Intraoralscanner

Kann ein Intraoralscanner Karies erkennen? Die Grenzen der Diagnoseverfahren – mit DijiDent in der Türkei

Mit der Verbreitung digitaler Scanner taucht immer wieder eine Frage auf: Wenn das Gerät mein Mundinneres so detailliert sieht, kann es dann nicht auch Karies erkennen? Eine nachvollziehbare Erwartung. Die Antwort erfordert jedoch ein genaues Verständnis dessen, was die Technologie leistet. Einen realistischen Rahmen für die digitale Kariesdiagnostik abzustecken, ist wichtig, damit Patienten nicht aus falscher Sicherheit Kontrollen vernachlässigen. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul sprechen wir die Grenzen jedes Verfahrens offen an.

Was sieht der Scanner – und was nicht?

Ein Intraoralscanner ist ein optisches Gerät und erfasst nur die Oberfläche. Hat ein Zahn also ein sichtbares Loch, eine Verfärbung oder einen strukturellen Defekt, bildet er das im Modell ab. In den Zahn hineinsehen kann er jedoch nicht. Eine Karies, die unter dem Schmelz im Dentin fortschreitet und an der Oberfläche keine deutliche Spur hinterlassen hat, wird vom Scanner nicht erkannt.

Der kritischste Punkt: die Zahnzwischenräume

Ein großer Teil der Karies beginnt in den Zwischenräumen, wo benachbarte Zähne aneinanderstoßen. Diese Bereiche sind weder mit dem Auge noch mit einem optischen Scanner direkt einsehbar, weil der Nachbarzahn die Sicht verdeckt. Für eine zuverlässige Beurteilung von Zwischenraumkaries sind röntgenologische Verfahren wie Bissflügelaufnahmen nötig. Das ist kein Mangel des Scanners, sondern eine Frage dessen, dass verschiedene Werkzeuge verschiedene Aufgaben haben.

Zusatzfunktionen mancher Geräte

Manche Scanner bieten zusätzlich zum normalen optischen Scan fluoreszenzbasierte Modi. Dabei wird Licht einer bestimmten Wellenlänge auf den Zahn gesendet und der Unterschied im Leuchten zwischen gesundem und demineralisiertem Gewebe ausgewertet. Diese Funktion kann helfen, frühe Mineralverluste an der Oberfläche zu erkennen.

Doch auch hier gibt es Grenzen. Diese Verfahren dienen dem Screening und der Verlaufskontrolle und gelten allein nicht als sicheres Diagnoseinstrument. Zahnstein, Verfärbungen und manche Füllungsmaterialien können zudem irreführende Werte liefern. Das Ergebnis wird immer zusammen mit der klinischen Untersuchung beurteilt.

Karies unter Füllungen

Karies, die sich unter einer vorhandenen Füllung entwickelt, ist mit optischen Verfahren nicht sichtbar. Da das Füllungsmaterial die Oberfläche bedeckt, erfasst der Scanner nur die Füllung selbst. Solche Karies wird meist mit Röntgenaufnahmen oder anhand von Befunden am Füllungsrand festgestellt. Deshalb sollten ältere Füllungen regelmäßig kontrolliert werden.

Verfahren der Kariesdiagnostik

  • Klinische Untersuchung: Sichtprüfung und vorsichtiger Einsatz der Sonde sind der Grundschritt.
  • Röntgendiagnostik: Vor allem für Zwischenräume und Karies unter Füllungen erforderlich.
  • Optischer Scan: Erfassung von Oberflächenveränderungen und Vergleich über die Zeit.
  • Fluoreszenzverfahren: Screening auf frühen Mineralverlust.
  • Anamnese: Ernährungsgewohnheiten, Empfindlichkeiten und Mundhygiene.

Keines davon reicht allein aus; eine zuverlässige Diagnose entsteht aus dem Zusammenspiel.

Lässt sich beginnende Karies stoppen?

Bei frühen Läsionen, die auf den Schmelz begrenzt sind und noch kein Loch gebildet haben, sieht es gut aus. In diesem Stadium kann der Prozess mit Fluoridanwendungen, angepasster Ernährung und wirksamer Mundhygiene gestoppt oder verlangsamt werden. Ist bereits ein Loch entstanden, ist eine Füllungstherapie nötig. Genau hier liegt der Wert der Früherkennung: eine Lösung mit weniger Eingriff.

