Bei Ihrem Zahnarzt haben Sie sicher schon den Satz gehört: „Machen wir zuerst ein Röntgenbild.“ In manchen Fällen genügt dieses Bild jedoch nicht, und Ihr Zahnarzt wünscht sich eine dreidimensionale Aufnahme. Viele Patientinnen und Patienten fragen dann zu Recht: Warum brauche ich zusätzlich ein DVT, wenn ich doch schon ein Röntgenbild habe? Der Unterschied zwischen DVT und Panoramaröntgen ergibt sich daraus, dass beide Verfahren unterschiedliche Fragen beantworten. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul gehört es für uns zur Behandlung, Ihnen offen zu erklären, welche Aufnahme aus welchem Grund nötig ist.
Was zeigt ein Panoramaröntgen?
Das Panoramaröntgen (Orthopantomogramm, kurz OPG) liefert eine flach ausgerollte Übersicht Ihres gesamten Kiefers in einem einzigen Bild. Während sich das Gerät um Ihren Kopf dreht, erfasst es alle Zähne im Ober- und Unterkiefer, die allgemeine Struktur des Kieferknochens und einen Teil der Kieferhöhlen. Damit ist es ein schneller und effektiver Einstieg, um die Anzahl der Zähne, verlagerte Zähne, größere Karies, zystenverdächtige Bereiche und die allgemeine Knochenhöhe zu beurteilen.
Der größte Vorteil des OPG ist seine Praktikabilität. Es ist schnell erstellt, arbeitet mit niedriger Dosis und liefert bei den meisten Routinekontrollen ausreichend Informationen. Es gibt jedoch eine wichtige Grenze: Das Panoramaröntgen ist ein zweidimensionales Bild – es enthält keine Tiefeninformation.
Die Grenze des zweidimensionalen Bildes
Wird eine dreidimensionale Struktur auf eine Ebene projiziert, überlagern sich Strukturen, die hintereinander liegen. Auf dem OPG kann es so aussehen, als lägen eine Zahnwurzel und der Unterkiefernerv ineinander – tatsächlich liegen vielleicht einige Millimeter sicherer Abstand dazwischen. Auch das Gegenteil ist möglich: Zwei Strukturen, die im Bild weit voneinander entfernt erscheinen, liegen in Wirklichkeit direkt nebeneinander. Zudem beeinflussen Vergrößerungsfaktor und Positionierungsfehler die Messgenauigkeit. Deshalb gilt das OPG allein nicht als ausreichend, wenn Entscheidungen im Millimeterbereich getroffen werden müssen.
Was macht das DVT anders?
Die digitale Volumentomographie (DVT, international CBCT) erzeugt ein dreidimensionales Volumenmodell der untersuchten Region. Ihr Zahnarzt kann dieses Modell in jeder Richtung schneiden, drehen und maßstabsgetreu vermessen. In der Praxis bedeutet das:
- Die Knochenbreite lässt sich messen: Im geplanten Implantatbereich sieht man nicht nur die Höhe, sondern auch die Breite des Knochens von der Lippen- zur Gaumenseite.
- Anatomische Nachbarschaften werden klar: Die Beziehung zum Unterkiefernerv, zum Kieferhöhlenboden und zu benachbarten Zahnwurzeln wird in drei Ebenen beurteilt.
- Verborgene Befunde können sichtbar werden: Eine kleine Läsion, die im 2D-Bild hinter der Wurzel verschwindet, kann im Schnittbild erkannt werden.
- Die Wurzelkanal-Anatomie wird sichtbar: Bei wiederkehrenden Entzündungen kann ein übersehener zusätzlicher Wurzelkanal entdeckt werden.
- Eingriffe werden vorab geplant: Sind Winkel und Wurzelform eines verlagerten Zahns bekannt, lassen sich Behandlungsdauer und Komplikationsrisiko besser steuern.
Wann ist welches Verfahren sinnvoll?
Die beiden Verfahren sind keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich. Vereinfacht gilt: Für Routineuntersuchungen, Kariesdiagnostik und allgemeine Beurteilungen reicht das Panoramaröntgen meist aus. Bei Implantatplanung, Weisheitszahnchirurgie, Wurzelkanal-Revisionen, Zysten und Läsionen, Kiefergelenkbeschwerden sowie nach Unfällen liefert die dreidimensionale Bildgebung dagegen einen deutlichen Mehrwert.
Bei DijiDent gilt ein klarer Grundsatz: Eine Aufnahme wird nur angefertigt, wenn sie eine klinische Frage beantwortet. Statt das DVT routinemäßig bei allen durchzuführen, empfehlen wir es dann, wenn es Informationen liefert, die Ihre Behandlungsentscheidung direkt beeinflussen. Unsere Zahnärztinnen und Zahnärzte erklären Ihnen diese Begründung auch persönlich – wir halten es nicht für richtig, dass Sie fortfahren, ohne zu wissen, was wir warum anfordern.
Ist mein altes Röntgenbild noch nützlich?
Mitgebrachte Aufnahmen sind auf jeden Fall wertvoll, vor allem, weil sie einen Vergleich mit dem früheren Zustand ermöglichen. Entscheidend sind jedoch Datum, Qualität und abgebildeter Bereich. Ein vor Jahren erstelltes Bild gibt die aktuelle Knochenhöhe womöglich nicht mehr wieder. Bringen Sie Ihre vorhandenen Aufnahmen deshalb unbedingt mit – ob eine neue Aufnahme nötig ist, entscheidet Ihr Zahnarzt nach der Untersuchung.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Das Panoramaröntgen behält seinen Wert als schnelles, dosisarmes Instrument zur allgemeinen Übersicht. Die DVT kommt zum Einsatz, wenn eine bestimmte Frage eine detaillierte Antwort erfordert.
Die 3D-DVT arbeitet in der Regel mit einer höheren Dosis als ein Panoramaröntgen und mit einer deutlich niedrigeren Dosis als eine medizinische Computertomographie. Die Verkleinerung des Aufnahmebereichs ist ein wichtiger Faktor zur Senkung der Dosis. Die genauen Werte hängen vom Gerät und vom Aufnahmeprotokoll ab.
Bei klinischem Bedarf ist das möglich; Ziel ist es jedoch, unnötige Wiederholungen zu vermeiden. Ihr Zahnarzt entscheidet nach Durchsicht Ihrer vorhandenen Aufnahmen, ob eine zusätzliche Untersuchung nötig ist.
Ja. Die Aufnahmen können als digitale Dateien weitergegeben werden; sie lassen sich für eine Zweitmeinung oder für die Nachsorge in einem anderen Zentrum verwenden.
Beide Arten der Bildgebung sind schmerzfrei. Sie werden lediglich gebeten, einige Sekunden lang stillzuhalten.
Die richtige Untersuchung verhindert auch unnötige Behandlungen.
Kontaktieren Sie uns für einen Termin, um herauszufinden, ob Ihre vorhandenen Röntgenbilder ausreichen, und um Ihren Behandlungsplan auf eine solide Diagnose zu stützen. Lassen Sie unsere Zahnärzte der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik Ihre Aufnahmen gemeinsam mit Ihnen auswerten.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Über eine Bildgebung wird auf Grundlage der klinischen Beurteilung entschieden.


