Implantologie

Diabetes ist eine weltweit zunehmend verbreitete chronische Erkrankung, die eng mit der Mundgesundheit zusammenhängt. Bei Menschen mit Diabetes treten Zahnfleischerkrankungen und dadurch bedingter Zahnverlust häufiger auf – damit steigt auch der Bedarf an Implantaten. Viele glauben, als Diabetiker kein Implantat bekommen zu können. Bei gut eingestelltem Blutzucker lässt sich eine Implantatbehandlung jedoch erfolgreich planen. Wer den Zusammenhang zwischen Diabetes und Implantat kennt, kann sich besser vorbereiten und Risiken steuern. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul planen wir die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Diabetes in Abstimmung mit ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten.

Wie beeinflusst Diabetes das Implantat?

Ein schlecht eingestellter, hoher Blutzucker kann die Fähigkeit des Körpers schwächen, zu heilen und Infektionen abzuwehren. Veränderungen an kleinen Blutgefäßen können die Durchblutung des Gewebes verringern; Knochenneubildung und Kollagenproduktion können beeinträchtigt werden. Das kann die Osseointegration verlangsamen und das Infektionsrisiko erhöhen. Langfristig kann auch das Risiko einer Entzündung um das Implantat steigen.

Der Unterschied zwischen gut und schlecht eingestelltem Diabetes

Entscheidend ist weniger, ob ein Diabetes vorliegt, sondern wie gut er eingestellt ist. Bei Patientinnen und Patienten, deren Blutzucker stabil im Zielbereich liegt, können die Ergebnisse einer Implantatbehandlung denen von Menschen ohne Diabetes sehr nahekommen. Bei schlecht eingestelltem Diabetes steigen die Risiken dagegen deutlich, und die Behandlung muss gegebenenfalls aufgeschoben werden.

Die Bedeutung des HbA1c-Werts

Der HbA1c-Wert spiegelt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten zwei bis drei Monate wider und ist ein wichtiger Indikator für die Implantatplanung. Vor der Behandlung sollte Ihr aktueller HbA1c-Wert bekannt sein und mitgeteilt werden. Ist er hoch, kann es nötig sein, die Blutzuckereinstellung vor dem Eingriff gemeinsam mit Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt oder Ihrer diabetologischen Praxis zu verbessern. Der angestrebte Wert für die Behandlung wird unter Berücksichtigung Ihres Gesamtzustands und des Eingriffsumfangs festgelegt.

Vorbereitung auf die Behandlung

  • Aktuelle Laborwerte: Teilen Sie HbA1c- und Nüchternblutzuckerwerte mit.
  • Medikamentenliste: Nennen Sie alle Diabetesmedikamente und sonstigen Medikamente.
  • Abstimmung mit anderen Ärztinnen und Ärzten: Bei Bedarf erstellt Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt gemeinsam mit Ihrer diabetologischen Betreuung einen Plan.
  • Zahnfleischgesundheit: Die bei Diabetes häufigen Zahnfleischerkrankungen sollten vor der Implantation behandelt werden.
  • Folgeerkrankungen: Diabetesfolgen an Nieren, Herz oder Gefäßen werden in die Beurteilung einbezogen.

Was am Operationstag zu beachten ist

  • Keine Mahlzeit auslassen: Essen Sie vor dem Termin nach zahnärztlicher Empfehlung ganz normal; kommen Sie nicht nüchtern.
  • Medikamente abstimmen: Klären Sie die Einnahme von Insulin oder anderen Medikamenten vorab mit Ihrer diabetologischen Betreuung.
  • Blutzuckermessung: Vor dem Eingriff kann der Blutzucker kontrolliert werden.
  • Termin am Vormittag: Zur Blutzuckerkontrolle werden meist die Morgenstunden bevorzugt.
  • Traubenzucker dabeihaben: Halten Sie für den Fall einer Unterzuckerung eine schnell wirksame Zuckerquelle bereit.

Was in der Heilungsphase zu beachten ist

Nach dem Eingriff können Stress und veränderte Ernährung den Blutzucker beeinflussen. Messen Sie in dieser Zeit häufiger, achten Sie auf eine weiche, aber ausgewogene Ernährung und nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein. Halten Sie sich genau an die zahnärztlichen Pflegehinweise – das senkt das Infektionsrisiko. Bemerken Sie zunehmende Schwellung, Schmerzen, Fieber oder eine verzögerte Wundheilung, wenden Sie sich an Ihre Klinik.

Nehmen Sie die Kontrolltermine regelmäßig wahr, damit die Wundheilung überwacht werden kann.

Für den langfristigen Erfolg

  • Blutzuckereinstellung: Für die langfristige Gesundheit des Implantats sollte der Blutzucker im Zielbereich bleiben.
  • Regelmäßige Kontrollen: Bei Diabetes können Implantatkontrollen häufiger geplant werden.
  • Sorgfältige Mundpflege: tägliche Reinigung um das Implantat mit geeigneten Hilfsmitteln.
  • Nicht rauchen: Treffen Diabetes und Rauchen zusammen, steigen die Risiken deutlich.

Mundtrockenheit und Infektionen bei Diabetes

Bei Diabetes treten Mundtrockenheit, Pilzinfektionen im Mund und verzögerte Wundheilung häufiger auf. Weniger Speichel begünstigt die Plaqueansammlung und kann das Gewebe um Implantate belasten. Viel Wasser trinken, speichelanregende Maßnahmen wie zuckerfreier Kaugummi und zahnärztlich empfohlene Produkte können helfen. Leiden Sie unter Mundtrockenheit, lohnt es sich, auch Ihre Medikamente ärztlich überprüfen zu lassen.

Eine Wechselbeziehung

Zwischen Diabetes und Zahnfleischerkrankungen besteht bekanntermaßen eine Wechselbeziehung: Ein schlecht eingestellter Diabetes kann Zahnfleischerkrankungen verschlimmern, und chronische Entzündungen im Mund können die Blutzuckereinstellung erschweren. Die Pflege Ihrer Mundgesundheit lässt sich daher auch als Teil Ihres Diabetesmanagements verstehen. Bei DijiDent bieten wir Patientinnen und Patienten mit Diabetes die Implantatbehandlung aus diesem ganzheitlichen Blickwinkel an.

Häufig gestellte Fragen

Ja. Bei Diabetikern mit gut eingestelltem Blutzucker kann eine Implantatbehandlung geplant werden.

Der Zielwert wird je nach Allgemeinzustand des Patienten und Umfang des Eingriffs festgelegt. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Zahnarzt Ihren aktuellen Wert mitteilen.

Ja. Die Anpassung der Medikamente und die Planung des Operationstages erfolgen gemeinsam mit Ihrem Diabetologen.

Unkontrollierter Diabetes kann die Heilung beeinträchtigen; bei guter Einstellung sinkt dieses Risiko deutlich.

Je nach Risikolage können häufigere Kontrollen empfohlen werden.

Ein sicherer Implantatplan ist auch mit Diabetes möglich.

Kontaktieren Sie uns für einen Termin für Ihren persönlichen Implantatplan, der auch Ihren Diabetes berücksichtigt. Lassen Sie uns Ihre Behandlung in Abstimmung mit Ihren anderen Ärzten in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik planen.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Ändern Sie Ihre Diabetesmedikation nicht ohne Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.