Zahnentfernung und Oralchirurgie

Nahtpflege nach der Zahnentfernung: Nähte im Mund richtig pflegen und entfernen lassen – mit DijiDent in der Türkei

Nach Eingriffen wie operativen Zahnentfernungen, der Entfernung verlagerter Zähne, Zystenoperationen und Implantationen wird das Zahnfleisch meist vernäht. Die Nähte halten die Zahnfleischränder zusammen, schützen das Blutgerinnsel und unterstützen eine geordnete Heilung. Viele fragen sich jedoch, wie der vernähte Bereich gereinigt wird, wann die Fäden gezogen werden oder was zu tun ist, wenn sich eine Naht öffnet. Wer über die Nahtpflege nach der Zahnentfernung richtig informiert ist, übersteht die Heilung angenehmer und sicherer. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul haben wir dazu einen praktischen Leitfaden zusammengestellt.

Warum wird genäht?

  • Wundränder annähern: Liegen die Zahnfleischränder eng beieinander, heilt die Wunde schneller.
  • Blutstillung: trägt besonders bei Einnahme von Blutverdünnern zur Kontrolle der Blutung bei.
  • Gerinnsel und Knochenersatzmaterial schützen: hilft, dass Blutgerinnsel oder eingebrachtes Knochenersatzmaterial an Ort und Stelle bleiben.
  • Infektionsrisiko senken: Eine kleinere offene Wundfläche begrenzt das Eindringen von Bakterien.

Arten von Nahtmaterial

Selbstauflösende (resorbierbare) Fäden

Diese Fäden werden vom Körper mit der Zeit aufgenommen oder fallen von selbst ab. Sie lösen sich meist innerhalb einiger Tage bis Wochen auf oder fallen heraus; ein eigener Termin zum Fadenziehen ist oft nicht nötig. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt kann dennoch einen Kontrolltermin zur Beurteilung der Heilung planen.

Nicht resorbierbare Fäden

Diese Fäden müssen nach einer bestimmten Zeit in der Praxis entfernt werden – meist nach sieben bis zehn Tagen. Das Fadenziehen dauert nur kurz und ist in der Regel schmerzlos; ein leichtes Ziehen kann spürbar sein.

Pflege des vernähten Bereichs

Die ersten 24 Stunden

  • Nicht berühren: Berühren Sie die Nähte nicht mit Zunge, Finger oder Gegenständen.
  • Nicht spülen: Vermeiden Sie kräftiges Spülen und Ausspucken.
  • Zähneputzen: Die übrigen Zähne können Sie sanft putzen; den vernähten Bereich nicht.

Ab dem zweiten Tag

  • Sanft spülen: Spülen Sie nach zahnärztlicher Empfehlung behutsam mit lauwarmem Salzwasser oder der empfohlenen antiseptischen Lösung; lassen Sie das Wasser aus dem Mund laufen, statt es kräftig auszuspucken.
  • Weiche Bürste: Putzen Sie die Zähne um den vernähten Bereich vorsichtig mit einer sehr weichen Bürste; drücken Sie die Bürste nicht direkt auf die Nähte.
  • Reinigung nach dem Essen: Spülen Sie nach den Mahlzeiten sanft, damit sich keine Speisereste an den Nähten sammeln.

Diese einfachen Maßnahmen helfen, dass die Nähte halten und der Bereich sauber heilt.

Ernährung

Kauen Sie auf der Gegenseite. Harte, krümelige, klebrige und sehr scharfe Speisen können sich in den Nähten verfangen oder den Bereich reizen. Lebensmittel mit Samen und Kernen können zwischen die Nähte gelangen. Verzichten Sie auf Strohhalme und Rauchen.

Häufige Situationen mit Nähten

Der Faden stört an der Zunge

Fadenenden können leicht an Zunge oder Wange piken. Das ist meist normal und vergeht, wenn die Fäden gezogen werden oder sich auflösen. Ist es sehr unangenehm, können Sie sich in der Klinik melden; die Enden lassen sich kürzen.

Die Naht löst sich früh oder fällt heraus

Dass sich ein oder mehrere Fäden früh lösen oder herausfallen, ist besonders bei resorbierbarem Material häufig. Ohne Blutung, zunehmende Schmerzen oder deutliches Aufklaffen der Wundränder ist das meist unbedenklich. Öffnet sich eine Naht in einem Bereich mit Knochenersatzmaterial oder Membran, informieren Sie bitte Ihre Klinik.

Weißer Belag um die Naht

Ein weißlicher oder gelblicher Belag um die Nähte ist ein häufiger, normaler Teil der Heilung. Kommen übler Geruch, zunehmende Schmerzen oder Ausfluss hinzu, ist eine Abklärung nötig.

Wann sollten Sie die Klinik aufsuchen?

  • Blutung nach Öffnen der Naht: Blutung trotz korrektem Andrücken.
  • Deutliches Aufklaffen der Wundränder: besonders in Bereichen mit Knochenaufbau oder Implantat.
  • Infektionszeichen: zunehmende Schwellung, Rötung, Fieber, Eiter und übler Geruch.
  • Zunehmende Schmerzen: Schmerzen, die mit den Tagen zu- statt abnehmen.
  • Versäumter Termin zum Fadenziehen: Lange belassene, nicht resorbierbare Fäden können Reizungen verursachen.

Früh erkannt, lassen sich diese Situationen meist mit einfachen Maßnahmen beheben; melden Sie sich daher lieber, statt abzuwarten.

Wenn Sie nicht zum Fadenziehen kommen können

Für Patientinnen und Patienten, die von außerhalb oder aus dem Ausland anreisen, können in geeigneten Fällen resorbierbare Fäden gewählt werden. Wurden nicht resorbierbare Fäden verwendet und können Sie nicht zum Kontrolltermin kommen, kann eine Zahnarztpraxis an Ihrem Aufenthaltsort die Fäden ziehen. Teilen Sie dies vor dem Eingriff mit, damit die Planung entsprechend erfolgen kann.

Die Bedeutung des Kontrolltermins

Der Termin zum Fadenziehen bzw. die Kontrolle dient nicht nur dem Entfernen der Fäden, sondern auch der Beurteilung der Heilung. Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt untersucht die Wundheilung, gibt bei Bedarf weitere Empfehlungen und plant mit Ihnen die nächsten Schritte, etwa den Ersatz des fehlenden Zahns. Bei DijiDent sind Kontrolltermine nach chirurgischen Eingriffen fester Bestandteil der Heilungsbegleitung.

Häufig gestellte Fragen

Nicht resorbierbare Fäden werden meist nach sieben bis zehn Tagen entfernt; selbstauflösende Fäden lösen sich von allein.

Selbstauflösende Fäden werden mit der Zeit abgebaut oder fallen heraus; nicht resorbierbare Fäden muss der Zahnarzt entfernen.

Wenn keine Blutung und keine deutliche Öffnung vorliegt, ist das meist unbedenklich; bei Knochenaufbaubereichen informieren Sie die Praxis.

Am ersten Tag nicht putzen; danach die umliegenden Zähne mit einer sehr weichen Bürste vorsichtig reinigen.

Meist nicht; es kann ein leichtes Ziehen zu spüren sein.

Mit dem Kontrolltermin wird Ihre Heilung abgeschlossen.

Kontaktieren Sie uns bei Fragen zum Fädenziehen, zu Ihrem Kontrolltermin oder zu Ihrer Heilung. Begleiten wir Ihre Heilung eng in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik.

Termin vereinbaren

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Eingriffsspezifische Pflegeempfehlungen erhalten Sie gesondert von Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt.