3D-Bildgebung (DVT)

Was ist eine DICOM-Datei? Das digitale Gegenstück Ihrer Zahnaufnahmen – mit DijiDent in der Türkei

Wenn Sie nach einem DVT eine Datei, einen Link oder eine CD erhalten, ist oft nicht ganz klar, was darauf eigentlich enthalten ist. Meist handelt es sich um DICOM-Daten – die eigentliche, medizinisch standardisierte Form Ihrer Aufnahmen. Eine DICOM-Datei enthält weit mehr als eine gewöhnliche Bilddatei. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul ist es uns wichtig, unseren Patienten zu erklären, wie ihre Aufnahmen gespeichert werden und wie sie genutzt werden können – denn diese Daten sind Teil Ihrer Gesundheitsakte.

Was ist DICOM?

DICOM ist ein internationales Format, mit dem Daten medizinischer Bildgebungsgeräte nach einem gemeinsamen Standard gespeichert und ausgetauscht werden. Die Abkürzung steht für „Digital Imaging and Communications in Medicine“. Dank dieses Formats lassen sich Aufnahmen von Geräten verschiedener Hersteller in unterschiedlicher Software öffnen und auswerten.

Was ist der Unterschied zu JPEG?

Ein als Screenshot oder JPEG gespeichertes DVT-Bild ist nur ein starres Abbild einer einzelnen Schicht. Eine DICOM-Datei enthält dagegen den gesamten Schichtdatensatz. Öffnet Ihr Zahnarzt diese Daten, kann er das Bild drehen, Schnitte in jeder gewünschten Ebene anlegen und maßstabsgetreu messen. Außerdem sind in der Datei Aufnahmedatum, Geräteinformationen und technische Parameter hinterlegt. Deshalb wird bei der Anforderung von Aufnahmen kein Bildschirmfoto, sondern der DICOM-Datensatz verlangt.

Wofür ist diese Datei nützlich?

  • Zweitmeinung: Ein anderer Zahnarzt kann dieselben Daten auswerten, ohne die Untersuchung zu wiederholen.
  • Vermeidung unnötiger Wiederholungen: Ist die Aufnahme aktuell, entfällt eine neue – und damit zusätzliche Strahlenbelastung.
  • Planung aus der Ferne: Für Patienten, die im Ausland leben, ist eine Vorabbeurteilung möglich.
  • Chirurgische Planung: Implantatplanungssoftware und die Herstellung von Bohrschablonen nutzen diese Daten.
  • Langfristige Verlaufskontrolle: Im Vergleich mit Jahre später erstellten Aufnahmen lassen sich Veränderungen der Knochenhöhe verfolgen.

Wie öffnen Sie die Datei?

DICOM-Dateien lassen sich nicht mit normalen Bildbetrachtern öffnen; dafür ist eine spezielle Viewer-Software nötig. Auf CDs oder in digitalen Paketen von Praxen ist meist ein einfacher Viewer enthalten. Realistisch betrachtet wird aber nicht erwartet, dass Sie als Patient die Datei selbst im Detail auswerten. Ziel ist, dass Sie die Daten an einen Zahnarzt weitergeben können. Wenn Sie die Datei nicht öffnen können, ist das kein Grund zur Sorge – in der Praxis wird sie über das eigene System geöffnet.

Wie geben Sie die Datei an Ihren Zahnarzt weiter?

Am einfachsten ist es, den digitalen Link Ihrer Praxis direkt an Ihren Zahnarzt weiterzuleiten. Da die Dateien groß sind, reichen normale E-Mail-Anhänge oft nicht aus. Wurde eine CD ausgehändigt, können Sie diese mitbringen; da viele Computer heute kein optisches Laufwerk mehr haben, empfehlen wir jedoch den digitalen Weg. Geben Sie beim Weiterleiten auch das Aufnahmedatum an – so kann Ihr Zahnarzt leichter beurteilen, wie aktuell die Aufnahme ist.

Aufbewahrung und Datenschutz

Diese Dateien sind personenbezogene Gesundheitsdaten. Identifizierende Angaben wie Vor- und Nachname sowie Geburtsdatum können in der Datei enthalten sein. Teilen Sie sie daher nur mit Personen und Einrichtungen, bei denen Sie in Behandlung sind, und nur über sichere Kanäle. Bei DijiDent erfolgen Speicherung und Weitergabe von Patientendaten im Rahmen der geltenden Datenschutzvorschriften; Ihre Aufnahmen werden ohne Ihren Wunsch und Ihre Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben.

Warum sollten Sie Ihre Aufnahmen aufbewahren?

Mundgesundheit wird nicht anhand einer Momentaufnahme beurteilt, sondern anhand der Veränderung über die Zeit. Ein Vergleich Ihrer Knochenhöhe von vor fünf Jahren mit der heutigen liefert wertvolle Hinweise darauf, ob eine Parodontitis fortschreitet oder wie es um die Situation rund um ein Implantat steht. Wir empfehlen daher, Ihre Aufnahmen auch in Ihrem eigenen digitalen Archiv aufzubewahren. Selbst wenn Sie die Praxis wechseln, bleiben diese Unterlagen bei Ihnen und dokumentieren Ihre Behandlungsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Ja. Sie haben das Recht auf Zugang zu Ihren eigenen Gesundheitsdaten; fragen Sie einfach danach.

Machen Sie sich keine Sorgen. Dass sich die Datei nicht öffnen lässt, bedeutet nicht, dass die Daten beschädigt sind, sondern lediglich, dass kein passender Viewer vorhanden ist. Sie können die Datei direkt an Ihren Zahnarzt schicken.

Da die Datei groß sein kann, wird in der Regel die Weitergabe per Link bevorzugt. Da es sich um persönliche Gesundheitsdaten handelt, wird die Nutzung eines sicheren Kanals empfohlen.

Die Gültigkeit ist nicht an eine einzige Regel gebunden. Wenn in Ihrem Mund eine Behandlung, eine Zahnentfernung oder eine Knochenveränderung stattgefunden hat, kann eine aktuelle Aufnahme nötig sein. Die Entscheidung trifft Ihr Zahnarzt.

Für eine erste Einschätzung kann es einen Eindruck vermitteln, für Messungen und Planung reicht es jedoch nicht aus. Deshalb werden DICOM-Daten bevorzugt.

Ihre Aufnahmen gehören Ihnen – nutzen wir sie richtig.

Lassen Sie uns beurteilen, ob Ihre vorhandenen DVT- oder Röntgenaufnahmen für Ihren aktuellen Behandlungsplan ausreichen. Kontaktieren Sie uns für einen Termin; lassen Sie uns in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik vorgehen und dabei unnötige Wiederholungsuntersuchungen vermeiden.

Termin vereinbaren

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Ob vorhandene Aufnahmen ausreichen oder weitere Untersuchungen nötig sind, entscheidet die zahnärztliche Beurteilung.