Bei der Übergabe der Prothese wirkt die Behandlung abgeschlossen. Tatsächlich ist eine Prothese aber eine Struktur, die ständig mit dem Mundgewebe interagiert und sich mit der Zeit verändert. Der Knochen darunter verändert sich, das Material nutzt sich ab, und das Gewebe reagiert. Die Prothesenkontrolle sorgt dafür, dass diese Veränderungen früh erkannt werden. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul betrachten wir die Nachsorge als Fortsetzung der Behandlung.
Ich habe keine Beschwerden – ist das trotzdem nötig?
Das ist die Frage, die wir am häufigsten hören, und die Antwort ist eindeutig: ja. Viele Probleme bei Prothesenträgern verlaufen schmerzfrei. Eine Gaumenentzündung verursacht oft keine Schmerzen. Knochenabbau schreitet still voran. Bei Teilprothesen kann Karies an den Pfeilerzähnen unbemerkt bleiben, bis sie fortgeschritten ist. Auch Veränderungen der Mundschleimhaut zeigen im Frühstadium oft keine Symptome.
Treten Beschwerden auf, ist meist ein umfangreicherer Eingriff nötig. Der Wert regelmäßiger Kontrollen liegt darin, Probleme klein zu erkennen.
Was passiert bei der Kontrolle?
- Beurteilung der Passung: Halt, Wackeln und Druckstellen werden geprüft.
- Kontrolle des Bisses: Es wird beurteilt, ob sich die Kaukräfte gleichmäßig verteilen.
- Untersuchung der Mundschleimhaut: Zahnfleisch, Gaumen, Zunge, Wangeninnenseite und Mundboden werden untersucht.
- Kontrolle der verbliebenen Zähne: Bei Teilprothesen Pfeilerzähne und Zahnfleischgesundheit.
- Zustand der Prothese: Kontrolle auf Risse, Abnutzung, Verfärbungen und Ablagerungen.
- Professionelle Reinigung: Entfernung von Ablagerungen, die zu Hause nicht zu beseitigen sind.
- Auffrischung der Pflegeanleitung: Gewohnheiten werden überprüft.
Die Bedeutung der Schleimhautuntersuchung
Dieser Schritt verdient besondere Betonung. Prothesenträger sind meist älter, und regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen sind wertvoll, um Veränderungen der Mundschleimhaut früh zu erkennen. Nicht heilende Wunden, Verfärbungen oder verhärtete Bereiche können bei diesen Untersuchungen entdeckt werden. Der Gedanke „Ich habe keine Zähne mehr, ich muss nicht zum Zahnarzt“ ist in dieser Hinsicht riskant.
Wie wird die Häufigkeit bestimmt?
Ein einheitliches Intervall zu nennen, wäre nicht richtig; die Häufigkeit wird individuell festgelegt. Entscheidend sind:
- Art und Alter der Prothese
- Anzahl der verbliebenen natürlichen Zähne
- Zahnfleischgesundheit und Kariesrisiko
- Allgemeiner Gesundheitszustand und Medikamente
- Mundhygienegewohnheiten und Fingerfertigkeit
- Rauchen
- Vorhandene Implantate
Grundsätzlich wird mindestens eine Kontrolle pro Jahr empfohlen; bei Risikofaktoren verkürzt sich das Intervall. Nach der Übergabe einer neuen Prothese werden in den ersten Wochen mehrere Kontrollen geplant.
Was sollten Sie zur Kontrolle mitbringen?
Grundsätzlich sollten Sie Ihre Prothese eingesetzt tragen. Bringen Sie, falls vorhanden, auch Ihre Ersatzprothese, Ihre Reinigungsprodukte und eine aktuelle Medikamentenliste mit. Notieren Sie Veränderungen, die Ihnen in letzter Zeit aufgefallen sind (Wunden, Rötungen, Geschmacksveränderungen, Gewichtsverlust) – das macht die Untersuchung effizienter.
Bei Zahnersatz auf Implantaten
Das Gewebe um Implantate braucht zusätzliche Aufmerksamkeit. Bei diesen Patienten werden Kontrollen meist in kürzeren Abständen geplant. Dabei werden Schraubensitz, Zustand der Halteelemente, Bisskontakte und Gesundheit des Gewebes um das Implantat beurteilt. Bei verschraubten Systemen ist es ein wichtiger Vorteil, dass der Zahnersatz für eine gründliche Reinigung abgenommen werden kann.
Was das Intervall verlängert oder verkürzt
Bei Patienten mit guter Mundhygiene, ohne Rauchen, ohne Allgemeinerkrankungen und mit gut sitzender Prothese können die Kontrollen seltener geplant werden. Diabetes, Medikamente mit Mundtrockenheit als Nebenwirkung, Rauchen, häufige Druckstellen oder viele verbliebene natürliche Zähne erfordern dagegen kürzere Abstände. Die Häufigkeit wird daher individuell festgelegt.
Wenn Sie weit entfernt wohnen
Für Patienten, die in einer anderen Stadt oder im Ausland leben, wird der Kontrollplan entsprechend gestaltet. Umfassende Kontrollen während der Besuche und zwischenzeitliche Untersuchungen bei einem Zahnarzt vor Ort lassen sich gemeinsam planen. Wichtig ist, dass die Nachsorge nicht ganz abbricht.
Häufig gestellte Fragen
Es ist nicht zu spät. Die aktuelle Situation wird beurteilt und bei Bedarf eine Unterfütterung oder Erneuerung geplant.
In der Regel mindestens einmal im Jahr; Ihr Zahnarzt legt die Häufigkeit entsprechend Ihrem Risikoprofil fest.
Eine Routinekontrolle ist schmerzfrei; bei Bedarf wird eine kleine Anpassung oder Reinigung vorgenommen.
Ja, kommen Sie unbedingt mit eingesetzter Prothese. Der Sitz kann nur im Mund beurteilt werden.
Kleine Probleme können größer werden; eine schlecht sitzende Prothese kann den Knochenabbau beschleunigen.
Wenn Sie eine haben, ist es sinnvoll, sie mitzubringen; so ist eine vergleichende Beurteilung möglich.
Vernachlässigen Sie Ihren Kontrolltermin nicht, auch wenn Sie keine Beschwerden haben.
Lassen Sie uns den Sitz Ihrer Prothese und die Gesundheit Ihres Mundgewebes regelmäßig beurteilen. Kontaktieren Sie uns für einen Termin; erstellen wir Ihr Nachsorgeprogramm in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Die Kontrollhäufigkeit legt Ihr Zahnarzt je nach klinischer Situation fest.


