3D-Bildgebung (DVT)

Die Sorge, die unsere Patienten vor einer Aufnahme am häufigsten äußern, ist die Strahlung – und diese Sorge ist berechtigt: Jede medizinische Bildgebung braucht eine Begründung. Damit die Sorge aber auf einer soliden Grundlage steht, braucht es konkrete Informationen. Die Strahlendosis beim DVT sieht oft anders aus, als viele vermuten. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul gehört jede Maßnahme, die die Dosis senkt, zu unserem Standardablauf.

Wie wird die Strahlendosis bewertet?

In der medizinischen Bildgebung wird die Belastung als sogenannte effektive Dosis gemessen und in Mikrosievert (µSv) angegeben. Dabei ist ein Punkt wichtig: Wir alle sind im Alltag ständig Strahlung aus natürlichen Quellen ausgesetzt – aus dem Boden, aus Baumaterialien, aus Lebensmitteln und durch kosmische Strahlung aus dem All. Diese Belastung nennt man natürliche Hintergrundstrahlung. Die Dosis medizinischer Aufnahmen wird häufig damit verglichen, wie vielen Tagen natürlicher Hintergrundstrahlung sie entspricht – denn das ist anschaulicher als eine abstrakte Zahl.

Wo stehen zahnärztliche Aufnahmen im Vergleich?

Grob gilt folgende Reihenfolge: Das Einzelzahnröntgen (Zahnfilm) hat die niedrigste Dosis. Das Panoramaröntgen liegt darüber. Die digitale Volumentomographie (DVT) arbeitet mit einer höheren Dosis als das Panoramaröntgen. Im Vergleich zur klassischen medizinischen Computertomographie (CT) im Krankenhaus ist die Dosis des DVT jedoch deutlich niedriger. Die genauen Werte hängen von Gerätemodell, gewählter Auflösung und Größe des Aufnahmebereichs ab – deshalb wäre es nicht korrekt, eine einzige Zahl zu nennen.

Was ist das ALARA-Prinzip?

ALARA steht für „as low as reasonably achievable“ – „so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar“ – und ist ein internationaler Grundsatz des Strahlenschutzes. In der Praxis heißt das: die niedrigste Dosis verwenden, die ausreicht, um die für die Diagnose nötige Information zu gewinnen. Daraus ergeben sich drei konkrete Schritte.

  • Rechtfertigung: Eine Aufnahme wird angefertigt, wenn sie die Behandlungsentscheidung verändert – nicht aus Routine.
  • Optimierung: Der Aufnahmebereich wird auf die relevante Region begrenzt, die Auflösung nach klinischem Bedarf gewählt.
  • Schutz: Wo sinnvoll, wird Schutzausrüstung verwendet, und unnötige Wiederholungen werden vermieden.

Bei DijiDent setzen wir alle drei Schritte um. Wir bitten unsere Patienten ausdrücklich, vorhandene Aufnahmen mitzubringen – denn wenn ein aktuelles und ausreichendes Bild vorliegt, gibt es keinen klinischen Grund, die Untersuchung zu wiederholen.

Warum ist ein kleiner Aufnahmebereich wichtig?

Bei DVT-Geräten lässt sich das aufgenommene Volumen einstellen. Soll nur ein einzelner verlagerter Zahn beurteilt werden, muss nicht der ganze Kiefer abgebildet werden. Ein kleinerer Bereich senkt die Dosis und erhöht zugleich die Bildauflösung – das ermöglicht eine klarere Beurteilung. Was wie ein technisches Detail wirkt, ist eine Entscheidung mit direkten Folgen für die Patientensicherheit.

Wer braucht besondere Aufmerksamkeit?

Kinder und Jugendliche gelten wegen ihres wachsenden Gewebes als strahlenempfindlicher als Erwachsene. Das heißt nicht, dass bei Kindern keine Aufnahmen gemacht werden dürfen; die Indikation muss aber besonders sorgfältig geprüft und die Dosis so niedrig wie möglich gehalten werden. In der Schwangerschaft werden planbare Aufnahmen nach Möglichkeit verschoben. Bei Patienten mit onkologischer Vorgeschichte wird die Situation unter Berücksichtigung der Einschätzung des behandelnden Facharztes bewertet.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie uns vor der Untersuchung über eine mögliche Schwangerschaft, frühere Behandlungen und kürzlich angefertigte Aufnahmen informieren. Diese Angaben helfen uns, den für Sie sichersten Weg zu wählen.

Häufig gestellte Fragen

Das individuelle Risiko einer einzelnen zahnmedizinischen Aufnahme gilt als sehr gering. Dennoch sollte jede Untersuchung begründet sein, und unnötige Wiederholungen sollten vermieden werden; das ist die Grundlage des wissenschaftlichen Vorgehens.

Es gibt keine feste Anzahl. Entscheidend ist, dass jede Aufnahme klinisch notwendig ist. Solange keine unnötigen Wiederholungen erfolgen, können die im Behandlungsverlauf erforderlichen Aufnahmen gemacht werden.

Der Einsatz von Schutzausrüstung richtet sich nach den Eigenschaften des Geräts und den aktuellen Empfehlungen zum Strahlenschutz. Ausführliche Informationen über das in unserer Klinik angewandte Protokoll erhalten Sie von Ihrem Zahnarzt.

Zahnmedizinische Bildgebung gilt nicht als Verfahren, das die Muttermilch beeinflusst. Dennoch wird empfohlen, Ihren Zahnarzt über Ihre Situation zu informieren und die Entscheidung gemeinsam zu treffen.

Wenn die Aufnahme aktuell ist, eine ausreichende Qualität hat und die betreffende Region abbildet, kann sie verwendet werden. Dies ist der praktischste Weg, unnötige Strahlenbelastung zu vermeiden.

Zögern Sie nicht, Ihre Fragen zu stellen – Information ist der erste Schritt zum Vertrauen.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um herauszufinden, ob für Sie eine Bildgebung nötig ist und welche Methode bei niedrigster Dosis ausreichende Informationen liefert. Lassen Sie uns den Ablauf in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik gemeinsam und transparent planen.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Dosiswerte hängen von Gerät und Protokoll ab; über die Bildgebung entscheidet Ihr Zahnarzt.