Der Wert der Verlaufskontrolle

Wird ein verdächtiger Bereich entdeckt, kann es sinnvoll sein, ihn zunächst in bestimmten Abständen zu beobachten, statt sofort zu behandeln. Der digitale Scan ist dabei wertvoll; durch den Vergleich von Aufnahmen desselben Bereichs zu verschiedenen Zeitpunkten lässt sich beurteilen, ob die Läsion fortschreitet. Dieser Ansatz hilft auch, unnötige Eingriffe zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Ja. Beginnende Karies verursacht keine Schmerzen. Regelmäßige Kontrollen sind der einzige zuverlässige Weg, ein Problem zu erkennen, solange es klein ist.

In der Regel ja. Für die Zahnzwischenräume und Bereiche unter Füllungen kann eine Röntgenbeurteilung nötig sein.

Karies an sichtbaren Flächen lässt sich durch eine Untersuchung erkennen; für eine umfassende Beurteilung kann jedoch ein Röntgenverfahren erforderlich sein. Ich möchte nicht, dass bei meinem Kind häufig Röntgenaufnahmen gemacht werden. Bildgebung wird nur bei Bedarf angefordert. Die Abstände werden anhand einer Risikobeurteilung individuell festgelegt.

Es ist für Screening und Verlaufskontrolle hilfreich; eine sichere Diagnose erfolgt durch klinische und röntgenologische Beurteilung.

Das hängt von Ihrem Kariesrisiko ab. Ihr Zahnarzt empfiehlt Ihnen ein individuelles Kontrollintervall.

Wird Karies erkannt, bevor sie wächst, fällt die Behandlung kleiner aus.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin zu einer umfassenden Kariesbeurteilung und einem auf Sie abgestimmten Kontrollprogramm. Lassen Sie uns Ihre Mundgesundheit in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik ganzheitlich untersuchen.

Termin vereinbaren

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Diagnoseverfahren und Behandlungsentscheidung legt Ihr Zahnarzt nach der klinischen Untersuchung fest.

3D-Bildgebung (DVT)

DVT oder Panoramaröntgen – was ist der Unterschied? Die richtige Bildgebung mit DijiDent in der Türkei

Bei Ihrem Zahnarzt haben Sie sicher schon den Satz gehört: „Machen wir zuerst ein Röntgenbild.“ In manchen Fällen genügt dieses Bild jedoch nicht, und Ihr Zahnarzt wünscht sich eine dreidimensionale Aufnahme. Viele Patientinnen und Patienten fragen dann zu Recht: Warum brauche ich zusätzlich ein DVT, wenn ich doch schon ein Röntgenbild habe? Der Unterschied zwischen DVT und Panoramaröntgen ergibt sich daraus, dass beide Verfahren unterschiedliche Fragen beantworten. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul gehört es für uns zur Behandlung, Ihnen offen zu erklären, welche Aufnahme aus welchem Grund nötig ist.

Was zeigt ein Panoramaröntgen?

Das Panoramaröntgen (Orthopantomogramm, kurz OPG) liefert eine flach ausgerollte Übersicht Ihres gesamten Kiefers in einem einzigen Bild. Während sich das Gerät um Ihren Kopf dreht, erfasst es alle Zähne im Ober- und Unterkiefer, die allgemeine Struktur des Kieferknochens und einen Teil der Kieferhöhlen. Damit ist es ein schneller und effektiver Einstieg, um die Anzahl der Zähne, verlagerte Zähne, größere Karies, zystenverdächtige Bereiche und die allgemeine Knochenhöhe zu beurteilen.

Der größte Vorteil des OPG ist seine Praktikabilität. Es ist schnell erstellt, arbeitet mit niedriger Dosis und liefert bei den meisten Routinekontrollen ausreichend Informationen. Es gibt jedoch eine wichtige Grenze: Das Panoramaröntgen ist ein zweidimensionales Bild – es enthält keine Tiefeninformation.

Die Grenze des zweidimensionalen Bildes

Wird eine dreidimensionale Struktur auf eine Ebene projiziert, überlagern sich Strukturen, die hintereinander liegen. Auf dem OPG kann es so aussehen, als lägen eine Zahnwurzel und der Unterkiefernerv ineinander – tatsächlich liegen vielleicht einige Millimeter sicherer Abstand dazwischen. Auch das Gegenteil ist möglich: Zwei Strukturen, die im Bild weit voneinander entfernt erscheinen, liegen in Wirklichkeit direkt nebeneinander. Zudem beeinflussen Vergrößerungsfaktor und Positionierungsfehler die Messgenauigkeit. Deshalb gilt das OPG allein nicht als ausreichend, wenn Entscheidungen im Millimeterbereich getroffen werden müssen.

Was macht das DVT anders?

