Eine der häufigsten Fragen nach einer Wurzelkanalbehandlung lautet: Wann und was darf ich essen? Die Betäubung, der Schutz der provisorischen Füllung und die noch fehlende definitive Versorgung erfordern in dieser Zeit etwas Achtsamkeit beim Essen. Wer beim Essen nach der Wurzelbehandlung einige einfache Regeln beachtet, fühlt sich wohler und schützt den behandelten Zahn. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul haben wir dazu einen Ernährungsleitfaden für die Zeit nach der Behandlung zusammengestellt.
Warten, bis die Betäubung nachlässt
Die Wurzelbehandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung, und das Taubheitsgefühl kann einige Stunden anhalten. Da Lippe, Wange und Zunge in dieser Zeit gefühllos sind, kann man sich beim Essen unbemerkt beißen oder mit heißen Speisen verbrennen. Essen Sie daher erst feste Nahrung, wenn das Taubheitsgefühl vollständig abgeklungen ist. Lauwarme oder zimmerwarme Getränke können Sie in dieser Zeit vorsichtig zu sich nehmen.
Bei Kindern ist das besonders wichtig, da sie aus Neugier auf die betäubte Lippe beißen können. Bis die Betäubung nachlässt, sollte das Kind beaufsichtigt werden.
Ernährung in den ersten Tagen
In den ersten Tagen nach der Behandlung kann der Zahn leicht empfindlich sein. Bevorzugen Sie weiche, lauwarme und leicht zu kauende Speisen. Kauen Sie möglichst auf der Gegenseite, damit sich der behandelte Zahn erholen kann.
Geeignete Lebensmittel
- Suppen: lauwarme Linsen-, Gemüse- oder Hühnersuppe.
- Milchprodukte: Joghurt, Quark, Buttermilch und weicher Käse.
- Eiweißquellen: Eier, gedünsteter oder gebackener Fisch, gut gegarte Hackfleischgerichte.
- Gemüse: püriertes oder gut gegartes Gemüse.
- Getreide: Reis, Nudeln, Haferbrei und weiches Brot.
- Obst: Bananen, reife Pfirsiche und Obstmus.
Lebensmittel, die Sie meiden sollten
- Harte Lebensmittel: Nüsse, geröstete Kichererbsen, harte Bonbons und Eis.
- Klebrige Lebensmittel: Karamell, Kaugummi, Fruchtgummi und klebrige Süßigkeiten können das Provisorium lösen.
- Sehr heiße oder sehr kalte Speisen und Getränke: können die Empfindlichkeit verstärken.
- Schwer zu kauende Lebensmittel: Brot mit harter Kruste, rohe Karotten oder Äpfel, in die man abbeißt.
- Sehr scharfe Speisen: können empfindliches Gewebe reizen.
Die Zeit mit Provisorium
Erfolgt die Wurzelbehandlung in mehreren Sitzungen oder ist die definitive Versorgung noch nicht fertig, wird der Zahn provisorisch verschlossen. Das Provisorium ist nicht für die Langzeitnutzung gedacht und kann sich durch harte oder klebrige Speisen leicht abnutzen oder lösen. Kauen Sie in dieser Zeit nicht auf der behandelten Seite. Fällt das Provisorium heraus oder ist es deutlich abgenutzt, informieren Sie Ihre Klinik.
Den Zahn bis zur definitiven Versorgung schützen
Ein wurzelbehandelter Zahn, besonders ein Backenzahn, kann bis zur definitiven Füllung, zum Onlay oder zur Krone bruchanfälliger sein. Beißen Sie mit diesem Zahn daher nicht auf Hartes. Nach Abschluss der definitiven Versorgung können Sie entsprechend den zahnärztlichen Empfehlungen wieder normal essen.
Getränke
In den ersten Stunden nach der Behandlung ist lauwarmes Wasser das beste Getränk. Tee und Kaffee können Sie trinken, sobald die Betäubung nachgelassen hat – nicht zu heiß. Zucker- und säurehaltige Getränke können die Empfindlichkeit erhöhen und das Kariesrisiko steigern. Alkohol wird insbesondere bei Einnahme von Schmerzmitteln oder Antibiotika nicht empfohlen.
Ein Beispiel für die erste Woche
Am Behandlungstag trinken Sie nur lauwarme Flüssigkeiten, bis die Betäubung nachlässt; danach wechseln Sie zu weichen Speisen wie Suppe, Joghurt und Püree. In den folgenden Tagen können Sie mit nachlassender Empfindlichkeit Reis, Nudeln, Eier und gut gegartes Gemüse hinzunehmen. Schonen Sie die behandelte Seite weiterhin. Harte und klebrige Lebensmittel bis zur definitiven Versorgung ganz zu meiden, ist der sicherste Weg, Zahn und Provisorium zu schützen.
Ernährung und Heilung
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Heilung des Gewebes um die Wurzelspitze. Ausreichend Eiweiß, Vitamine und Flüssigkeit sind in dieser Zeit wichtig. Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes sollten beim Umstieg auf weiche Kost auf ein stabiles Blutzuckergleichgewicht achten und sich bei Bedarf ernährungsfachlich oder ärztlich beraten lassen.
Mundpflege nicht vernachlässigen
Putzen Sie nach den Mahlzeiten weiterhin sanft die Zähne und reinigen Sie die Zwischenräume. Reinigen Sie auch den behandelten Zahn mit einer weichen Bürste, ohne das Provisorium zu belasten. Gute Mundpflege unterstützt die Heilung und hilft, neue Karies zu vermeiden.
Wann sollten Sie die Klinik anrufen?
Bei zunehmenden Schmerzen beim Kauen, einem zu hoch wirkenden Zahn, einem herausgefallenen Provisorium, Schwellung oder Fieber wenden Sie sich an Ihre Klinik. Diese Anzeichen können eine Kontrolle oder eine kleine Korrektur erfordern.
Häufig gestellte Fragen
Sobald die Betäubung vollständig nachgelassen hat, können Sie mit weichen Speisen beginnen. Das dauert meist einige Stunden.
Nach dem Abklingen der Betäubung ja, solange er nicht zu heiß ist.
Das wird nicht empfohlen. Kaugummi und klebrige Speisen können die provisorische Füllung lösen.
Wenn die endgültige Versorgung abgeschlossen ist und Ihr Zahnarzt grünes Licht gegeben hat.
Das wird nicht empfohlen, vor allem wenn Sie Medikamente einnehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt.
Schließen Sie Ihre Behandlung mit der richtigen Pflege ab.
Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um sich über die Zeit nach der Wurzelbehandlung oder Ihren Plan für die endgültige Versorgung zu informieren. Begleiten wir Ihre Heilung gemeinsam in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Behandlungsspezifische Empfehlungen erhalten Sie gesondert von Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt.


