Mundgeruch beeinträchtigt das soziale Leben direkt und ist eine Beschwerde, über die man oft nicht gern spricht. Bei Prothesenträgern tritt sie häufiger auf; die Ursache ist jedoch nicht die Prothese selbst, sondern die Bedingungen um sie herum. Den Zusammenhang zwischen Prothese und Mundgeruch richtig zu verstehen, ist der erste Schritt zu einer dauerhaften Lösung. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul gehen wir diese Beschwerde an, indem wir die Quelle bestimmen.
Wie entsteht Mundgeruch?
Der größte Teil des Mundgeruchs entsteht durch flüchtige Schwefelverbindungen, die freigesetzt werden, wenn Bakterien im Mund Eiweißreste abbauen. Diese Bakterien vermehren sich in sauerstoffarmen, nicht gereinigten Bereichen. Prothesen können solche Bereiche schaffen.
Die wichtigsten Ursachen bei Prothesenträgern
- Unzureichende Prothesenreinigung: Plaque auf der Prothese wirkt genauso wie Plaque auf natürlichen Zähnen.
- Poröse Oberfläche: Feine Kratzer, die über die Jahre entstehen, erleichtern die Anlagerung von Bakterien.
- Ständiges Tragen in der Nacht: Die abgeschlossene, feuchte Umgebung begünstigt Geruchsbildung.
- Gaumenentzündung: Eine Entzündung unter der Prothese trägt zum Geruch bei.
- Bereiche unter Brücken: Bei festsitzendem Zahnersatz entsteht Geruch, wenn die Unterseite des Brückenglieds nicht gereinigt wird.
- Verbliebene natürliche Zähne: Bei Teilprothesen Karies und Parodontitis an den Pfeilerzähnen.
- Reste von Haftcreme: Bilden Ablagerungen, wenn sie nicht entfernt werden.
Die Rolle der Mundtrockenheit
Speichel ist das natürliche Reinigungsmittel des Mundes. Nimmt er ab, vermehren sich Bakterien leichter, und der Geruch wird deutlicher. Mundtrockenheit kann mit manchen Blutdruck-, Antidepressiva- und Allergiemedikamenten, bestimmten Allgemeinerkrankungen und zu geringer Trinkmenge zusammenhängen. Da in der Altersgruppe der Prothesenträger viele Medikamente eingenommen werden, wird diese Ursache oft übersehen.
Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Zahnarzt Ihre Medikamente mitteilen. Setzen Sie Medikamente nicht eigenmächtig ab; Sie können aber Empfehlungen zur Linderung der Mundtrockenheit erhalten.
Der Weg zur Lösung
Eine dauerhafte Lösung erreicht man nicht mit überdeckenden Mitteln wie Mundspülung oder Pfefferminzbonbons. Sie überdecken den Geruch nur vorübergehend. Richtig ist es, die Quelle zu finden:
- Prothesenreinigung: Tägliches Putzen, die Innenseite nicht vergessen, nachts herausnehmen.
- Professionelle Reinigung: Harte Ablagerungen auf der Prothese lassen sich zu Hause nicht entfernen.
- Zungenreinigung: Der Zungenrücken ist eine der häufigsten Quellen von Mundgeruch. Eine Zungenbürste oder ein Zungenschaber wird empfohlen.
- Pflege der natürlichen Zähne: Bei Teilprothesen ist die Reinigung der Pfeilerzähne entscheidend.
- Zahnfleischbehandlung: Bei Bedarf erfolgt eine parodontale Abklärung.
- Trinken: Über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit.
Wie bemerken Sie Ihren eigenen Mundgeruch?
Da man sich an den eigenen Geruch gewöhnt, bemerkt man ihn meist nicht. Eine einfache Methode: Die Innenseite des Handgelenks ablecken, einige Sekunden trocknen lassen und daran riechen; das gibt einen Hinweis auf den Geruch des Speichels. Die zuverlässigste Beurteilung ist jedoch die klinische Untersuchung. Eine ehrliche Rückmeldung von einer Vertrauensperson einzuholen, ist ebenfalls ein praktischer Weg.
Wenn die Quelle nicht im Mund liegt
Der Großteil des Mundgeruchs stammt aus dem Mund, aber nicht alles. Nebenhöhlen und Nasen-Rachen-Sekret, Mandelprobleme, Erkrankungen des Verdauungssystems und manche Allgemeinerkrankungen können ebenfalls Geruch verursachen. Bleiben die Beschwerden bestehen, obwohl die Ursachen im Mund beseitigt sind, kann Ihr Zahnarzt Sie an den entsprechenden Facharzt überweisen. Das bedeutet nicht, dass das Problem unlösbar ist, sondern nur, dass es in einem anderen Bereich liegt.
Der Einfluss der Ernährung
Manche Lebensmittel verursachen vorübergehenden Geruch; Bestandteile von Knoblauch und Zwiebeln gelangen über das Blut in die Lunge und werden ausgeatmet. Solche Gerüche lassen sich durch Mundhygiene nicht vollständig beseitigen und verschwinden mit der Zeit von selbst. Dauerhafter Geruch ist etwas anderes und hat eine Ursache; zwischen vorübergehend und dauerhaft zu unterscheiden, bestimmt den richtigen Ansatz.
Wie sagt man es einem Angehörigen?
Man bemerkt den eigenen Mundgeruch meist nicht. Es einem Angehörigen zu sagen, kann schwierig sein; es zu vermeiden, lässt das Problem jedoch bestehen. Am wirksamsten ist ein Ansatz, der nicht vorwurfsvoll ist und das Thema mit Gesundheit verbindet: Ein Satz wie „Lass uns einen Kontrolltermin machen und die Reinigung deiner Prothese prüfen lassen“ nimmt dem Thema die persönliche Kritik.
Häufig gestellte Fragen
Er kann durch die Anregung des Speichelflusses vorübergehend unterstützen; ob er für Prothesenträger geeignet ist, sollten Sie jedoch Ihren Zahnarzt fragen.
Zunächst werden eine Reinigung und eine Beurteilung des Gewebes durchgeführt. Ist die Oberfläche deutlich abgenutzt, kann eine Erneuerung in Betracht kommen.
Nein. Sie verschafft vorübergehende Linderung, beseitigt aber nicht die Ursache.
Ja. Der hintere Zungenrücken ist ein wichtiger Ablagerungsbereich, und seine regelmäßige Reinigung macht einen Unterschied.
Es werden spezielle Zahnseide, die sich unter die Brücke einfädeln lässt, und Interdentalbürsten verwendet.
Erhöhen Sie Ihre Wasseraufnahme und informieren Sie Ihren Zahnarzt über die Medikamente, die Sie einnehmen; Sie können Empfehlungen erhalten.
Die Ursache von Mundgeruch lässt sich finden.
Lassen Sie uns den Zustand Ihrer Prothese, Ihres Zahnfleischs und Ihres Mundgewebes eingehend beurteilen. Kontaktieren Sie uns für einen Termin; planen wir eine dauerhafte Lösung in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Die Ursache des Mundgeruchs bestimmt Ihr Zahnarzt nach der klinischen Untersuchung.


