Zahnersatz

Wird eine neue Prothese eingesetzt oder eine seit Langem getragene Prothese verwendet, können schmerzhafte Stellen am Zahnfleisch entstehen. Das verunsichert die meisten Patienten und bringt sie dazu, die Prothese ganz wegzulassen. Dabei ist eine Prothesendruckstelle in den meisten Fällen ein Passungsproblem, das sich in einer kurzen Kontrollsitzung lösen lässt. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul legen wir Wert darauf, diese Beschwerden früh anzugehen, denn jeder Tag Verzögerung verlängert die Heilung.

Warum entstehen sie?

  • Druckpunkt: Ein bestimmter Bereich der Prothese drückt stärker auf das Gewebe als andere.
  • Zu langer Rand: Ist der Prothesenrand länger als nötig, belastet er das bewegliche Gewebe.
  • Knochenvorsprünge: Über scharfen Bereichen des Kieferknochens kann sich der Druck konzentrieren.
  • Knochenveränderungen: Nimmt das Knochenvolumen über die Jahre ab, verliert die Prothese ihren Sitz.
  • Unausgewogener Biss: Die Kaukraft konzentriert sich auf einen Bereich.
  • Speisereste: Ein hartes Stück unter der Prothese kann eine lokale Reizung verursachen.

Kleine Druckstellen in den ersten Tagen sind normal; sie entstehen, während sich das Gewebe an die neue Struktur anpasst. Sie heilen aber nicht von selbst, sondern müssen eingeschliffen werden.

Was sollten Sie tun?

Bei Schmerzen können Sie die Prothese herausnehmen und den Bereich mit lauwarmem Salzwasser spülen. Auch weiche Kost bringt Erleichterung. Der eigentliche Schritt ist jedoch, einen Kontrolltermin zu vereinbaren.

Ein praktisches und wichtiges Detail: Wir empfehlen, die Prothese einige Stunden vor dem Kontrolltermin zu tragen. Ohne Prothese verschwindet der Druckabdruck im Gewebe, und Ihr Zahnarzt kann die problematische Stelle nicht genau finden. Die Prothese trotz Schmerzen kurz zu tragen, hilft, den richtigen Punkt zu finden.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten

Die Prothese nicht selbst abschleifen. Schleifpapier, Feile, Messer oder Schere zu verwenden, ist der häufigste Fehler, den wir sehen. Abgetragenes Material kommt nicht zurück, und die Passung kann dauerhaft zerstört werden. Das eigentliche Problem liegt oft etwas entfernt von der Stelle, an der Sie den Schmerz spüren; ein Eingriff nach eigener Einschätzung verschlimmert es daher.

Den Schmerz nicht aushalten. Die Haltung „Ich gewöhne mich schon dran“ lässt aus einer einfachen Druckstelle eine tiefe Wunde werden. Die Heilung dauert länger, und die Ernährung leidet in dieser Zeit.

Die Prothese nicht ganz weglassen. Wird die Prothese lange nicht getragen, verändert sich das Gewebe, und beim erneuten Einsetzen wird die Passung noch schwieriger.

Wie wird behandelt?

Ihr Zahnarzt bestimmt den Kontaktpunkt mit speziellen Farben oder Druckindikatoren. Anschließend wird der betreffende Bereich der Prothese in sehr kleinen Schritten eingeschliffen und poliert. Das dauert meist nur kurz und ist schmerzfrei. In manchen Fällen sind mehrere Kontrollen nötig; das bedeutet nicht, dass die Prothese schlecht gemacht ist, sondern gehört zum natürlichen Anpassungsprozess des Gewebes.

Ist die Wunde tief, kann empfohlen werden, die Prothese für einige Tage herauszunehmen, damit sie heilt. Für diese Zeit geben wir Ihnen Tipps, damit Ihre Ernährung nicht zu einseitig wird.

Ernährung während der Heilung

Während die Wunde heilt, ist es wichtig, dass die Ernährung nicht eingeschränkt wird. Wir empfehlen weiche, aber nahrhafte Optionen wie Suppen, Joghurt, gut gegartes Gemüse und Hackfleisch. Scharfe, saure und sehr heiße Speisen können reizen und sollten in dieser Zeit warten. Spülen mit lauwarmem Salzwasser hilft dem Gewebe zusätzlich.

Wiederkehrende Druckstellen

Entstehen an derselben Stelle immer wieder Wunden, lässt sich das Problem womöglich nicht allein durch Einschleifen lösen. Das Knochenvolumen kann abgenommen haben, und eine Unterfütterung der Prothese kann nötig sein. In fortgeschrittenen Fällen kommen eine Neuanfertigung oder Optionen infrage, die den Halt verbessern.

Wann muss unbedingt abgeklärt werden?

Diesen Abschnitt möchten wir besonders betonen. Eine Wunde im Mund – ob durch die Prothese verursacht oder nicht – muss unbedingt zahnärztlich abgeklärt werden, wenn sie länger als zwei Wochen nicht heilt. Ebenso sollten verhärtete, blutende, wachsende oder von Verfärbungen umgebene Stellen nicht abgewartet werden. Dazu gehört auch eine Wunde, die trotz eingeschliffener Prothese nicht heilt.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass etwas Ernstes vorliegt; höchstwahrscheinlich gibt es eine einfache Ursache. Eine frühe Abklärung der Mundschleimhaut ist jedoch in jedem Alter wichtig und gehört gerade bei Prothesenträgern zu den wertvollsten Seiten regelmäßiger Kontrollen.

Häufig gestellte Fragen

Nachdem der Druck beseitigt wurde, beginnt die Heilung meist innerhalb weniger Tage; die Dauer hängt von der Tiefe der wunden Stelle ab.

Medikamente sollten auf Empfehlung des Zahnarztes eingenommen werden. Den Schmerz zu unterdrücken, löst das Problem nicht.

Das kann vorübergehend Linderung verschaffen; ein dauerhaftes Ergebnis wird jedoch nur erreicht, wenn der Druck beseitigt wird.

Mehrere Anpassungen in den ersten Wochen sind normal. Hält dies lange an, wird die Ursache abgeklärt.

Wunde Stellen, die länger als zwei Wochen bestehen, müssen untersucht werden; suchen Sie ohne Verzögerung einen Zahnarzt auf.

Sie müssen sich nicht an Schmerzen gewöhnen.

Druckstellen lassen sich meist in einer kurzen Kontrollsitzung beseitigen. Kontaktieren Sie uns für einen Termin; lassen Sie uns den Sitz Ihrer Prothese in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik überprüfen.

Termin vereinbaren

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Nicht heilende Wunden im Mund müssen unbedingt abgeklärt werden.