In der Zahnmedizin gibt es zwei Wege, einen Abdruck zu nehmen: die herkömmliche Abformung und den optischen Scan. Beide dienen demselben Zweck – die Form Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleischs ins Labor zu übertragen. Für das Patientenerlebnis und den Arbeitsablauf unterscheiden sie sich jedoch deutlich. Wer die Unterschiede zwischen digitalem Abdruck und klassischem Abdruck kennt, versteht leichter, warum eine bestimmte Methode empfohlen wird. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul wählen wir die Methode je nach Fall und Situation des Patienten.
Wie wird ein klassischer Abdruck genommen?
Bei diesem Verfahren wird eine pastöse Abformmasse in einen Träger, den sogenannten Abdrucklöffel, gefüllt und in den Mund gesetzt. Bis die Masse aushärtet, muss eine bestimmte Zeit gewartet werden; währenddessen sollte der Mund geschlossen und ruhig bleiben. Nach dem Aushärten wird die Abformung entnommen und im Labor mit Gips ausgegossen, um ein physisches Modell zu erhalten.
Der größte Vorteil dieser Methode ist, dass sie seit vielen Jahren bewährt ist und kein spezielles Gerät benötigt. In bestimmten klinischen Situationen – etwa bei zahnlosen Kiefern, wenn die Grenzen der beweglichen Schleimhaut erfasst werden müssen – wird sie weiterhin bevorzugt.
Die unangenehmen Seiten
- Während der Wartezeit muss der Mund geschlossen bleiben.
- Bei empfindlichem Würgereiz kann es sehr unangenehm werden.
- Die Masse kann sich beim Herausnehmen verformen.
- Abformung oder Gipsmodell können beim Transport beschädigt werden.
- Bei einem unzureichenden Abdruck muss der gesamte Vorgang wiederholt werden.
Der Unterschied des digitalen Abdrucks
Beim optischen Scanner gibt es weder Abdruckmasse noch Wartezeit. Der Scan kann jederzeit unterbrochen werden, und Sie können schlucken. Wird ein fehlender Bereich festgestellt, wird nur dieser erneut gescannt; der gesamte Vorgang muss nicht wiederholt werden. Da das Modell digital ist, entfällt das Risiko von Verformung, Bruch oder Verlust, und die Übermittlung ans Labor erfolgt sofort.
Der zweite wichtige Unterschied ist die Archivierbarkeit. Gipsmodelle lassen sich auf Dauer kaum aufbewahren; digitale Datensätze dagegen können noch Jahre später für Vergleiche genutzt werden. So lässt sich der Verlauf von Zahnabnutzung oder Zahnfleischrückgang objektiv verfolgen.
Kosten und Verfügbarkeit
Digitale Scanner sind für eine Praxis eine erhebliche Investition und daher nicht überall vorhanden. Aus Patientensicht ist die Methode selbst aber nicht der einzige Faktor für die Behandlungskosten. Material, Laborarbeit und Umfang der Behandlung sind deutlich entscheidender. Die Wahl der Methode sollte nach klinischen Gründen erfolgen – nicht in erster Linie nach Kostenüberlegungen.
Genauigkeit im Vergleich
Das interessiert unsere Patienten am meisten. Richtig angewendet liefern beide Methoden klinisch akzeptable Ergebnisse. Bei kurzen Strecken, etwa für eine einzelne Krone, liefert die digitale Methode starke Ergebnisse. Bei langen Strecken über den ganzen Kiefer kommt es dagegen auf eine sorgfältige Scantechnik an. Kurz gesagt: Entscheidend ist nicht der Name der Methode, sondern die Qualität der Anwendung.
Der Unterschied für Patienten
Der greifbarste Unterschied zwischen beiden Methoden ist, wie viel Kontrolle der Patient über den Ablauf hat. Beim klassischen Abdruck beginnt nach dem Einsetzen der Masse eine Wartezeit, in die der Patient nicht eingreifen kann; dieses Gefühl ist bei ängstlichen Patienten die eigentliche Ursache des Unbehagens. Beim digitalen Scan können Sie jederzeit innehalten, sprechen und weitermachen. Dieser Unterschied im Erleben ist ebenso wichtig wie das klinische Ergebnis, denn er verringert die Neigung, eine Behandlung abzubrechen.
Wann wird welche Methode bevorzugt?
Bei Kronen, Brücken, implantatgetragenem Zahnersatz, Alignern und Aufbissschienen wird der digitale Abdruck häufig eingesetzt. Bei zahnlosen Kiefern und manchen Prothesenfällen, in denen die Grenze der beweglichen Schleimhaut funktionell erfasst werden muss, können die klassische Methode oder eine Kombination beider Verfahren infrage kommen. In unserer Klinik besprechen wir diese Entscheidung mit Ihnen und erklären, warum wir eine bestimmte Methode empfehlen.
Häufig gestellte Fragen
Nein. In den meisten Fällen ist er von Vorteil; in manchen Prothetikfällen kann jedoch die konventionelle Methode bevorzugt werden. Die Entscheidung richtet sich nach der klinischen Situation.
Der Abdruck ist ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige. Auch die Heilung des Zahnfleischs, der Biss und die Laborschritte spielen eine Rolle.
In der Regel dauert er kürzer und erfordert keine Wartezeit.
Doch, sie werden verwendet. Bei bestimmten Indikationen sind sie nach wie vor eine gültige und zuverlässige Methode.
Ja. In manchen umfassenden Fällen kann ein kombinierter Ansatz bevorzugt werden.
Lassen Sie uns gemeinsam die passende Abdruckmethode für Sie bestimmen.
Wenn Ihnen Abdrücke früher schwergefallen sind, teilen Sie uns dies unbedingt mit; wir planen den Ablauf nach Ihren Bedürfnissen. Kontaktieren Sie uns für einen Termin und lassen Sie uns in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik ein angenehmes Behandlungserlebnis gestalten.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Die Wahl der Methode trifft Ihr Zahnarzt nach der klinischen Untersuchung.


