Mit der schnellen Verbreitung der digitalen Zahnmedizin sind auch viele Fehlinformationen entstanden. Manche Versprechen lassen die Technologie stärker erscheinen, als sie ist, andere Vorbehalte sorgen für unnötiges Zögern. Irrtümer über den Intraoralscanner können bei Patienten sowohl unnötige Sorgen als auch falsche Erwartungen auslösen. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul haben wir die häufigsten Fehlinformationen zusammengestellt.
„Der Scanner gibt Strahlung ab“
Nein. Ein Intraoralscanner ist ein optisches Gerät; er arbeitet mit sichtbarem Licht und ohne ionisierende Strahlung. Er sollte nicht mit Röntgen oder DVT verwechselt werden. Deshalb kann er in nahezu jeder Situation – auch in der Schwangerschaft – eingesetzt und zur Verlaufskontrolle beliebig oft wiederholt werden.
„Der digitale Abdruck ist in jedem Fall besser“
In den meisten Fällen ist er vorteilhaft; eine ausnahmslose Überlegenheit zu behaupten, ist jedoch nicht richtig. Bei zahnlosen Kiefern und manchen Prothesenfällen, in denen die Grenze der beweglichen Schleimhaut funktionell erfasst werden muss, kann die klassische Methode bevorzugt werden. Richtig ist es, die Methode je nach Fall zu wählen.
„Der Scanner erkennt auch Karies“
Der Scanner erfasst nur die Oberfläche; er kann nicht in den Zahn hineinsehen. Karies in den Zahnzwischenräumen und unter Füllungen lässt sich optisch nicht zuverlässig feststellen. Für diese Bereiche ist eine Röntgenuntersuchung nötig. Ein Scan ersetzt keine umfassende Kariesdiagnostik.
„Jede Behandlung mit digitalem Abdruck ist in einer Sitzung fertig“
Das ist der häufigste Erwartungsirrtum. In Zentren mit eigener Fertigungseinheit ist in ausgewählten Fällen eine Fertigstellung am selben Tag möglich. Arbeiten an vielen Zähnen, Fälle im sichtbaren Bereich mit hohen Anforderungen an die Farbe und Situationen, in denen die Heilung des Zahnfleischs abgewartet werden muss, dauern jedoch naturgemäß länger.
„Ist das Gerät gut, ist das Ergebnis gut“
Die Gerätequalität ist wichtig, aber allein nicht entscheidend. Gesundes Zahnfleisch, eine sichtbare Präparationsgrenze, Feuchtigkeitskontrolle, die richtige Scantechnik und eine korrekte Bissregistrierung beeinflussen das Ergebnis mindestens ebenso stark wie das Gerät. Bei der Wahl einer Klinik sollte die Frage nicht lauten „Welches Gerät gibt es?“, sondern „Wie wird der Prozess gestaltet?“.
„Die digitale Methode macht die Behandlung teurer“
Die Kosten werden vor allem von Material, Umfang der Versorgung und Laborarbeit bestimmt. Die Abformmethode allein ist kein entscheidender Posten. Grundsätzlich sollte die Methode nach klinischen Gründen gewählt werden.
„Der Scan tut weh oder löst Würgen aus“
Der Scan ist schmerzfrei und erfordert keine Betäubung. Bei empfindlichem Würgereiz kann es im hinteren Bereich unangenehm werden; da es aber weder Abdruckmasse noch Wartezeit gibt und der Vorgang unterbrochen werden kann, ist er viel leichter zu ertragen als ein klassischer Abdruck.
„Gipsmodelle braucht man gar nicht mehr“
Aus digitalen Daten kann bei Bedarf ein physisches Modell gefertigt werden, und in manchen Phasen wird ein solches Modell weiterhin verwendet. Die Digitalisierung schafft das physische Modell nicht ab, sondern macht es bei Bedarf herstellbar.
„Das Ergebnis im Design ist garantiert“
Digitale Designs und Simulationen zeigen das angestrebte Ergebnis; sie sind keine Garantie. In der Kieferorthopädie hängen Zahnbewegungen von der biologischen Reaktion und der Mitarbeit des Patienten ab. Bei restaurativen Behandlungen beeinflussen Material, Zahnfleischheilung und Biss das Ergebnis. Das Design sollte daher nicht als Vertrag, sondern als gemeinsam vereinbartes Ziel verstanden werden.
„Für die Hygiene macht der digitale Abdruck keinen Unterschied“
Tatsächlich gibt es einen Unterschied. Beim klassischen Abdruck muss das physische Material nach der Entnahme aus dem Mund desinfiziert und ins Labor gebracht werden. Beim digitalen Scan geht nur eine Datendatei ins Labor. Bei beiden Methoden gelten die Standardprotokolle des Infektionsschutzes.
Häufig gestellte Fragen
Ein vorhandener Scanner bedeutet nicht, dass der gesamte digitale Workflow angewendet wird. Sie können fragen, welche Phasen des Prozesses digital durchgeführt werden.
Begegnen Sie Aussagen mit definitiven Versprechen mit Vorsicht. Im Gesundheitswesen sind die Ergebnisse individuell verschieden.
Sie können fragen, welche Methode gewählt wurde und warum, wie viele Sitzungen geplant sind und welche Phasen erforderlich sind.
Die Bilder können von ausgewählten Fällen stammen. Ihre eigene Situation sollte durch eine Untersuchung beurteilt werden.
Nein. Auch mit konventionellen Methoden werden erfolgreiche Behandlungen durchgeführt; entscheidend ist der klinische Ansatz.
Eine Zweitmeinung einzuholen ist Ihr Recht. Sie können Ihre Unterlagen anfordern und um eine andere Beurteilung bitten.
Korrekte Informationen sind der erste Schritt zur richtigen Entscheidung.
Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um zu erfahren, welche Methode für Ihre Behandlung geeignet ist und wie der Prozess ablaufen wird. Lassen Sie uns Ihre Fragen in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik offen beantworten.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Methode und Behandlungsplan legt Ihr Zahnarzt nach der klinischen Untersuchung fest.




