Zahnunfälle passieren meist unerwartet: ein Sturz, ein Schlag beim Sport oder ein Unfall. In solchen Fällen sind die ersten Stunden entscheidend, denn ein frühes und richtiges Eingreifen kann die Chance, den Zahn zu erhalten, direkt beeinflussen. Der sichtbare Bruch nach einem Zahnunfall ist nur ein Teil des Bildes. Auch Wurzel, umgebender Knochen und Haltegewebe können betroffen sein. In der DijiDent Zahnklinik in Istanbul legen wir in solchen Fällen Wert auf eine schnelle, aber vollständige Abklärung.
Was im Moment des Unfalls zu tun ist
- Ruhe bewahren und Blutung stillen: Mit einer sauberen Mullkompresse oder einem Tuch leichten Druck auf die Stelle ausüben.
- Abgebrochenes Stück aufbewahren: Falls Sie es finden, nicht wegwerfen; in manchen Fällen kann es wieder befestigt werden.
- Wenn der Zahn ganz ausgeschlagen ist: Den Zahn an der Krone anfassen, die Wurzel nicht reiben und nicht versuchen, sie zu säubern.
- Richtig lagern: Der Zahn darf nicht austrocknen. Am besten eignen sich eine Zahnrettungsbox, Milch oder Kochsalzlösung; notfalls kann er im eigenen Speichel aufbewahrt werden. Wasser ist kein geeignetes Medium.
- Keine Zeit verlieren: So schnell wie möglich eine Zahnarztpraxis aufsuchen. Die Zeit gehört zu den wichtigsten Faktoren für das Ergebnis.
Bei Milchzähnen wird das Wiedereinsetzen eines ausgeschlagenen Zahns in der Regel nicht empfohlen, da dies den darunterliegenden bleibenden Zahnkeim schädigen kann. Bei Kindern muss die Entscheidung deshalb immer vom Zahnarzt getroffen werden.
Warum ist eine Bildgebung nötig?
Die Auswirkungen eines Unfalls sind oft größer, als es scheint. Die klinische Untersuchung zeigt den Zustand der Krone; folgende Fragen lassen sich jedoch nur mit Bildgebung beantworten: Ist die Wurzel gebrochen, und wenn ja, auf welcher Höhe? Hat sich der Zahn im Knochen verschoben? Ist die umgebende Knochenwand gebrochen? Sind Nachbarzähne betroffen? Ist bei Kindern der darunterliegende bleibende Zahnkeim beschädigt?
Wurzelfrakturen können vor allem bei schrägem Verlauf auf zweidimensionalen Röntgenbildern übersehen werden. Die dreidimensionale Bildgebung kann Vorhandensein und Höhe der Fraktur zuverlässiger zeigen. Diese Information entscheidet darüber, ob der Zahn geschient wird, und bestimmt den Behandlungsplan.
Auch die Nachbarzähne müssen kontrolliert werden
Zähne neben dem getroffenen Zahn können durch die Kraftübertragung betroffen sein, auch ohne direkten Kontakt. Deshalb beschränkt sich die Untersuchung nicht auf einen Zahn; Vitalität und Position aller Zähne im Bereich werden geprüft. Wer sich nur auf den sichtbar beschädigten Zahn konzentriert, übersieht womöglich ein Problem, das unbemerkt fortschreitet.
Keine Kontrolle nötig, wenn der Schmerz nachlässt?
Das ist einer der häufigsten Fehler. Dass der Schmerz nach einem Unfall nachlässt, bedeutet nicht unbedingt Heilung; es kann auch damit zusammenhängen, dass der Zahn abstirbt. Bei Zähnen mit geschädigtem Nerv können noch Monate oder sogar Jahre später Verfärbungen, Abszesse oder Läsionen an der Wurzelspitze entstehen. Zähne, die einen Schlag abbekommen haben, sollten deshalb in bestimmten Abständen kontrolliert werden – auch wenn keine Beschwerden mehr bestehen.
Beurteilung des umgebenden Knochens
Bei Unfällen ist der Zahn nicht allein betroffen. Die dünne Knochenwand um den Zahn kann brechen, der Zahn kann in den Knochen hineingedrückt oder teilweise aus seinem Fach herausgelöst sein. Jede dieser Situationen erfordert eine andere Behandlung: Mal wird der Zahn repositioniert und geschient, mal wird beobachtet, ob er von selbst in seine Position zurückkehrt. Für die richtige Entscheidung muss sichtbar sein, ob die Knochenwand intakt ist.
Die Nachsorge
Bei Zähnen nach einem Unfall reicht eine einzelne Untersuchung nicht aus. Die Vitalität des Zahns wird regelmäßig getestet, Aufnahmen können in bestimmten Abständen wiederholt werden. In manchen Fällen wird im Laufe der Zeit eine Wurzelbehandlung nötig, in anderen bleibt der Zahn vital. Früh angefertigte Aufnahmen sind dabei besonders wertvoll, weil sie spätere Vergleiche ermöglichen.
Häufig gestellte Fragen
Bei bleibenden Zähnen kann das infrage kommen, wenn der Zahn unter geeigneten Bedingungen aufbewahrt und schnell Hilfe gesucht wurde. Entscheidend sind die Zeit und das Aufbewahrungsmedium.
Bringen Sie es mit und achten Sie darauf, dass es nicht austrocknet. In manchen Fällen kann es wieder am Zahn befestigt werden.
Es kann sich um eine Verfärbung handeln, weil das Nervgewebe betroffen ist. Eine Abklärung ist nötig; in manchen Fällen werden eine Wurzelkanalbehandlung und anschließend Aufhellungsoptionen besprochen.
Es muss geprüft werden, ob der darunterliegende bleibende Zahn betroffen ist. Lassen Sie Ihr Kind unbedingt untersuchen.
Vor allem wenn der Zahn ausgeschlagen oder deutlich verschoben ist, suchen Sie ohne Wartezeit Hilfe. In den übrigen Fällen wird ebenfalls eine Beurteilung am selben Tag empfohlen.
Nach einem Unfall zählt jede Stunde.
Wenn ein Zahn abgebrochen, gelockert oder ausgeschlagen ist, verlieren Sie keine Zeit. Kontaktieren Sie uns sofort – in der DijiDent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik beurteilen wir Ihre Situation schnell und planen die nötigen Schritte, um Ihren Zahn zu erhalten.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine notfallmedizinische Abklärung. Bei Bewusstlosigkeit, starker Blutung oder Verdacht auf Kieferbruch wählen Sie den Notruf 112 oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf.


