Der Intraoralscanner ist kein Gerät für eine einzelne Behandlung, sondern die gemeinsame Grundlage einer modernen Praxis. Bei einem Patienten wird eine Krone geplant, beim nächsten eine Aligner-Behandlung, beim dritten implantatgetragener Zahnersatz – und alle nutzen dieselben Daten. Die Einsatzbereiche des digitalen Abdrucks sind daher sehr breit. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul setzen wir diese Daten in genau der Behandlungsphase ein, in der sie gebraucht werden.
Festsitzende Versorgungen
Bei Kronen, Brücken sowie Inlays und Onlays ist die Randpassung entscheidend. Schon ein kleiner Spalt an der Linie, wo Versorgung und Zahn aufeinandertreffen, kann mit der Zeit Plaqueansammlungen und Zahnfleischprobleme begünstigen. Beim digitalen Abdruck lässt sich diese Grenze am Bildschirm vergrößert kontrollieren; wirkt sie unzureichend, wird der Bereich sofort neu gescannt. Versorgungen aus Zirkon und Vollkeramik lassen sich direkt in den digitalen Workflow vom Design bis zur Fertigung einbinden.
Kieferorthopädische Anwendungen
Aligner-Behandlung
Individuell gefertigte transparente Aligner werden vollständig am digitalen Modell geplant. Die Scandaten bilden die Grundlage der Behandlungssimulation; an diesem Modell wird festgelegt, wohin sich welcher Zahn in welcher Phase bewegt.
Retainer und Apparaturen
Retainer nach der Behandlung sowie manche kieferorthopädischen Apparaturen können mit dem digitalen Abdruck hergestellt werden. Außerdem lassen sich Zahnbewegungen visuell verfolgen, indem der Scan zu Behandlungsbeginn mit einem aktuellen Scan überlagert wird.
Einsatz für Diagnose und Planung
Der Scan ist nicht nur ein Fertigungsschritt, sondern auch ein Diagnosewerkzeug. Die digitale Analyse der Bissbeziehung hilft zu beurteilen, welche Zähne zu früh aufeinandertreffen und wie sich die Kaukräfte verteilen. Diese Information kann bei Patienten mit Zähnepressen oder häufig brechenden Versorgungen helfen, die Ursache zu verstehen.
Implantate und Zahnersatz
Bei implantatgetragenem Zahnersatz werden die Scandaten mit dem DVT kombiniert und ermöglichen so eine prothetisch orientierte Planung. Auch die Herstellung von Bohrschablonen beruht auf der Überlagerung dieser beiden Datensätze. Bei herausnehmbarem Zahnersatz kann in manchen Fällen digital gearbeitet werden, während bei zahnlosen Kiefern die klassische Methode oder ein kombiniertes Vorgehen bevorzugt werden kann.
Provisorische Versorgungen
Provisorische Kronen und Brücken, die bis zur Fertigstellung der definitiven Versorgung getragen werden, lassen sich ebenfalls am digitalen Modell gestalten und herstellen. So überbrücken Sie auch die Übergangszeit mit einer passgenauen und angenehmen Lösung – was auch für die Gesundheit des Zahnfleischs wichtig ist.
Einsatz zu Schutz und Verlaufskontrolle
- Aufbissschiene: Individuelle Schienen für Patienten mit Zähnepressen und -knirschen.
- Sportmundschutz: Anfertigung von Mundschutz für Kontaktsportarten.
- Verlaufskontrolle bei Abnutzung: Zahlenmäßiger Vergleich des Substanzverlusts über die Jahre.
- Verlaufskontrolle bei Zahnfleischrückgang: Objektive Verfolgung von Veränderungen des Rückgangs.
- Bleaching-Schienen: Herstellung individueller Schienen für das Home-Bleaching.
Integration mit dem Smile-Design
Beim digitalen Smile-Design werden die Scandaten mit Foto- und Videoaufnahmen kombiniert. So lässt sich die geplante Zahnform auf die vorhandenen Zähne projizieren und beurteilen, und das Mock-up (die Probeversorgung) wird auf Grundlage dieses Modells vorbereitet.
Nutzen für die Patientenaufklärung
Ein oft übersehener Vorteil des digitalen Modells ist die Kommunikation. Wenn Sie das Innere Ihres Mundes vergrößert auf dem Bildschirm sehen, verstehen Sie das vom Zahnarzt beschriebene Problem ganz konkret. Eine abgenutzte Zahnfläche, ein zurückgegangener Zahnfleischrand oder ein Bereich mit Verdacht auf einen Riss bleiben in Worten abstrakt, sind am Bildschirm aber klar zu erkennen. Das unterstützt Ihre bewusste Beteiligung an Behandlungsentscheidungen.
Wird er in jedem Fall eingesetzt?
Nein. Bei Behandlungen ohne Abdruck, etwa einer einfachen Füllung oder einer Wurzelbehandlung, wird nicht gescannt. Außerdem hatten wir erwähnt, dass bei manchen Prothesenfällen die klassische Methode besser geeignet ist. Der richtige Ansatz ist nicht, Technologie in jedem Fall einzusetzen, sondern dort, wo sie gebraucht wird.
Häufig gestellte Fragen
Für herkömmliche Füllungen ist er nicht nötig. Er wird bei im Labor hergestellten Restaurationen wie Inlays und Onlays eingesetzt.
In vielen Fällen reicht er aus und ist eine angenehme Option.
Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei manchen Behandlungen können ein Anfangs-, ein Zwischenkontroll- und ein Abschlussscan erfolgen.
Bei kompatiblem Dateiformat kann er verwendet werden. Ihre Aufzeichnungen werden auf Wunsch weitergegeben.
In manchen Fällen ja; bei völlig zahnlosen Kiefern kann jedoch die konventionelle Methode bevorzugt werden.
Erfahren Sie, wie der digitale Workflow in Ihrer Behandlung eingesetzt wird.
Wenn Sie eine Krone, transparente Aligner, eine Aufbissschiene oder implantatgetragenen Zahnersatz planen, gestalten wir den Ablauf von Anfang an gemeinsam. Kontaktieren Sie uns für einen Termin und lassen Sie uns in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik die für Sie passende Methode bestimmen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Die Methode legt Ihr Zahnarzt nach der klinischen Untersuchung fest.

