In der Zahnmedizin ist der Abdruck einer der unsichtbaren, aber entscheidenden Schritte einer Behandlung. Wie gut eine Krone, eine Prothese oder ein Aligner passt, hängt direkt von der Präzision des Abdrucks ab. Der Intraoralscanner ersetzt dabei die physische Abformung durch einen optischen Scan. Die digitale Abformung, die wir in der DijiDent Zahnklinik in Istanbul einsetzen, soll sowohl den Patientenkomfort erhöhen als auch die Passgenauigkeit der Versorgungen unterstützen.
Was ist ein Intraoralscanner?
Ein Intraoralscanner ist eine optische Kamera mit einem Handstück etwa in Stiftgröße. Diese Spitze wird in den Mund eingeführt und langsam über die Zahnoberflächen geführt. Dabei nimmt das Gerät Hunderte Bilder pro Sekunde auf. Die Software setzt die Bilder in Echtzeit zusammen, und auf dem Bildschirm entsteht ein farbiges dreidimensionales Modell Ihrer Zähne. Am Ende haben Sie kein Gipsmodell, sondern eine digitale Datei, die sich teilen lässt.
Wie wird aus Licht eine Messung?
Scanner arbeiten mit unterschiedlichen optischen Verfahren. Manche projizieren ein strukturiertes Lichtmuster auf die Oberfläche und berechnen aus dessen Verformung die Tiefeninformation. Andere nutzen Fokusunterschiede, um die Entfernung jedes Punktes zu berechnen. Unabhängig vom Verfahren ist das Ergebnis dasselbe: Jeder Punkt der Oberfläche wird in dreidimensionale Koordinaten umgewandelt, und aus diesen Punkten entsteht das digitale Modell.
Ein wichtiger Punkt: Ein Intraoralscanner arbeitet ohne Röntgenstrahlung. Es ist eine völlig andere Technologie als Röntgen oder DVT und arbeitet nur mit sichtbarem Licht. Deshalb kann er in nahezu jeder Situation – auch in der Schwangerschaft – eingesetzt und beliebig oft wiederholt werden.
Was passiert beim Scannen?
- Die Zahnoberflächen werden getrocknet; Feuchtigkeit kann die Bildqualität beeinträchtigen.
- Das Handstück wird in drei Schritten geführt: Unterkiefer, Oberkiefer und Biss.
- Sie können auf dem Bildschirm mitverfolgen, wie das Modell entsteht.
- Fehlt ein Bereich, wird nur dieser erneut gescannt.
- Der Scan ist schmerzfrei, erfordert keine Betäubung und kann jederzeit unterbrochen werden.
Vorbereitung vor dem Scan
Einige einfache Schritte verbessern die Scanqualität. Beläge und weiche Ablagerungen auf den Zähnen werden entfernt, denn der Scanner erfasst alles, was sich auf der Oberfläche befindet. Wange und Zunge werden mit speziellen Wangenhaltern oder dem Spiegel des Zahnarztes zurückgehalten. Blutet das Zahnfleisch, wird die Blutung gestillt, da Blut die Zahnfleischgrenze verdeckt. Diese Vorbereitung dauert nur wenige Minuten, bestimmt aber direkt die Genauigkeit des Ergebnisses.
Wofür wird das digitale Modell genutzt?
Das erstellte Modell kann innerhalb von Sekunden an das Labor übermittelt werden. Probleme wie Versandzeiten, Verformungen des Abdrucks unterwegs oder ein zerbrochenes Gipsmodell entfallen. Außerdem lässt sich das Modell am Computer vermessen: Das Ausmaß der Zahnabnutzung, der Grad des Zahnfleischrückgangs oder der Unterschied zwischen zwei Scans können zahlenmäßig verglichen werden.
Bei DijiDent kombinieren wir dieses Modell bei Bedarf mit DVT-Daten. Das DVT zeigt den Knochen, der Scan die Oberfläche; zusammen ermöglichen sie eine ganzheitliche Implantat- und Prothetikplanung.
Auch Farbinformationen werden erfasst
Die meisten modernen Scanner erfassen neben der Form auch die Farbe der Oberfläche. Das liefert dem Labor vor allem bei Versorgungen im sichtbaren Bereich zusätzliche Informationen; Farbverläufe und Oberflächenstruktur der Nachbarzähne lassen sich am Modell beurteilen. Wird die Farbe nicht nur nach Augenmaß, sondern anhand einer gespeicherten Referenz bestimmt, unterstützt das ein natürliches Ergebnis.
Wovon hängt die Präzision ab?
Die Genauigkeit des digitalen Abdrucks hängt davon ab, dass die Oberfläche trocken bleibt, von der Scantechnik des Behandlers, von der klaren Sichtbarkeit der Zahnfleischgrenze und davon, dass der Patient still halten kann. Liegt ein Kronenrand unter dem Zahnfleisch und ist dort keine Sicht möglich, kann ein zusätzlicher Schritt nötig sein, um diesen Bereich freizulegen. Die Technologie allein garantiert also kein Ergebnis – entscheidend ist die richtige Anwendung.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Er arbeitet ausschließlich mit optischem Licht und verwendet keine ionisierende Strahlung.
Nein. Der Vorgang ist schmerzfrei und erfordert keine Betäubung. Sie spüren lediglich die Bewegung der Kameraspitze.
Er wird bei vielen Behandlungen eingesetzt; in einigen besonderen Situationen kann jedoch ein klassischer Abdruck bevorzugt werden. Die Entscheidung trifft Ihr Zahnarzt.
Bei korrekter Anwendung werden vergleichbare Ergebnisse erzielt. Die Hauptvorteile sind Komfort, Schnelligkeit und die einfache Wiederholbarkeit.
Ja, er wird digital archiviert und kann später für Vergleiche genutzt werden. Auf Wunsch erhalten Sie ihn auch selbst.
Der Abdruck muss kein gefürchteter Schritt mehr sein.
Wenn Sie über eine Krone, eine Prothese, eine implantatgetragene Lösung oder eine Behandlung mit transparenten Alignern nachdenken, können Sie mit einem digitalen Abdruck bequem starten. Kontaktieren Sie uns für einen Termin und planen Sie den Ablauf gemeinsam mit uns in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Welches Abformverfahren angewendet wird, legt Ihr Zahnarzt nach der klinischen Untersuchung fest.


