Für die meisten ist eine Zahnentfernung ein einfacher Eingriff – damit er sicher und problemlos verläuft, kommt es aber auf die richtige Vorbereitung an. Besonders bei chronischen Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme ist es sehr wichtig, dass die Zahnärztin oder der Zahnarzt vollständig über den Gesundheitszustand informiert ist. Manche Medikamente können Blutung, Heilung oder Infektionsrisiko beeinflussen und müssen bei der Planung berücksichtigt werden. Wer weiß, was zur Vorbereitung auf das Zahnziehen gehört, erhöht Sicherheit und Komfort des Eingriffs. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul haben wir dafür einen praktischen Vorbereitungsleitfaden zusammengestellt.
Teilen Sie Ihre Gesundheitsinformationen vollständig mit
Vor der Extraktion sollten Sie folgende Informationen vollständig angeben. Selbst scheinbar unwichtige Details können die Planung beeinflussen:
- Chronische Erkrankungen: Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Nieren- und Lebererkrankungen, Gerinnungsstörungen, Asthma und Schilddrüsenerkrankungen.
- Frühere Operationen: Herzklappenprothesen, Gelenkprothesen und Organtransplantationen.
- Krebsbehandlungen: Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich oder Chemotherapie in der Vorgeschichte.
- Allergien: gegen Medikamente, Betäubungsmittel oder Materialien wie Latex.
- Schwangerschaft und Stillzeit: einschließlich einer möglichen Schwangerschaft.
- Rauchen und Alkohol: Gewohnheiten, die die Heilung beeinflussen können.
Welche Medikamente sind besonders wichtig?
Gerinnungshemmer und Thrombozytenaggregationshemmer
Diese Medikamente können das Blutungsrisiko erhöhen. Ein eigenmächtiges Absetzen kann jedoch ernste Risiken wie Gerinnsel, Schlaganfall oder Herzinfarkt mit sich bringen. Nach heutigem Stand lassen sich viele einfache Extraktionen ohne Absetzen mit lokalen Maßnahmen durchführen. Ist eine Anpassung nötig, entscheidet darüber ausschließlich die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt.
Medikamente mit Wirkung auf den Knochenstoffwechsel
Bestimmte Osteoporosemedikamente und manche bei Krebserkrankungen eingesetzte Knochenmedikamente können – wenn auch selten – Heilungsstörungen im Kieferknochen verursachen. Haben Sie solche Medikamente als Tabletten, Spritzen oder Infusionen eingenommen oder nehmen Sie sie ein, nennen Sie unbedingt Namen, Darreichungsform und Dauer. Die Planung der Extraktion erfolgt entsprechend.
Kortison und Immunsuppressiva
Diese Medikamente können Heilung und Infektabwehr beeinflussen; zusätzliche Vorkehrungen können nötig sein.
Diabetesmedikamente und Insulin
Klären Sie vorab mit Ihrer diabetologischen Betreuung, wie Mahlzeiten und Medikamente am Tag der Extraktion abgestimmt werden.
Pflanzliche Produkte und Nahrungsergänzungsmittel
Manche pflanzlichen Produkte und Nahrungsergänzungsmittel können die Blutungsneigung erhöhen oder mit Medikamenten wechselwirken. Nennen Sie auch diese. Wenn Sie Medikamentenpackungen oder Rezepte mitbringen, erleichtert das die korrekte Information.
Wichtige Regel: Ändern Sie Ihre Medikamente nicht eigenmächtig
Nehmen Sie Ihre Dauermedikamente wie gewohnt weiter ein, sofern nichts anderes gesagt wurde. Das Auslassen von Blutdruck-, Herz- und anderen Dauermedikamenten am Tag der Extraktion kann während des Eingriffs Probleme verursachen. Änderungen der Medikation dürfen nur auf Empfehlung der zuständigen Ärztin oder des zuständigen Arztes erfolgen.
Ist ein vorbeugendes Antibiotikum nötig?
Für die meisten Patientinnen und Patienten ist vor einer Zahnentfernung kein vorbeugendes Antibiotikum nötig. Bei bestimmten Herzklappenprothesen, einer früheren infektiösen Endokarditis und bestimmten angeborenen Herzfehlern kann jedoch auf Empfehlung der Kardiologin oder des Kardiologen eine vorbeugende Antibiotikagabe vor der Extraktion nötig sein. Trifft dies auf Sie zu, teilen Sie es vor der Extraktion unbedingt mit.
Checkliste für den Tag der Extraktion
- Nicht nüchtern kommen: Bei Extraktionen unter örtlicher Betäubung sollten Sie, sofern nicht anders angewiesen, eine leichte Mahlzeit zu sich nehmen; das beugt Schwindel vor.
- Bei geplanter Sedierung: Befolgen Sie die Anweisungen zur Nüchternheit und zur Begleitperson.
- Medikamentenliste: Bringen Sie eine Liste oder die Packungen aller Medikamente mit.
- Laborwerte: Bringen Sie, falls vorhanden, aktuelle Blutwerte, INR-Werte oder Befunde mit.
- Ausgeruht sein: Eine gute Nachtruhe und eine entspannte Stimmung erleichtern den Eingriff.
- Nicht rauchen: Rauchverzicht vor und nach der Extraktion unterstützt die Heilung.
- Keinen Alkohol: Trinken Sie am Vortag und am Tag der Extraktion keinen Alkohol.
- Bequeme Kleidung: Wählen Sie bequeme Kleidung.
Sprechen Sie Ihre Angst an
Haben Sie Angst vor der Zahnbehandlung, sagen Sie es vor dem Termin – dann kann der Eingriff in einem für Sie passenden Tempo geplant werden. Bei starker Angst wird der Ablauf Schritt für Schritt erklärt, es werden Pausen eingelegt und bei Bedarf Optionen wie eine Sedierung erwogen.
Für die Zeit danach vorsorgen
Bereiten Sie weiche Speisen, einen Eisbeutel und saubere Gazetupfer schon vorher vor – das erleichtert Ihnen die Zeit nach der Rückkehr. Bei operativen Entfernungen empfiehlt es sich, einige Tage Ruhe einzuplanen.
Gemeinsam zu einem sicheren Plan
Bei DijiDent erheben wir vor der Extraktion eine ausführliche Krankengeschichte und planen Ihre Behandlung bei Bedarf in Abstimmung mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten sicher.
Häufig gestellte Fragen
Bei Extraktionen unter örtlicher Betäubung wird in der Regel eine leichte Mahlzeit empfohlen; ist eine Sedierung geplant, befolgen Sie die Ihnen gegebenen Anweisungen zur Nüchternheit.
Setzen Sie ihn nicht eigenmächtig ab; die Entscheidung sollte nur der Arzt treffen, der das Medikament verordnet hat.
In der Regel ja; Name und Anwendungsdauer des Medikaments sollten jedoch dem Zahnarzt mitgeteilt und die Planung entsprechend angepasst werden.
Für die meisten Patienten nicht; bei manchen Herzerkrankungen können sie auf Empfehlung des Kardiologen eingesetzt werden.
Nehmen Sie Ihre regelmäßigen Medikamente weiter ein, sofern Ihr Zahnarzt nichts anderes sagt.
Eine sichere Extraktion beginnt mit guter Vorbereitung.
Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um Ihren Gesundheitszustand vor dem Zahnziehen beurteilen zu lassen und einen sicheren Plan zu erstellen. Wir beantworten Ihre Fragen in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Ändern Sie Ihre Medikamente nicht ohne Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