Die digitale Volumentomographie (DVT, international CBCT) erzeugt ein dreidimensionales Volumenmodell der untersuchten Region. Ihr Zahnarzt kann dieses Modell in jeder Richtung schneiden, drehen und maßstabsgetreu vermessen. In der Praxis bedeutet das:

  • Die Knochenbreite lässt sich messen: Im geplanten Implantatbereich sieht man nicht nur die Höhe, sondern auch die Breite des Knochens von der Lippen- zur Gaumenseite.
  • Anatomische Nachbarschaften werden klar: Die Beziehung zum Unterkiefernerv, zum Kieferhöhlenboden und zu benachbarten Zahnwurzeln wird in drei Ebenen beurteilt.
  • Verborgene Befunde können sichtbar werden: Eine kleine Läsion, die im 2D-Bild hinter der Wurzel verschwindet, kann im Schnittbild erkannt werden.
  • Die Wurzelkanal-Anatomie wird sichtbar: Bei wiederkehrenden Entzündungen kann ein übersehener zusätzlicher Wurzelkanal entdeckt werden.
  • Eingriffe werden vorab geplant: Sind Winkel und Wurzelform eines verlagerten Zahns bekannt, lassen sich Behandlungsdauer und Komplikationsrisiko besser steuern.

Wann ist welches Verfahren sinnvoll?

Die beiden Verfahren sind keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich. Vereinfacht gilt: Für Routineuntersuchungen, Kariesdiagnostik und allgemeine Beurteilungen reicht das Panoramaröntgen meist aus. Bei Implantatplanung, Weisheitszahnchirurgie, Wurzelkanal-Revisionen, Zysten und Läsionen, Kiefergelenkbeschwerden sowie nach Unfällen liefert die dreidimensionale Bildgebung dagegen einen deutlichen Mehrwert.

Bei DijiDent gilt ein klarer Grundsatz: Eine Aufnahme wird nur angefertigt, wenn sie eine klinische Frage beantwortet. Statt das DVT routinemäßig bei allen durchzuführen, empfehlen wir es dann, wenn es Informationen liefert, die Ihre Behandlungsentscheidung direkt beeinflussen. Unsere Zahnärztinnen und Zahnärzte erklären Ihnen diese Begründung auch persönlich – wir halten es nicht für richtig, dass Sie fortfahren, ohne zu wissen, was wir warum anfordern.

Ist mein altes Röntgenbild noch nützlich?

Mitgebrachte Aufnahmen sind auf jeden Fall wertvoll, vor allem, weil sie einen Vergleich mit dem früheren Zustand ermöglichen. Entscheidend sind jedoch Datum, Qualität und abgebildeter Bereich. Ein vor Jahren erstelltes Bild gibt die aktuelle Knochenhöhe womöglich nicht mehr wieder. Bringen Sie Ihre vorhandenen Aufnahmen deshalb unbedingt mit – ob eine neue Aufnahme nötig ist, entscheidet Ihr Zahnarzt nach der Untersuchung.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Das Panoramaröntgen behält seinen Wert als schnelles, dosisarmes Instrument zur allgemeinen Übersicht. Die DVT kommt zum Einsatz, wenn eine bestimmte Frage eine detaillierte Antwort erfordert.

Die 3D-DVT arbeitet in der Regel mit einer höheren Dosis als ein Panoramaröntgen und mit einer deutlich niedrigeren Dosis als eine medizinische Computertomographie. Die Verkleinerung des Aufnahmebereichs ist ein wichtiger Faktor zur Senkung der Dosis. Die genauen Werte hängen vom Gerät und vom Aufnahmeprotokoll ab.

Bei klinischem Bedarf ist das möglich; Ziel ist es jedoch, unnötige Wiederholungen zu vermeiden. Ihr Zahnarzt entscheidet nach Durchsicht Ihrer vorhandenen Aufnahmen, ob eine zusätzliche Untersuchung nötig ist.

Ja. Die Aufnahmen können als digitale Dateien weitergegeben werden; sie lassen sich für eine Zweitmeinung oder für die Nachsorge in einem anderen Zentrum verwenden.

Beide Arten der Bildgebung sind schmerzfrei. Sie werden lediglich gebeten, einige Sekunden lang stillzuhalten.

Die richtige Untersuchung verhindert auch unnötige Behandlungen.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um herauszufinden, ob Ihre vorhandenen Röntgenbilder ausreichen, und um Ihren Behandlungsplan auf eine solide Diagnose zu stützen. Lassen Sie unsere Zahnärzte der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik Ihre Aufnahmen gemeinsam mit Ihnen auswerten.

Termin vereinbaren

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Über eine Bildgebung wird auf Grundlage der klinischen Beurteilung entschieden.