaktor, der die Osseointegration beeinträchtigen kann.
Ein Beispiel-Tagesplan (erste Woche)
- Frühstück: weich gekochtes Ei oder Rührei, Quark und lauwarme Milch oder Buttermilch.
- Mittag: lauwarme Linsensuppe und Joghurt.
- Zwischenmahlzeit: Banane oder Obstmus.
- Abend: gebackener Fisch, Kartoffelpüree und gut gegartes Gemüse.
Das ist nur ein Beispiel; je nach Gesundheitszustand und Umfang des Eingriffs kann Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt andere Empfehlungen geben.
Mundpflege nach dem Essen
Sorgen Sie nach den Mahlzeiten wie zahnärztlich empfohlen für Mundhygiene. Vermeiden Sie am ersten Tag kräftiges Spülen; reinigen Sie in den folgenden Tagen sanft, damit sich keine Speisereste im Implantatbereich ansammeln.
Häufig gestellte Fragen
In den ersten Tagen werden flüssige und weiche Speisen empfohlen. Während der Einheilphase sollten Sie weiterhin keine harten Speisen mit dem Implantatbereich kauen.
Am ersten Tag wird es nicht empfohlen; danach können sie lauwarm getrunken werden.
In den ersten Tagen wird davon abgeraten; die Saugkraft kann das Blutgerinnsel beeinträchtigen.
Sie können die meisten Speisen essen; es wird jedoch empfohlen, nicht auf sehr harte Gegenstände zu beißen.
Bei einer ausgewogenen Ernährung sind sie oft nicht nötig; sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Ihre Heilung wird durch die richtige Wahl auf Ihrem Teller unterstützt.
Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um Ernährungs- und Pflegeempfehlungen speziell für Ihre Implantatbehandlung zu erhalten. Lassen Sie uns Ihren Heilungsprozess gemeinsam in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik planen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Eingriffsspezifische Ernährungsempfehlungen erhalten Sie von Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt.


