Das Einwachsen des Implantats in den Kieferknochen ist die Grundlage des Behandlungserfolgs. Wie schnell und wie fest dieser Verbund entsteht, hängt wiederum stark von der Qualität des Knochens ab. Die Knochendichte beim Implantat ist bei der Planung kein technisches Detail, sondern der Hauptfaktor, der Implantatgröße, chirurgische Technik und Wartezeit bestimmt. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul betrachten wir eine Implantatplanung ohne diese Messung nicht als abgeschlossen.
Warum ist die Knochenqualität von Region zu Region verschieden?
Der Kieferknochen ist nicht überall gleich aufgebaut. Das Verhältnis zwischen der harten äußeren Kortikalis und dem inneren schwammartigen Knochen unterscheidet sich je nach Region. Grundsätzlich ist der vordere Unterkiefer härter, der hintere Oberkiefer weicher. Hinzu kommen die Zeit seit dem Zahnverlust, die Art des getragenen Zahnersatzes und individuelle Unterschiede, die die Dichte beeinflussen.
Praktisch bedeutet das: Dasselbe Implantat verhält sich in zwei Regionen unterschiedlich. In hartem Knochen lässt sich die Primärstabilität leicht erreichen, wegen der Gefahr der Überhitzung ist aber eine besonders behutsame Technik nötig. In weichem Knochen ist Stabilität schwerer zu erzielen, und die Wartezeit kann sich verlängern.
Wie wird gemessen?
Im DVT lassen sich die Dichtewerte in verschiedenen Bereichen des Knochens zahlenmäßig beurteilen. Ihr Zahnarzt interpretiert diese Werte zusammen mit der sichtbaren Knochenstruktur. Auch der Widerstand, den der Knochen während des Eingriffs bietet, liefert einem erfahrenen Behandler direkte Informationen; werden Messung und klinischer Eindruck zusammen betrachtet, fällt die treffsicherste Entscheidung.
Wie verändert die Dichte den Plan?
- Implantatwahl: Bei weichem Knochen kommen Implantate mit größerem Durchmesser oder anderen Oberflächeneigenschaften infrage.
- Chirurgische Technik: In manchen Fällen werden Verfahren bevorzugt, bei denen der Knochen verdichtet wird.
- Wartezeit: Die Zeit bis zum vollständigen Einwachsen kann sich je nach Knochenqualität verlängern.
- Entscheidung über die Belastung: Ob in derselben Sitzung ein provisorischer Zahn eingesetzt werden kann, hängt stark von der Primärstabilität ab.
- Notwendigkeit zusätzlicher Eingriffe: Bei unzureichendem Volumen werden Knochenaufbau oder Sinuslift Teil des Plans.
Deshalb sagen wir klar, dass „feste Zähne an einem Tag“ nicht bei jedem Patienten möglich sind. Die Eignung wird durch die Messung der Knochenqualität bestimmt; sie als allgemeines Versprechen darzustellen, wäre nicht richtig.
Knochenvolumen und Knochenqualität sind nicht dasselbe
Diese beiden Begriffe werden häufig verwechselt. Das Volumen beschreibt, wie hoch und breit der Knochen ist; die Qualität, wie dicht und belastbar er ist. Eine Region mit viel Knochen kann weich sein, während eine Region mit begrenzter Höhe sehr hart sein kann. Deshalb werden bei der Planung beide Kriterien gemeinsam bewertet. Die Aussage „Ich habe Knochen“ oder „Ich habe keinen Knochen“ erklärt die Entscheidung nicht vollständig.
Faktoren außerhalb des Knochens
Der Implantaterfolg lässt sich nicht allein mit dem Knochen erklären. Rauchen ist einer der wichtigsten beeinflussbaren Faktoren, die die Heilung beeinträchtigen. Auch ein schlecht eingestellter Diabetes, eine unbehandelte Parodontitis, Zähnepressen und eine unregelmäßige Mundhygiene beeinflussen das Langzeitergebnis. Wenn Sie Medikamente einnehmen, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen, müssen Sie dies unbedingt angeben; diese Information bestimmt den Plan und gegebenenfalls die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Facharzt.
Mundhygiene entscheidet über den Langzeiterfolg
Mit dem Setzen des Implantats ist der Prozess nicht beendet – die eigentliche Phase der Erhaltung beginnt erst dann. Das Gewebe um ein Implantat ist nicht so widerstandsfähig wie das um einen natürlichen Zahn. Tägliches Putzen, die Reinigung der Zahnzwischenräume und regelmäßige professionelle Kontrollen sollten daher nicht vernachlässigt werden. Entzündungen um das Implantat lassen sich in den meisten Fällen behandeln, wenn sie früh erkannt werden; bei Verzögerung können sie zu Knochenverlust führen.
Häufig gestellte Fragen
Weicher Knochen allein ist kein Hindernis; er verändert Planung und Dauer. Die Eignung wird nach der Beurteilung festgelegt.
Osteoporose gilt nicht als absolutes Hindernis; die Medikamente, die Sie einnehmen, können jedoch die Planung beeinflussen. Teilen Sie diese Information unbedingt mit und lassen Sie die Entscheidung gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt treffen, bei Bedarf nach Einholung der Einschätzung des zuständigen Facharztes.
Ausschlaggebend sind Knochenqualität, angewandte Technik, die Notwendigkeit zusätzlicher Eingriffe und Ihre persönliche Heilungsgeschwindigkeit.
Ein Volumendefizit lässt sich mit Methoden des Knochenaufbaus ausgleichen. Die Knochenqualität wird dagegen über die Wahl der chirurgischen Technik berücksichtigt.
In vielen Fällen ist das möglich. Zunächst wird die Ursache des Misserfolgs untersucht; eine neue, messbasierte Planung ist in diesen Fällen besonders wichtig.
Die Implantatentscheidung wird mit gemessenen Daten getroffen.
Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um die Eignung Ihrer Knochenstruktur für ein Implantat beurteilen zu lassen und einen realistischen Behandlungszeitplan zu erstellen. Lassen Sie uns Ihre digital geplante Untersuchung in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik durchführen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Eignung, Dauer und Ergebnisse einer Implantatbehandlung sind individuell verschieden; die Entscheidung fällt nach der zahnärztlichen Untersuchung.

