Milchzähne erfüllen wichtige Aufgaben für Ernährung, Sprachentwicklung und den richtigen Durchbruch der nachfolgenden bleibenden Zähne. Deshalb sollten sie nach Möglichkeit erhalten werden. In manchen Fällen ist das Ziehen eines Milchzahns jedoch die beste Option für die Mundgesundheit des Kindes und die Entwicklung der bleibenden Zähne. Wer über die Milchzahnextraktion Bescheid weiß, kann als Elternteil die richtigen Entscheidungen treffen und dem Kind Sicherheit geben. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul bieten wir jungen Patientinnen und Patienten einen geduldigen, vertrauensvollen Ansatz.
Der natürliche Zahnwechsel
Milchzähne beginnen meist mit etwa 6 Jahren auszufallen, und dieser Prozess dauert bis etwa 12 Jahre. Der nachfolgende bleibende Zahn löst die Wurzel des Milchzahns auf, sodass dieser wackelt und von selbst ausfällt. Die meisten Milchzähne fallen so ohne Eingriff aus.
Wann wird ein Milchzahn gezogen?
- Milchzahn fällt nicht aus: Der Milchzahn bleibt stehen, obwohl der bleibende Zahn bereits durchbricht; häufig bei unteren Frontzähnen, wenn der bleibende Zahn dahinter erscheint.
- Nicht restaurierbare Karies: Milchzähne, die so zerstört sind, dass sie weder mit Füllung noch mit Pulpabehandlung zu erhalten sind.
- Wiederkehrende Infektionen und Abszesse: Infektionen, die die Entwicklung des darunterliegenden bleibenden Zahns gefährden.
- Unfälle: Milchzähne mit Wurzelbruch oder schwerer Schädigung.
- Kieferorthopädische Gründe: geplante Extraktionen, um den richtigen Durchbruch der bleibenden Zähne zu lenken.
Milchzahn fällt nicht aus: abwarten oder ziehen?
Im unteren Frontzahnbereich bricht der bleibende Zahn häufig hinter dem Milchzahn durch. Wackelt der Milchzahn deutlich, kann er innerhalb weniger Wochen von selbst ausfallen, und der bleibende Zahn rückt durch den Zungendruck an seinen Platz. Wackelt der Milchzahn jedoch nicht oder bleibt er lange stehen, kann eine Extraktion dem bleibenden Zahn helfen, in die richtige Position zu gelangen. Die Beurteilung erfolgt zahnärztlich.
Ist es sicher, einen Milchzahn zu Hause zu ziehen?
Sehr lockere Milchzähne, die kurz vor dem Ausfallen stehen, kann das Kind selbst oder ein Elternteil mit sauberen Händen behutsam entfernen. Zähne, die nicht oder nur wenig wackeln, zu Hause ziehen zu wollen, kann jedoch Schmerzen, abgebrochene Wurzelreste und Zahnarztangst beim Kind verursachen. Im Zweifel sollten Sie die Zahnarztpraxis aufsuchen.
Der Ablauf bei Kindern
Vorbereitung
Dem Kind wird vor der Extraktion altersgerecht und ohne angstmachende Worte erklärt, was passieren wird. Mit der Tell-Show-Do-Methode werden die Instrumente vorgestellt. Eine ruhige, positive Haltung der Eltern verringert die Anspannung des Kindes.
Betäubung
Ein Oberflächenanästhesie-Gel verringert das Gefühl der Nadel, und die örtliche Betäubung wird langsam verabreicht. Die Menge des Betäubungsmittels wird sorgfältig nach dem Gewicht des Kindes bestimmt. Bei sehr lockeren Zähnen kann eine Oberflächenanästhesie allein ausreichen.
Extraktion
Milchzähne werden meist rasch und behutsam entfernt. Da der Knochen bei Kindern elastischer ist, gelingen Extraktionen oft leicht. Bei Kindern mit starker Angst oder umfangreichem Behandlungsbedarf können unter geeigneten Bedingungen Sedierung oder Vollnarkose erwogen werden.
Pflege nach der Extraktion
- Tupfer: Helfen Sie dem Kind, für die empfohlene Zeit auf den Gazetupfer zu beißen.
- Taubheitsgefühl: Beaufsichtigen Sie das Kind, bis die Betäubung nachlässt, damit es sich nicht auf Lippe und Wange beißt.
- Ernährung: Nach Abklingen der Betäubung lauwarme bis kalte, weiche Speisen; einfaches Speiseeis oder Joghurt eignen sich gut.
- Mundpflege: Am ersten Tag nicht kräftig spülen; die übrigen Zähne weiterhin sanft putzen.
- Schmerzen: Bei Bedarf nur ein für Alter und Gewicht des Kindes geeignetes, ärztlich oder in der Apotheke empfohlenes Schmerzmittel verwenden.
Wenn ein Milchzahn zu früh gezogen wird: Lückenhalter
Milchbackenzähne sind besonders wichtige Platzhalter. Werden sie vorzeitig gezogen, können Nachbarzähne in die Lücke wandern und den Platz für den bleibenden Zahn einengen. Um das zu verhindern, können festsitzende oder herausnehmbare Lückenhalter eingesetzt werden. Ob ein Lückenhalter nötig ist, richtet sich nach der Position des gezogenen Zahns, dem Alter des Kindes und dem Durchbruchszeitpunkt des bleibenden Zahns.
Extraktionen vorbeugen
Ein großer Teil der Situationen, in denen Milchzähne gezogen werden müssen, geht auf unbemerkt fortschreitende Karies zurück. Regelmäßiges Zähneputzen ab dem ersten Zahn, keine zuckerhaltigen Getränke aus dem Fläschchen in der Nacht, begrenzte süße Snacks, Fluoridanwendungen und regelmäßige Zahnarztkontrollen helfen, Milchzähne gesund zu halten und Extraktionen zu vermeiden.
Für ein angstfreies Erlebnis
Zahnarzterfahrungen in der Kindheit können die Einstellung zur Zahnbehandlung im Erwachsenenalter prägen. Bei DijiDent legen wir Wert darauf, mit jungen Patientinnen und Patienten eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, jeden Schritt verständlich zu erklären und den Ablauf möglichst positiv zu gestalten. Regelmäßige Kontrollen helfen zudem, Probleme zu vermeiden, die eine Extraktion erfordern.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Milchzahn locker, kann er von selbst ausfallen; ist er nicht locker, wird eine Extraktion in Betracht gezogen. Wenden Sie sich an einen Zahnarzt.
Dank Oberflächen- und örtlicher Betäubung sind während des Eingriffs keine Schmerzen zu erwarten.
Sehr lockere Zähne können behutsam entfernt werden; bei nur leicht lockeren Zähnen sollten Sie keine Gewalt anwenden.
Die Nachbarzähne können wandern; bei Bedarf wird ein Lückenhalter eingesetzt.
Die Tell-Show-Do-Methode und eine positive Sprache verringern die Angst; bei Bedarf werden Sedierungsoptionen in Betracht gezogen.
Eine beruhigende Erfahrung für unsere kleinen Patienten.
Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um die Milchzähne Ihres Kindes untersuchen und bei Bedarf eine Extraktion planen zu lassen. Gehen wir in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik mit einem kindgerechten Ansatz vor.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Medikamente bei Kindern sollten nur auf ärztliche, zahnärztliche oder pharmazeutische Empfehlung gegeben werden.


